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Uttenhofen

28.01.2020

Mucks, Mäusle, Mord: Gaudibühne Uttenhofen sucht einen Mörder

Die Schauspieler und ihre Rollen auf der Gaudibühne Uttenhofen (von links): Peter Greiner (Wirt Quirin), Gabi Greiner (Köchin Kuni), Christoph Weimer (Schankknecht Harri), Annika Schuster (Kellnerin Hedi), Rupert Greiner (Leiche mit roten Gummistiefeln), Madlen Bobinger (Ludmilla Ludermann), Michael Maier (Dorfgrattler „Buckl“), Jasmin Greiner (Pfarrköchin „Mucki“) sowie Silvia Heininger (Mesnerin „Mausi“).
Foto: Peter Voh

Die Gaudibühne Uttenhofen sorgt bei der Premiere ihres neuesten Stücks für einen Abend der Lachanfälle. Wann noch gespielt wird und wo es Karten gibt.

Mit großem Erfolg ist die Gaudibühne in die diesjährige Spielzeit gestartet. Unter den Augen lokalpolitischer Prominenz haben die Laienspieler aus Uttenhofen einen beachtenswerten Auftakt hingelegt. War doch wegen Erkrankung einer Hauptdarstellerin gleich die Premiere infrage gestellt. Doch es hat geklappt, und wie! „Mucks, Mäusle, Mord“ ist der Titel dieses ländlichen Schwanks in drei Akten, und allein der lässt schon einen Kriminalfall vermuten.

Und es begann gleich kriminell – Resi Mausleitner, genannt Mausi (Silvia Heininger), Mesnerin und Kleinbäuerin, und Dorfpfarrersköchin Agathe Muckmoser (Jasmin Geiner), Mucki genannt, waren, wie schon öfters in den letzten Wochen, wieder einmal im Vorratskeller der Dorfwirtschaft Roter Rabe und bedienten sich der Vorräte, sie klauten! Sie werden aber ständig gestört bei der Ausübung ihrer frevelhaften Taten. Ob der Wirt Quirin Zapfner selber (Peter Greiner), dessen Schwester Kuni, die Hausköchin (Gabi Greiner) oder Schankknecht Harri Brauer, der „Fassl“ (Christoph Weimer), hatten dort stets zu tun. Wenn auch teils aus unerfindlichen Gründen, so wie der Dorfgrattler „Buckl“ (Spielleiter Michael Maier), der sich hin und wieder ein Bierchen dort mitnimmt.

In Gummistiefeln die Kellnerin angemacht

Auch die neue Kellnerin Hedi Trinkwalder (Annika Schuster) war im Vorratskeller und kam dort, nachdem sie erst seit drei Wochen im „Roten Raben“ arbeitet, dem stattlichen Schankknecht Harri etwas näher. Dabei hat sie die Neugierde an die Nebentür geführt, aber Harri verwehrt ihr den Zutritt, denn dort, wo Wurst, Fleisch, Schaumwein und anderes Kühlenswertes gelagert sind, haben nur Wirt und Köchin Zutritt. Als Quirin im Keller auftaucht, glaubt er schon, die Diebe auf frischer Tat ertappt zu haben. Die waren aber unschuldig und als Harri den Keller verlässt, versucht der Wirt, der neuen schneidigen Bedienung mit seinem vermeintlichen Charme näher zu kommen. Die weist ihn ab, hat sie doch aus gleichem Grund schon ihren vorigen Arbeitgeber verlassen. Quirin will dann von Hedi wissen, was es da mit dem letzten Gast am Abend vorher auf sich hatte. Der, der mit gelbem Jackett, schwarzer Melone und roten Gummistiefeln bis zum Schluss geblieben war – außer Buckl, der neben seinem Bier eingeschlafen war – und dann versucht hat, mit Hedi anzubandeln. Der Dorfgrattler wurde wach und wusste dies zu verhindern. Dann kam noch Ludmilla Ludermann (Madlen Bobinger) in den Keller, und jetzt nimmt die Geschichte so richtig an Fahrt auf.

Als die beiden Diebinnen Mausi und Mucki nächsten Morgen wieder im Keller sind, und sich mit Sachen aus dem Vorratsraum eindecken wollen, öffnen sie dessen Tür – und erschrecken zu Tode, hängt da doch eine Leiche. Die Verwicklungen dann, die sich im Keller als übrigens einzigem Bühnenbild abspielen, führen bei den Besuchern im Pfarrsaal ein ums andere Mal zu Lachtiraden.

Tolle Schauspielleistungen der Uttenhofer

Kommen doch zu einem pfiffigen Text Schauspielerleistungen der Uttenhofer hinzu, die bemerkenswert sind. Kaum zu glauben, dass es sich hier um eine Laienschar handelt, die mit einem lustigen Stück eigentlich nur Freude versprühen will. Wenngleich die Gaudibühne schon seit annähernd drei Jahrzehnten besteht, kommen im Lauf der Jahre immer wieder neue Kräfte hinzu (diesmal Jasmin Greiner und Annika Schuster). Auch die begeistern das Publikum mit Textsicherheit, Mimik und Gestik. „Mucks, Mäusle, Mord“ wird von knapp zwei Handvoll Mimen gespielt, es gibt keine Hauptrolle, ein jeder ist für sich ein Hauptdarsteller und geht in seiner Rolle auf.

Das kann man weiterhin live im Pfarrsaal in Ziemetshausen erleben: am Freitag/Samstag 31. Januar/1. Februar sowie Freitag/Samstag 7./8. Februar jeweils um 20 Uhr und am Sonntag 2. Februar, um 14 Uhr. Für alle Termine gibt es noch Restkarten, telefonisch bitte unter 08284/9982324 von 19 - 21 Uhr anfragen.

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