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Nattenhausen

02.06.2019

Musik im Zeichen der Verständigung in Nattenhausen

Bezirksdirigent Patrick Scheel dirigierte beim gemeinsamen Finale der Jungmusiker aus drei Nationen das Stück „Freude schöner Götterfunken“.
Bild: Alois Thoma

Welchen besonderen Akzent Jungmusiker aus drei Nationen in Nattenhausen setzen.

Während es bei vielen Politikern hinsichtlich Völkerverständigung meist bei großen und letztlich doch leeren Worten bleibt, demonstrierten am Samstagnachmittag Jungmusiker aus drei Nationen eindrucksvoll, wie Völkerverständigung funktioniert und gelebt wird. Beim 1. Internationalen Jugendkapellentreffen im Rahmen des Bezirksmusikfestes in Nattenhausen, hatte das Bezirksjugendorchester des Bezirkes 11 die Jugendblasorchester aus Lobenz (Polen) und Herceg (Montenegro) zu Gast. Es wurde schnell deutlich, wie Recht doch Bezirksvorsitzender Franz Alstetter hatte mit seiner Behauptung bei der Begrüßung: „Völkerverständigung gelingt am besten auf der Grundlage der Blasmusik“.

Mit im Boot war auch die Jugendkapelle Tafertshofen-Ebershausen-Nattenhausen, die im Festzelt ebenso Kostproben ihres Könnens gab wie anschließend das Bezirksjugendorchester und das kombinierte Orchester aus Polen und Montenegro unter der Leitung von Dariusz Ledzion. „Wir freuen uns immer, wenn wir gemeinsame Projekte mit Bayern haben“, sagte er und freute sich auf ein Wiedersehen im Sommer in Polen.

Motor der Musikfreundschaft ist Bezirksdirigent Patrick Scheel. Er hat vor drei Jahren die Verbindungen aufgenommen und stellte am Samstag fest, dass die Jugend uns allen immer wieder zeige, wie Musik den Menschen, egal welcher Nationalität Spaß mache. Scheel: „Das lässt auf ein friedliches Europa hoffen.“ Der letzte Tag des Bezirksmusikfestes wurde gestern mit einer feierlichen Messe im Zelt, umrahmt von der Musikkapelle Breitenthal, eröffnet. Hier zog Dekan Bucher in seiner Predigt den Vergleich zwischen den Musikkapellen und den Pfarreiengemeinschaften. Nur wenn der Dirigent den Einsatz und den Takt vorgebe, komme Wohlklang heraus.

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Christus muss der Dirigent sein

Bei der Kirche sei der Dirigent nicht der Papst, nicht der Bischof und auch nicht der Pfarrer, sondern der Dirigent müsse stets Christus sein. Wichtig sei, dass alle das gleiche Stück spielen. In der Musikkapelle sei dies jedem klar, in den verschiedenen Kirchen oft nicht. Und das besagte Stück könne nur heißen „Ehre sei Gott in der Höhe!“ Dekan Bucher sagte dem Jubiläumsverein ein herzliches Vergelt’sgott für die stets selbstverständliche Mitgestaltung der verschiedenen kirchlichen Feste.

Weitere Informationen zu den Höhepunkten beim Bezirksmusikfest in Nattenhausen finden Sie hier:

Wie in Nattenhausen „Musik gelebt wird“

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