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Kreisliga West

17.11.2019

Nach Spiel in Ellzee: Zuschauer wirft Schiri Ball an den Kopf

Philipp Miller (links) glänzte gegen den FC Grün-Weiß Ichenhausen um Fernando Hammerschmidt mit einem Dreierpack. Am Ende siegte der SVM mit 5:2.
Bild: Ernst Mayer

In Ellzee kommt es nach Abpfiff zu einem unschönen Zwischenfall. Jettingen und Mindelzell feiern Kantersiege, Ziemetshausen knackt die Mauer von Neumünster.

Stark ersatzgeschwächt trat die SpVgg Ellzee gegen den FC Lauingen an. Trotzdem hätte man sich diese Niederlage schenken können. Lange Zeit passierte nichts und die Partie verlief äußerst fair. In der Schlussviertelstunde sah dann der Lauinger Fabian Kraus nach einem rüden Foul an Norbert Pop zurecht glatt rot. Mit der Überzahl wusste Ellzee jedoch nichts anzufangen. Schlimmer noch: Janik Schreitmüller erzielte kurz vor Schluss den Siegtreffer für Lauingen. Der negative Höhepunkt passierte nach dem Abpfiff.

Als Referee Maik Kaack das Spielfeld verlassen wollte, warf ihm ein Zuschauer einen Ball an den Kopf. Die Vereinsverantwortlichen der SpVgg zeigten sich entsetzt vom Verhalten des Zuschauers und machten gegenüber dem Schiedsrichter, der wohl Strafanzeige stellen wird, entsprechende Angaben.

SpVgg Wiesenbach - VfL Großkötz

Es war ein dem nasskalten Novemberwetter angepasstes, eher durchschnittliches Kreisligaspiel, das die rund 200 Zuschauer am Wiesenbacher Schwarzbach geboten bekamen. Am Ende stand ein mehr als verdienter 3:1-Erfolg der Hausherren gegen lange Zeit chancenlose Gäste aus Großkötz.

Nach Spiel in Ellzee: Zuschauer wirft Schiri Ball an den Kopf

Schon vor dem Spiel wurde bei einem Blick auf die jeweiligen Kader klar, wer in dieser Partie der Favorit sein würde. Gästecoach Gerd Wiedemann trat praktisch mit dem letzten Aufgebot an, er hatte sogar selbst sicherheitshalber die Fußballstiefel geschnürt. Der Kader des Tabellendritten dagegen gut gefüllt.

Und entsprechend startete die Partie auch. Noch keine Minute war gespielt, da brannte es vor dem Tor der Gäste schon lichterloh. Diesen ersten Ansturm konnte Kötz noch abwehren, doch weitere 60 Sekunden später gab es die nächste dicke Möglichkeit für die Hausherren. Und diesmal war der aufgerückte Andreas Schnatterer zur Stelle und drückte die Kugel über die Torlinie (2.). Und Wiesenbach machte weiter mächtig Druck. Mit variablem Spiel und enormer Laufbereitschaft zwang man Großkötz total in die Defensive. Ob über die rechte Seite mit Michael Kircher und Julian Schuch oder über links oder zentral mit Daniel Steck und Steffen Brennig, Wiesenbach brachte die Gästedefensive von einer Verlegenheit in die nächste. Folgerichtig das 2:0 für die SpVgg nach zwölf Minuten durch Daniel Steck.

Brennig wechselt im Winter zur SpVgg Krumbach

Steffen Brennig, der in der Winterpause zur SpVgg Krumbach wechselt und nun sein letztes Heimspiel bestritt, scheiterte nach einer Viertelstunde an Gästekeeper Justin Sander. Kurz darauf tanzte Brennig drei Gegenspieler im Strafraum aus, seine Hereingabe fand aber keinen Abnehmer. Danach schalteten die Hausherren einen Gang zurück und so kam auch Kötz zu einigen Halbchancen. Doch Patrick Stuhler (25.) und Benjamin Neudert (35.) scheiterten deutlich. Mehr war auf Kötzer Seite in Halbzeit eins nicht drin, denn die SpVgg-Abwehr wurde von Andras Schnatterer und Pierre Lohr souverän dirigiert.

Steffen Brennig in seinem letzten Heimspiel für die SpVgg Wiesenbach.
Bild: Ernst Mayer

Nach dem Wechsel plätscherte die Partie dann lange Zeit vor sich hin. Wiesenbach schaffte es nicht mehr, so viel Druck wie noch in Halbzeit eins aufzubauen. Dazu gesellten sich einige Ungenauigkeiten speziell beim letzten Pass. Trotzdem blieben die Hausherren die klar überlegene Mannschaft. Goßkötz, das muss man dem Tabellenvorletzten klar bescheinigen, versuchte, besser ins Spiel zu kommen. Doch meist war noch deutlich vor dem Strafraum Schluss.

Großkötz kommt überraschend wieder ran

Nach knapp einer Stunde erspielten sich die Gäste eine Serie von drei Eckstößen in Folge. Schon die beiden ersten, jeweils von der linken Seite getreten, sorgten für Unruhe in der Wiesenbacher Abwehr. Und als die dritte Ecke, diesmal von rechts getreten, über Freund und Feind hinwegsegelte, war Simon Itzelberger mit dem Kopf zur Stelle, und schaffte – für viele überraschend – den Anschlusstreffer. Kurz darauf wäre fast der Ausgleich fällig gewesen, doch Benedikt Schwuchow zielte zu hoch.

Nun schlug Wiesenbach zurück. Die Truppe von Spielertrainer Thomas Gornig zog die Zügel wieder deutlich an und Kötz hatte nun Mühe, über die Mittellinie zu kommen. Nach 72 Minuten hätte Daniel Steck mit einem schönen Kopfball nach einer Ecke schon für die endgültige Entscheidung sorgen können. Doch der Ball strich über die Querlatte. Kurz vor Schluss war es dann doch so weit. Die schönste Kombination der Partie, ausgehend von der linken Außenbahn mit einer schönen Hereingabe über die Köpfe der VfL-Abwehr hinweg, wurde nochmals quer in den Strafraum zurückgelegt und Daniel Steck mit seinem zehnten Saisontreffer sorgte für die Entscheidung.

Türk GB Günzburg - SSV Glött 2:0 (1:0)

Mit einem 2:0-Sieg verabschiedete sich der Aufsteiger im Günzburger Auwaldstadion von seinen Anhängern – zumindest, was die Heimspiele anbelangt – Richtung Winterpause. Die Kreisstädter waren das dominante Team und kamen durch Günes Yilmaz nach einer halben Stunde zum verdienten 1:0. Danach reihte sich Chance an Chance, die allesamt vergeben wurden. Die SSV lieferte eine ganz schwache Leistung ab. Trotzdem dauerte es bis zur 80. Minute und bedurfte eines verwandelten Elfmeters durch Erkan Demirci, um die drei Punkte endgültig zu sichern.

VfR Jettingen - SG Reisensburg-Leinheim 5:2 (3:1)

Einen in dieser Höhe auch verdienten Erfolg feierte der VfR Jettingen vor 100 Zuschauern bei nasskaltem Novemberwetter. Mann des Tages dabei war Tim Paulheim, der vier Treffer erzielte. Bereits nach elf Minuten lagen die Hausherren durch einen Treffer von eben jenem Tim Paulheim mit 1:0 vorn. Keine zehn Minuten später folgte Paulheims zweiter Treffer zum 2:0 (19.). Der VfR agierte aggressiv und ließ zunächst keine gefährlichen Gästeaktionen zu. Lukas Mayer stellte kurz vor der Pause gar noch auf 3:0 (43.). Doch mit dem 3:1 noch vor der Pause durch Leopold Munk keimte bei den Gästen wieder Hoffnung auf. Diese verstärkte sich noch, als direkt nach Wiederanpfiff Patrick Hartmann den Anschlusstreffer erzielte (49.). Nun zogen die Gastgeber aber nochmals richtig an. Es dauerte bis zur 68. Minute, ehe wieder Paulheim das erlösende 4:2 markierte. Und in der Nachspielzeit krönte Paulheim dann mit seinem vierten Treffer seine überragende Leistung.

SV Mindelzell - FC Grün-Weiß Ichenhausen 5:2 (2:1)

Ein stark ersatzgeschwächter Gast aus Ichenhausen hatte gegen überlegene Hausherren an diesem Sonntag keine Chance. Zwar gingen die Grün-Weißen nach 19 Minuten mit 1:0 durch Marc Sirch in Front. Kurz darauf sah allerdings der Ichenhauser Torhüter Hasib Peco nach einer Notbremse außerhalb des Strafraums glatt rot. In der 30. Minute dann der Ausgleich durch Philipp Miller. Psychologisch günstig die Zeller Führung durch erneut Miller zwei Minuten vor der Pause. Und mit seinem dritten Treffer stellte Miller nach 55 Minuten auf 3:1. Grün-Weiß kam durch Marc Sirch nochmals heran (60.), doch Samuel Becker (70.) und David Berger (80.) sorgten für die Entscheidung.

TSV Ziemetshausen - SSV Neumünster-Unterschöneberg 3:1 (1:0)

Einen viel zu niedrig ausgefallenen Sieg gab es für den Spitzenreiter aus Ziemetshausen gegen das abgeschlagene Schlusslicht aus dem Landkreis Augsburg. Vier Pfostenschüsse und ein mehr als deutliches Chancenplus zeugen davon. Doch der SSV stand tief, verteidigte mit Mann und Maus, und so dauerte es bis zur 41. Minute, ehe Norbert Maier das 1:0 erzielte. Völlig überraschend und praktisch mit der einzigen Möglichkeit des ganzen Spiels schaffte Neumünster den Ausgleich (53.) durch Jürgen Litzel. Der TSV legte sich nun nochmals ins Zeug und Maier erlöste auf Zuspiel von Colin Fendt den TSV (68.). Kurz vor Schluss machte Thomas Pietsch, wiederum auf Vorarbeit von Fendt, das finale 3:1.


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