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Breitenthal

03.05.2018

Natur und Freizeit sollen im Gleichklang sein

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Der Weiher im Süden des Oberrieder Weihers soll naturbelassen bleiben. Im Bildhintergrund die Kirche von Tafertshofen.
Bild: Peter Bauer

Am zweiten Weiher im Süden soll die Tier- und Pflanzenwelt Vorrang haben. Der Freizeitbetrieb wird auf den „klassischen Weiher“ konzentriert.

 Das waren ganz andere Zeiten, vor einem Jahr. Viele sprachen 2017 von „Kühlschrank-Mai“. Entsprechend niedrig lag auch die Wassertemperatur im Oberrieder Weiher – bei zehn Grad. Das sieht heuer ganz anders aus. Es war ein April, so warm wie lange nicht. Und im Weiher hat die Temperatur stellenweise wohl schon etwa 16 bis 18 Grad erreicht, die ersten Schwimmer waren bereits im Wasser. Am Weiher laufen die Vorbereitungen auf die neue Badesaison. Neues gibt es aber vor allem über den zweiten Weiher im Südwesten des Oberrieder Weihers zu berichten. Die Gemeinde Breitenthal hat in diesem Bereich inzwischen den Grund erworben. Anders als der „klassische“ Oberrieder Weiher soll der „Oberrieder Weiher 2“, wie ihn Breitenthals Bürgermeisterin Gabriele Wohlhöfler nennt, „der Natur überlassen bleiben“. Für Vögel wurde im Bereich des Sees bereits ein Plateau eingerichtet, der Freizeitbetrieb soll auf den „Oberrieder Weiher 1“ konzentriert bleiben. Auch in der neuen Saison soll es dort im Bereich der Seebühne wieder etliche musikalische Auftritte geben. Unter anderem plant der Musikverein Breitenthal ein Konzert. Bei schönen Wetter kommen hier bis zu 350 Besucher.

Die Infrastruktur rund um den Weiher wurde in den zurückliegenden Jahren umfassend erneuert. Unter anderem wurde am Ufer eine Bühne eingerichtet, ein neuer Rundweg, ein Kneippbecken, ein Fußfühlpfad und ein Aussichtshügel wurden angelegt.

Der Ausbau der Infrastruktur sei, so Bürgermeisterin Gabriele Wohlhöfler, inzwischen abgeschlossen. Der Radweg von der Staatsstraße 2018 (zwischen Nattenhausen und Breitenthal) war im Juli 2015 offiziell seiner Bestimmung übergeben worden.

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Der Oberrieder Weiher ist in den 1960er-Jahren durch Kiesabbau entstanden. Rasch entwickelte sich das Gewässer zu einem beliebten Badeweiher. Seit einiger Zeit befindet sich der Badestrand im Eigentum des Landkreises Günzburg. Vor einigen Jahren wurde am Weiher auch ein Campingplatz eingerichtet.

2003 war zur Entwicklung des Weihers die Breitenthaler Freizeit GmbH gegründet worden. In diese Gesellschaft brachten sich die Gemeinde Breitenthal und das Alpine Hartschotterwerk Leinfelden-Echterdingen zu gleichen Teilen ein. Hier deutet sich die starke Verbindung ins benachbarte Bundesland an. Aus Baden-Württemberg kommen immer wieder viele Gäste an den Oberrieder Weiher.

Bei der Freizeit GmbH gibt es nun eine bedeutende Neuerung. Die Gemeinde Breitenthal hat die Anteile des Hartschotterwerks komplett übernommen und kann daher die Entwicklung des „Oberrieder Weihers 2“ in Eigenregie vorantreiben. Lediglich auf der Südseite gibt es, so Bürgermeisterin Wohlhöfler, noch in einem begrenzten Bereich Kiesabbau durch die Firma Motz. An den Weihern unterwegs sind auch Mitglieder des Fischereivereins Unterelchingen. Dies und die Fahrerlaubnis für die Fischer basiere auf einer Pachtvereinbarung mit der Gemeinde.

Der „Oberrieder Weiher 2“ soll, so betont die Bürgermeisterin, dauerhaft naturbelassen bleiben. Wiederholt hat sie erklärt, dass dies auch mit Blick auf die Sicherheit ratsam sei. Denn am „klassischen“ Oberrieder Weiher sei auch die Wasserwacht präsent.

Mit lästigen Unterwasserpflanzen, die das Schwimmen, Segeln und Surfen beeinträchtigen, werde es im Oberrieder Weiher wohl auf absehbare Zeit keine Probleme geben. 2015/16 war der massive Wuchs von Unterwasserpflanzen beseitigt worden.

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