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Neuburg

11.03.2019

Neuburgs Funkmast sendet noch immer nicht

Dominant steht seit Wochen der neue Mobilfunksendemast auf Langenhaslacher Flur zwischen Neuburg und Edelstetten. Allerdings ist er noch nicht in Betrieb. Die Deutsche Telekom hüllt sich in Schweigen.
Bild: Dieter Jehle

Der Mobilfunksendemast gibt noch kein Signal von sich. Die Gemeinde ärgert sich über das Vorgehen der Telekom.

Warum ist der neue Funkmast zwischen Neuburg und Langenhaslach noch nicht in Betrieb? Im Neuburger Rathaus ist der Ärger über die Deutsche Telekom groß. Diese hüllt sich in Schweigen. Nachfragen von der Gemeindeverwaltung bleiben unbeantwortet. Auch unsere Zeitung hat am vergangenen Freitag den zuständigen Pressebeauftragten bei der Telekom in München nicht erreicht und keinen Rückruf erhalten.

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Kämmerer Markus Dopfer im Neuburger Rathaus ist sichtlich „verschnupft“. Das Vorgehen der Deutschen Telekom treibt ihm „Zornesröte“ ins Gesicht. Dabei sah es Ende letzten Jahres nach einem positiven Ende aus. „Der Mobilfunksendemast wird in der 50. Kalenderwoche, also noch vor Weihnachten, in Betrieb gehen“, verkündete Bürgermeister Rainer Schlögl bei der Bürgerversammlung. Er berief sich dabei auf eine Aussage der Telekom.

Im Januar 2016 begann das leidige Thema. Die Deutsche Telekom war laut Kämmerer Markus Dopfer auf der „dringenden Suche“ nach einem neue Mobilfunkstandort. Mit der Standortsuche wurde die Deutsche Funkturm GmbH, welche zur Deutschen Telekom Gruppe gehört, beauftragt. Bis zu diesem Zeitpunkt war der Mobilfunkmast auf dem Neuburger Schloss installiert. Dieser wurde im Februar 2017 abgeschaltet, da sich Schlossbesitzer Peter Baumann und die Deutsche Telekom über eine Vertragsverlängerung nicht einigen konnten. Es hieß aber auch, dass der Standort auf dem Schloss Neuburg nicht mehr dem neuesten Stand für LTE-Frequenzen entspreche. Der neue Funkmast werde dann sogenannte LTE-Frequenzen senden. LTE steht für „Long Term Evolution“ und soll beim Download hohe Datenraten ermöglichen. Die neue Technik soll das bisherige „D1-Netz“ von Telekom ablösen.

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Der Funkmast bei Neuburg sollte schon längst funktionieren

Ein geeigneter Standort an den Krautgärten zwischen Neuburg und Langenhaslach scheiterte am Widerstand einiger Langenhaslacher Bürger. Doch noch im Herbst 2016 konnte ein neuer Standort zwischen Neuburg und Edelstetten auf Langenhaslacher Flur gefunden werden. Ein entsprechender Mietvertrag wurde noch im Oktober 2016 abgeschlossen. Der im Februar 2017 eingerechte Bauantrag für den neuen Mobilfunksendemast wurde umgehend durch den Neuburger Marktrat bewilligt. Dieser wurde sechs Monate später auch durch das Landratsamt genehmigt. Nachdem die Anlage auf dem Neuburger Schloss im Februar 2017 abgeschal-tet wurde, entstanden massive Störungen im D1-Netz und Netzausfälle sorgten für heftige Kritik in Neuburg. Eine Übergangslösung für den fehlenden Funkturmmast wurde auf dem Gebäude der Telekom-Vermittlungsstelle in der Gartenstraße in Neuburg geschaffen. Laut Dopfer plante die Telekom, mit dem neuen Mobilfunksendemast im Mai 2018 in Betrieb zu gehen. Erst im Frühjahr 2018 begannen die Bauarbeiten.

Laut Telekom gab es für den verzögerten Baubeginn mehrere Gründe. Es seien keine Bautrupps auf dem Markt verfügbar, zudem gab es Verzögerungen bei der Techniklieferungen. Kurz nach der Bürgerversammlung in November 2018 erhielt der Markt Neuburg die Nachricht, dass beim Funkmast gelagerte Bauteile gestohlen und teilweise zerstört wurden. „Danach riss die Informationskette“, sagt Dopfer. Auch blieb die Telekom bis heute eine Antwort schuldig, ob der neue Funkmast eine Glasfaseranbindung erhielt oder ob er künftig über eine Richtfunkanbindung betrieben werde. Hilfe erhofft sich der Markt Neuburg vom Bundestagsabgeordneten Georg Nüßlein. Dieser wurde eingeschaltet. Vor allem die Bürger aus Edelstetten warten nun sehnlichst auf eine Inbetriebnahme des Sendemasts.

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