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16.10.2008

Neuer Glanz für die "Perle des Mindeltals"

Thannhausen - Die Stadt braucht ein eigenes Profil, mit dem sich die Bürger identifizieren können und das sich nach außen vermarkten lässt. Das wurde in der ersten Diskussion des Bürgerdialogs im Hotel Sonnenhof deutlich. Doch was wäre ein Alleinstellungsmerkmal für die "Perle des Mindeltals"?

Stadtrat Peter Schoblocher ( Freie Wähler) erinnerte an seine frühere Idee von der "Stadt der Lebensmittel": In keiner anderen Stadt dieser Größenordnung gebe es so viele Lebensmittelerzeuger auf einem Fleck: Fleisch, Mehl, Bier und Eier kommen aus Thannhausen, warum also kein Direktverkauf in der Innenstadt? Denselben Vorstoß hatte Schoblocher schon vor sechs Jahren unternommen, als es ebenfalls um Stadtmarketing ging. Aus dem Priester und Autor Christoph von Schmid Profit schlagen wollte Nils Goltermann. Zu den noch heute bekannten Werken von Schmids gehört - neben anderen Kirchenliedern - das in aller Welt bekannte Weihnachtslied "Ihr Kinderlein kommet".

Christoph von Schmid vermarkten

Goltermann rief Touristen-Hochburgen wie Salzburg und Rothenburg ob der Tauber ins Gedächtnis. "Was hindert uns daran, von Schmid zum Mittelpunkt zu machen?"

Neuer Glanz für die "Perle des Mindeltals"

An die früheren Heilbrunnen, die auch ein Kapitel der Stadtgeschichte darstellen, erinnerte Johann Rettenmeier. Auch die Blumenpracht im Sommer und die herrliche Landschaft des eiszeitlich geprägten Mindeltals wurden angesprochen. Was ohne ein eigenes Profil in Zukunft mit der Innenstadt passieren kann, malte Helmut Wiedemann vom Wirtschaftskreis aus. Ohne "Magnete" - damit meinte er auch Geschäfte mit Anziehungskraft - werde sich in fünf Jahren die Diskussion um den Rathaus-Standort erübrigen. Und in zehn Jahren sei dann genug Platz in der Bahnhofsstraße, weil das Geschäftsleben ausgestorben ist.

Nils Goltermann pflichtete bei: Die Attraktivität müsse erhöht werden. "Der Köder muss dem Fisch gefallen und nicht dem Angler. Wir wollen möglichst viele Fische." Zweiter Bürgermeister Karl Thiel hielt dagegen: Die Gewerbetreibenden müssten selbst aktiv werden. "Dann kommen auch die Kunden."

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