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Thannhausen

17.09.2020

Neuer Pfarrer und neuer Kaplan für die neue Pfarreiengemeinschaft

Der Altar der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Thannhausen ist ein wichtiger Ort für den neuen leitenden Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Thannhausen-Ursberg. Großen Wert legt er auf die Nähe zu den Gläubigen.
Bild: Dr. Heinrich Lindenmayr

Plus Wie Pfarrer Florian Bach und Kaplan Malachi Anum Terfa die Arbeit in der neuen PG Thannhausen-Ursberg aufnehmen und was ihnen wichtig ist.

Frisch und forsch, beseelt von jugendlichem Elan, hoch motiviert und offen für alle Belange der Gläubigen in der zum 1. September neu formierten Pfarreiengemeinschaft Thannhausen-Ursberg. So präsentierte sich der neue Pfarrer Florian Bach bei seinem ersten Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche Thannhausen. Seine feierliche Amtseinführung ist coronabedingt verschoben. Dadurch konnte sich der neue Pfarrer ganz ungezwungen vorstellen.

Bild: Archiv

Wie viel Kraft und Freude die Feier der Eucharistie schenke, bei der Jesus mitten in der Versammlung sei, das habe ihm das Verbot öffentlicher Gottesdienste und die erzwungene Isolation der Lockdown-Wochen in besonderer Weise bewusst gemacht, erklärte Pfarrer Florian Bach in der Predigt. Konsequenterweise will der leitende Geistliche das Angebot an Gottesdiensten in Thannhausen, Burg, Ursberg, Balzhausen und Mindelzell möglichst im bisherigen Umfang erhalten. Ihm zur Seite stehen Kaplan Malachi Anum Terfa sowie die Ruhestandsgeistlichen Prälat Ludwig Gschwind und Geistlicher Rat Karl Borromäus Thoma.

Florian Bach versteht sich vor allem als Seelsorger

So wichtig die Arbeit am Altar und auch die in der Verwaltung sei, Pfarrer Bach versteht seinen Beruf vor allem als Seelsorger, der ein offenes Herz für die Sorgen, Nöte und Freuden seiner ihm anvertrauten Gläubigen hat. Dass die persönliche Zuwendung in einer großen Pfarreiengemeinschaft nicht einfach sein werde, darüber ist sich der Geistliche im Klaren. Die Größe der Pfarreiengemeinschaft berge aber auch viel Positives, meinte er im Gespräch mit unserer Zeitung.

Vielfalt des Katholizismus aus fünf Pfarreien vereint

Fünf Pfarreien unter einem Dach, da könne man die Vielfalt und Weite des Katholizismus erleben und da böten sich Chancen, zusammenzuwachsen und gegenseitig voneinander zu lernen. Große Bereitschaft, mit ihm zusammenzuarbeiten, und ein starkes Potenzial an positiven Erwartungen habe er in den ersten Tagen seit seinem Amtsantritt an allen fünf Orten der Pfarreiengemeinschaft erfahren, betont Florina Bach mehrfach im Gespräch. Er wolle sich Zeit nehmen für den Neuanfang, erst einmal die Menschen, die Gegebenheiten vor Ort und die Strukturen kennenlernen. Er sei nicht mit fertigen Zielvorstellungen in Thannhausen angekommen, sondern wolle gemeinsam mit den Mitarbeitern und Gläubigen neue Akzente entwickeln und umsetzen. Ein wichtiges Anliegen von Florian Bach ist die religiöse Erziehung in der Schule. Er selbst wird drei Stunden in Balzhausen unterrichten, der Kaplan unterrichtet in Ursberg, die Gemeindereferentin Martina Pawlitschko-Lidl in Thannhausen.

Momentan ist der neue Pfarrer vorübergehend in St. Salvator in Ursberg untergebracht und lebt, wie er sagt, noch aus den Umzugskisten. Um alle Mitarbeiter künftig unter einem Dach zu haben und kurze Dienstwege zu ermöglichen, wird das Pfarrhaus in Thannhausen zum Hauptbüro der Pfarreiengemeinschaft umgebaut. Im Zuge des Umbaus wird auch eine neue Wohnung für den Pfarrer dort eingerichtet.

So viele Gottesdienstbesucher in Thannhausen

Begeistert von der Menge der Besucher des Sonntagsgottesdienstes in Thannhausen zeigte sich Kaplan Malachi Anum Terfa. An seiner bisherigen Wirkungsstätte St. Afra und Ulrich in Augsburg habe er stets den Eindruck gehabt, in einem fast leeren Gotteshaus zu zelebrieren. Der Kaplan erzählte von Stammesfehden in seiner Heimat Nigeria, um das Thema „Versöhnung“ zu vertiefen. Er sprach die Kirchenbesucher direkt an und suchte danach das Gespräch mit ihnen. Neuer Stil und Schwung sollen laut Pfarrer und Kaplan in die Pfarrei einziehen, die nach dem abrupten Abgang von Pfarrer Stefan Finkl über viele Monate hinweg ohne Pfarrer auskommen musste. Es sei schon ein besonderer Weinberg Gottes, den ihm die Diözese Augsburg anvertraut habe, meint Pfarrer Florian Bach. Er liege zwischen Ursberg und Maria Vesperbild. Er habe auch in den letzten Jahrzehnten noch überproportional viele geistliche Berufungen vorzuweisen. Er sei geprägt von der Tradition namhafter Geistlicher, die hier geboren wurden oder wirkten: der Theologe und Schriftsteller Joseph Bernhart, der bedeutendste Jugendschriftsteller des 19. Jahrhunderts Christoph von Schmid, Dominikus Ringeisen, der Komponist bedeutender Kirchenlieder Albert Höfer und Hyazinth Gaßner, der die Wieskirche bauen ließ.

Bild: Dr. Heinrich Lindenmayr

Zur Person Florian Bach: Pfarrer Florian Bach wurde 1986 in Füssen geboren und wuchs in Pfronten-Weißbach auf. Er studierte Theologie und Philosophie in Passau, Wien und Augsburg und wurde 2016 im Dom zu Augsburg zum Priester geweiht. 2014 - 2016 war er Diakon in Illertissen. 2016 - 2018 war er Kaplan in Bad Wörishofen. 2018 - 2020 war er Kaplan in Memmingen. Seit 1. September 2020 ist er leitender Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Thannhausen-Ursberg.

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