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Fußball-Kreisliga West

07.07.2020

Neuer Trainer: Markus Deibler will TSV Ziemetshausen zum Titel führen

Seine Episode beim Bayernligisten TSV Schwaben Augsburg war kurz und kummervoll – beim Kreisliga-Primus TSV Ziemetshausen möchte Markus Deibler (links) seine Trainer-Laufbahn wieder mit neuen Erfolgen bereichern. Der Bezirksliga-Aufstieg wäre ein schöner Anfang
Bild: Siegfried Kerpf

Plus Die heimischen Kreisliga-Vereine bereiten sich auf den zweiten Teil der Saison vor. Nicht nur Tabellenprimus TSV Ziemetshausen setzt auf einen neuen Trainer.

Der Corona-Virus hat den Sport und damit auch den regionalen Amateurfußball fest im Griff. Hatte man sich nach der Winterpause noch intensiv auf die Frühjahrsrunde vorbereitet, machte Covid 19 allen Ambitionen und Hoffnungen zunächst einmal brutal ein Ende. Auch heute weiß niemand genau, wann es weiter geht. Die Politik stellt einen Neustart für Anfang September in Aussicht; in Stein gemeißelt ist das aber nicht, zu viel kann bis dahin noch passieren. Dennoch bereiten sich die elf Fußball-Kreisligisten aus dem Landkreis Günzburg natürlich aktiv auf den Wiederbeginn vor. Einige starten mit neuen Trainern in den zweiten Teil der Saison.

Bei Tabellenprimus TSV Ziemetshausen hatte man sich bereits zu Weihnachten darauf verständigt, das Engagement von Trainer Christian Jaut zum Saisonende zu beenden – unabhängig von Aufstieg oder Nichtaufstieg in die Bezirksliga. Dann kam Corona und die aktuelle Saison wird erst im Frühjahr 2021 enden. Sofern nichts passiert. Deshalb sah sich Abteilungsleiter Georg Stötter zum Handeln veranlasst. Relativ schnell wurde er sich mit Markus Deibler einig, einem Kenner des Fußballs in unserer Region. Und da der Verein nicht zwei Trainer gleichzeitig beschäftigen konnte und wollte, wurde das Engagement von Jaut eben beendet.

Georg Stötter: "Deibler passt absolut zur Mannschaft"

Nun besitzt der TSV mit dem A-Lizenz-Inhaber Deibler nicht nur einen Trainer mit höherklassiger Erfahrung, sondern auch einen, „der absolut zur Mannschaft passt“. So jedenfalls die Aussage von Teammanager Georg Stötter.

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Bereits jetzt halten sich die Kicker des Spitzenreiters in Eigenregie fit und ab dem 20. Juli soll es unter dem neuen Coach offiziell losgehen. Alles natürlich auf Corona abgestimmt. Neu mit dabei sein werden dann Ömer Yilmaz, der von Türkiyemspor Krumbach kam und Alexander Vihl, der in der A-Jugend des Regionalligisten FV Illertissen seine fußballerische Lehrzeit sehr erfolgreich abschloss und nun dem TSV helfen soll, das erklärte Saisonziel „Aufstieg in die Bezirksliga“ zu packen.

Der VfL Großkötz hofft noch auf den Ligaerhalt

Einen neuen Coach gibt es auch beim Tabellenvorletzten VfL Großkötz. Jürgen Deinhard beerbt Gerd Wiedemann. Wie Deibler ist auch Deinhard kein Unbekannter in der Region, war er doch zuletzt beim FC Loppenhausen sowie davor beim SV Waldstetten als Übungsleiter tätig. Deinhard jedenfalls sieht die Aufgabe in Großkötz als Herausforderung an. „Die Mannschaft ist sicher vielfach unter Wert geschlagen worden“, sagte er bei einer ersten Analyse seines neuen Teams. „Die Mannschaft ist auf alle Fälle willig, jung und hat einiges an Potenzial, das wir versuchen werden, in den restlichen Spielen herauszuholen“, sieht Deinhard seine Aufgabe klar vorgezeichnet. Wer ihn so reden hört, spürt: Das Thema Abstieg ist für ihn noch nicht entschieden. Er hätte allerdings wohl auch kein Problem, mit diesem Team die sofortige Rückkehr in die Kreisliga in Angriff zu nehmen.

Coronabedingt ist natürlich auch in Großkötz an eine geregelte Vorbereitung nicht zu denken. Selbst das Vereinbaren von Vorbereitungsspielen macht noch keinen Sinn, sagen die Verantwortlichen.

Beim Tabellenfünften TSV Offingen ist Abteilungsleiter Manfred Schuster nicht unbedingt zufrieden mit dem Tabellenplatz und dem bisherigen Saisonverlauf. Man hatte sich am Mindelbogen doch etwas näher an den Aufstiegsplätzen gesehen. Um den Traum noch wahr werden zu lassen, geht man den umgekehrten Weg wie die Ziemetshauser oder Großkötzer. Statt sich gestandene Trainer als Übungsleiter auszusuchen, wollen die Verantwortlichen einem ganz jungen Mann eine Chance geben. Diesen fand Schuster in Sebastian Spreitzer, der bisher als Spielertrainer beim SV Reinhartshausen in der A-Klasse Augsburg Süd beschäftigt war. Spreitzer ist ein Vollblutfußballer, der für den TSV Affing in der Bezirksliga und für den TSV Landsberg und den TSV Schwabmünchen in der Landesliga gekickt hat. Momentan ist er dabei, seinen Trainer-B-Schein zu machen.

Der neue Coach will "150 Prozent geben"

Der neue Mann ist dankbar für die Chance, sich in Offingen zu bewähren. „Ich werde 150 Prozent geben“, sagt Spreitzer und fügt hinzu: „Die Chemie zwischen mir und Schuster hat vom ersten Gespräch an gestimmt und wir verfolgen ambitioniert die gleichen Ziele mit unserer Mannschaft.“

Seine Mannschaft kennenlernen kann er momentan nur eingeschränkt. Denn auch am Mindelbogen wird nur im kleinen Rahmen und unter Einhaltung der Corona-Vorschriften trainiert. Trotzdem hält Schuster die Augen weiter offen: Bis zum Wiederbeginn möchte er noch den einen oder anderen Neuzugang an die Mindel locken.

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