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Thannhausen

15.01.2020

Neuer großer Kfz-Abstellplatz in Thannhausen

Hier zweigt der Oberrohrer Weg von der Bürgermeister-Raab-Straße ab. Er soll die neue KFZ-Abstellfläche erschließen. Die Stadträte befürchten, dass die Kraftfahrzeuge hier entladen würden und eine Gefahrenquelle an der stark befahrenen Straße entstünde.
Bild: Dr. Heinrich Lindenmayr

Warum die Räte gegen das Be- und Entladen von Fahrzeugen auf der Straße sind.

Die bislang landwirtschaftlich genutzte Fläche zwischen der Spedition Kolbe und dem Oberrohrer Weg soll Abstellplatz für Fahrzeuge eines benachbarten Autohauses werden.

Es gehe nur um das Abstellen der Fahrzeuge, deren Aufbereitung und Kundenvorführung auf dem Betriebsgelände des Autohauses vorgenommen werden soll, erklärte Stadtbaumeister Stephan Martens-Weh bei der Vorstellung des Vorhabens im Stadtrat. Für die Erschließung des Areals genüge der asphaltierte Oberrohrer Weg.

Die Fläche ist als Gewerbefläche ausgewiesen

Im Stadtrat gab es durchaus kontroverse Positionen zu dem Vorhaben. Gerd Olbrich (SPD) meinte, die Fläche sei im Flächennutzungsplan als potenzielle Gewerbefläche ausgewiesen, weswegen er keine prinzipiellen Bedenken habe. Man müsse nur über einen Durchführungsvertrag regeln, dass der Stadt keine Kosten entstünden.

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Josef Brandner (Freie Wähler) stellte fest, die wirtschaftliche Entwicklung des Autohauses sei beachtlich und positiv für die Stadt. Die Dimension des Vorhabens lasse erkennen, dass mehrere LKW-Ladungen an Fahrzeugen ankämen. Da die Edelstetter wie auch die Bürgermeister-Raab-Straße stark frequentiert seien, müsse dafür gesorgt werden, dass die angelieferten Fahrzeuge nicht auf der Straße abgeladen würden.

Herbert Fischer (CSU) erklärte, es wäre besser, auf der Fläche einen Gewerbebetrieb anzusiedeln und dadurch Arbeitsplätze in Thannhausen zu schaffen. Auf keinen Fall sollte das Be- und Entladen der LKWs auf der Straße erfolgen. Dem schloss sich Werner Kößler (CSU) an, der betonte, dass für das Be- und Entladen von mehreren hundert Fahrzeugen am Tag eine Lösung auf dem Abstellplatz gefunden werden müsse.

Der Untergrund muss geeignet sein

Rudolf Haug (Die Grünen) wollte wissen, ob der Untergrund für einen KFZ-Abstellplatz geeignet sei. Bürgermeister Georg Schwarz sagte hierzu, dass der Untergrund selbstverständlich für diesen Zweck hergestellt würde. Die Erschließung, die Regelung für die Anlieferung und weitere Belange müssten über einen Durchführungsvertrag geregelt werden. Alle anfallenden Kosten wären vom Vorhabenträger zu übernehmen.

Im Unterschied zu anderen, vergleichbaren Maßnahmen, sei die Vorbereitung des Durchführungsvertrags schon sehr weit fortgeschritten. Sein Vorschlag, die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans „Kraftfahrzeugabstellplatz am Oberrohrer Weg“ zu beschließen und über die Details des Durchführungsvertrags in der nächsten Stadtratssitzung zu beraten, wurde bei drei Gegenstimmen angenommen.

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