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Mindelzell

21.11.2017

Neues Leben wird im Ortskern von Mindelzell aufblühen

Das Steinle-Haus in Mindelzell soll abgerissen werden und an dessen Stelle ein Neubau mit neun Wohnungen und einem Dorfladen errichtet werden.
Bild: Stefan Reinbold

Anstelle des Steinle-Hauses soll ein Neubau mit Wohnungen und einem Dorfladen errichtet werden. Gesucht werden Investoren.

Mitten im Dorfkern von Mindelzell soll etwas Neues entstehen. Auf dem Gelände des ehemaligen Steinle-Hauses, dort, wo die Raunauer Straße in die Ursberger Straße mündet, ist ein Haus mit insgesamt neun Wohnungen und einem Dorfladen geplant. Für Bürgermeister Peter Walburger geht damit ein „Herzenswunsch“ in Erfüllung. Schon lange hätten er und der Ursberger Gemeinderat ein derartiges Projekt ins Auge gefasst.

Als die Gemeinde vor einiger Zeit das Grundstück kaufen konnte, war man diesem Ziel einen entscheidenden Schritt näher gekommen. Das bestehende Gebäude wird abgerissen und ein durchgehend barrierefreier Neubau an dessen Stelle errichtet. Die neun Wohnungen sind unterschiedlich groß, mit Flächen beginnend bei circa 60 Quadratmeter bis etwa 101 Quadratmeter. Ein Aufzug wird das Erdgeschoss mit dem ersten und zweiten Obergeschoss verbinden. Neben offenen Stellplätzen für die Fahrzeuge der Bewohner gibt es auch überdachte Parkplätze. „Wir wollten in Mindelzell Wohnraum schaffen, damit ältere Bürger, die vielleicht nicht mehr ein ganzes Haus brauchen, nicht wegziehen müssen. Und wir wollen auch Jüngere am Ort halten“, beschreibt Walburger die Motivation der Gemeinde.

Dorfladen bietet wieder eine Gelegenheit zum Austausch

Allerdings wird nicht die Gemeinde Ursberg als Bauherr auftreten. Umgesetzt wird das Projekt von einem lokalen Bauträger, der es im Rahmen eines offiziellen Informationstermins am kommenden Donnerstag, um 19.30 Uhr im Gasthaus „Zum Kreuz“ in Mindelzell, detailliert vorstellen wird. Dabei könnte auch der finanzielle Rahmen gesteckt werden, innerhalb dem sich das Projekt bewegt. „Wir brauchen jetzt Investoren, die die Wohnungen kaufen“, sagt Walburger. Dabei hat Walburger nicht zwingend große Investoren oder Banken im Blick. Man könne hier durchaus auch als private Geldanlage investieren.

Der Bürgermeister ist von dem Vorhaben jedenfalls begeistert. „Ich finde das ein ganz tolles Projekt.“ Besonders freut ihn, dass mit dem Dorfladen nicht nur wieder eine Einkaufsmöglichkeit in Mindelzell geschaffen wird, sondern auch eine Art sozialer Treffpunkt entsteht, eine Gelegenheit zum Austausch. Geklärt werden muss dabei allerdings noch, wer den mit rund 100 Quadratmeter Verkaufsfläche nicht ganz kleinen Dorfladen betreiben wird. Die Gemeinde könne das nicht leisten.

Er habe aber bereits eine Idee, wie das Konzept umgesetzt werden könne, sagt Walburger. Das sei allerdings noch nicht spruchreif. Regionalität sei aber sehr wichtig. Dabei stelle sich die Frage, wie die heimische Landwirtschaft integriert werden könne. „Gedanken machen wir uns dann, wenn das Projekt in die Gänge kommt“, stellt Walburger die konkrete Ausgestaltung noch etwas zurück. Zunächst gehe es darum, Interessenten und Käufer zu rekrutieren, damit die Finanzierung steht. „Wir haben die Hoffnung, dass das klappt“, sagt Walburger. „Wenn wir genügend Interessenten zusammenbringen, dann kann bereits nächstes Jahr gebaut werden“, steckt der Bürgermeister den weiteren Fahrplan ab.

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