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Ziemetshausen

26.11.2018

Neues über Marktplatz, Rathaus und Breitbandausbau

Die Bauarbeiten um den künftigen Ziemetshauser Marktplatz herum und dort selbst laufen auf Hochtouren. Die vorbeiführende Mühlstraße (links) ist nahezu fertig, der Schacht für den künftigen Brunnen auf dem Marktplatz (Mitte rechts) sitzt, die Platten können bald verlegt und dann der Pavillon errichtet werden. 
Bild: Peter Voh

Der Breitbandausbau in Ziemetshausen kommt erst in drei bis vier Jahren. Worüber Bürgermeister Anton Birle noch informierte.

Viele Bürger konnte Bürgermeister Anton Birle zur Bürgerversammlung im Festsaal der Taferne begrüßen. Erneut verlief der Abend ruhig und trug fast familiären Charakter. Das Gemeindeoberhaupt informierte zunächst über die anstehenden Baumaßnahmen in der Marktgemeinde.

Das schöne Sommerwetter begünstigte die bislang durchgeführten Arbeiten für den neuen Marktplatz. Von der zweiten Andockstation für die Bushaltestelle über die Kanalarbeiten in der Mühlstraße und den Vorarbeiten zum Marktplatz kommt man zügig voran. Die Pflasterung könne erfolgen, sobald das Material eingetroffen sei. Der rückwärtige Anbau zur Ausgestaltung der Barrierefreiheit im Rathaus steht mittlerweile, die neuen Treppenaufgänge sind gesetzt. Brandschutztüren müssen noch eingebaut werden. Im Anbau wird ein Aufzug eingebaut, der Menschen mit Behinderung dann bis in den zweiten Stock hinaufbringt. Erfreut kann Bürgermeister Birle berichten, dass das historische Mosaikpflaster im Erdgeschoss erhalten bleiben kann.

Der Breitbandausbau für ein schnelles Internet in den Peripheriegebieten wie in einigen Teilen der Kerngemeinde, in Uttenhofen, Teilen von Muttershofen und weiteren Ortsteilen lässt noch auf sich warten. Während die Finanzierung der Gesamtkosten von gut 342000 Euro stehe, kann mit Abschluss der Arbeiten nach Angaben der Deutschen Telekom voraussichtlich aber erst in 36 bis 48 Monaten gerechnet werden.

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Die Einwohnerzahl beträgt mit Ortsteilen aktuell 3191 Menschen, 200 mehr als noch vor acht Jahren. Nach Altersgruppen bilden die Einwohner von 19 bis 65 Jahren mit 1982 Personen die größte Gruppe, die 66-Jährigen und Älteren stehen mit knapp 500 zu Buche. Bis dato 15 Eheschließungen, 20 Geburten und 27 Sterbefälle vermeldet das Einwohnermeldeamt.

Der Schuldenstand von Ziemetshausen liegt unter einer Million Euro

Zum Haushalt mit knapp 11,3 Millionen Euro Gesamtvolumen konnte der Bürgermeister vermelden, dass mit 992317 Euro der Schuldenstand erstmals unter einer Million liegt. Pro Kopf liege das dann weit unter dem Landesdurchschnitt. Im Kinderhaus Märcheninsel sind 124 Kinder in sieben Gruppen untergebracht, davon 32 in der Krippe, zehn Integrativplätze sind belegt. Eine bauliche Erweiterung des Kindergartens steht bald an. Im Hort in der Grundschule werden derzeit 35 Kinder betreut, 101 Kinder besuchen dort fünf Regelklassen. Pro Schüler hat die Gemeinde 1612 Euro an Kosten zu tragen. Die Mittelschule in Thannhausen besuchen 65 Schüler, was pro Schüler 2227 Euro an Umlage kostet. Die kommunale Musikschule wird mit 16500 Euro bezuschusst, die Förderung der Instrumentalausbildung in der Jugendkapelle Mindel-Zusam sowie bei der Musikvereinigung schlägt mit 3540 Euro zu Buche. Ein kirchlicher Meilenstein ist die Einführung der Pfarreiengemeinschaft Oberes Zusamtal im Juli.

Ein umfassender Hochwasserschutz für oberes Zusamtal und die Marktgemeinde steht weiterhin aus, die Gemeinde steht aber auch finanziell dafür bereit. Aus der Unmenge an kleineren Bau- und Reparaturmaßnahmen an Infrastruktur und Wasserversorgung ragt die Erweiterung des Gewerbegebietes Haldenweg heraus.

Dort würden sich in Kürze schon zwei Betriebe ansiedeln. Im Neubaugebiet Allgäustraße stehen bereits weit mehr als ein Dutzend Wohnhäuser, zwölf weitere Grundstücke sind zur Bebauung bereits vorgemerkt. Während der Friedhof in Schönebach derzeit erweitert und umgestaltet wird, laufen in Ziemetshausen die Planungen für künftige Urnengräber statt wie bisher Urnenstelen.

Sorgenkind ZuMa-Markt

Der Mitte vergangenen Jahres von Marktgemeinde, Gewerbe- und Handelsverein sowie einigen Bürgern initiierte und aus dem vorigen Nahkauf hervorgegangene ZuMa-Markt ist, langfristig betrachtet, noch nicht über dem Berg. Nach Aussage des Bürgermeisters haben sich zwar die Umsätze im Jahr 2018 positiv entwickelt, die Erträge sind jedoch nicht ausreichend. Nach der Inventur will man die betriebswirtschaftlichen Zahlen in den Blick nehmen und über das weitere Vorgehen bestimmen. Birle betonte, dass es für die Marktgemeinde auf Dauer nicht tragbar und auch nicht statthaft sei, Verluste des Ladengeschäftes aufzufangen.

Der Bürgermeister versicherte abschließend, dass man die an die Marktgemeinde gestellten Anforderungen weiterhin meistern und sich den Herausforderungen stellen wolle, ehrenamtliche Teilnahme hie und da sei erwünscht.

In der nachfolgenden Aussprache wurde von einer Bürgerin bemängelt, dass rückwirkend betrachtet zu viele alte Bäume vorschnell entfernt wurden und das Gleichgewicht in der Natur so nachhaltig gestört worden sei. Ein Bürger aus Lauterbach bemängelte, dass der Wasserdruck für seine individuellen Ansprüche zu gering sei. Birle bezeichnete den Wasserdruck allgemein aber als ausreichend.

In Schönebach monierten Bürger den Zustand der Wasserversorgung, die dort von Dinkelscherben aus erfolgt, man müsse seit geraumer Zeit mit gechlortem Trinkwasser vorliebnehmen. Die Frage, ob man langfristig aus dem Vertrag mit der Marktgemeinde Dinkelscherben herauskäme, um einwandfreies Wasser aus der Ziemetshauser Wasserversorgung erhalten zu können, beantwortete Bürgermeister Birle mit einem grundsätzlichen Ja. Man werde die Angelegenheit weiter verfolgen und gegebenenfalls entsprechend handeln.

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