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Thannhausen

18.05.2015

Niedrige Zinsen machen Banken zu schaffen

Über ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2014 berichteten Vorstand und Aufsichtsrat der Raiffeisenbank Thannhausen der Vertreterversammlung im Pfarrsaal. Unser Bild zeigt (von links) Vorstandssprecher Herbert Klein, Josef Miller und Paul Hartinger (Aufsichtsräte), Veronika Berchtenbreiter (federführend bei der Bankprüfung), Dr. Erhard Erdle und Ottmar Schneider (Aufsichtsräte) sowie Gerhard Böck (Mitglied im Vorstand).
Bild: Dr. Heinrich Lindenmayr

Die Raiffeisenbank Thannhausen schüttet vier Prozent Dividende aus. Geschäftsstellen sollen erhalten bleiben

Noch ist die Welt in Ordnung bei der Raiffeisenbank Thannhausen. Die Bilanzsumme habe sich weiterhin positiv entwickelt, die Ertragslage sei gut, die Vermögenssituation der Bank sehr gut. Auf diese Formel brachte Vorstandsmitglied Gerhard Böck das Ergebnis des Geschäftsjahres 2014. Die Freude, der Vertreterversammlung wieder ein so gutes Ergebnis präsentieren zu können, schien aber etwas getrübt von den Zukunftsaussichten. Die Niedrigzinspolitik mache den Banken mehr und mehr zu schaffen, meinte Böck. Es sei nicht unwahrscheinlich, dass sich dies in den nächsten fünf Jahren nachteilig auf die Erträge auswirke.

Das Gebot der Stunde laute daher, die Prozesse zu optimieren, die Beratungsqualität zu steigern und die Position der Bank vor Ort weiter zu befestigen. Böck erklärte in diesem Zusammenhang auch die Absicht der Raiffeisenbank Thannhausen, alle Geschäftsstellen zu erhalten.

Josef Miller, Vorsitzender des Aufsichtsrats, lobte die Arbeit der Banker. Der Aufsichtsrat sei mit der geschäftlichen Strategie der Raiffeisenbank Thannhausen in allen Punkten einverstanden. Die Organisation sei zweckmäßig, man verfüge über ein wirksames Risikomanagement. Das Ergebnis 2014 könne sich sehen lassen und die Bankprüfung habe keinerlei Beanstandung ergeben. Miller schloss sich der Einschätzung Böcks an, es könnten in den nächsten Jahren Herausforderungen entstehen, wie sie bislang noch nicht da waren.

Das gute Ergebnis 2014 und das Lob des Aufsichtsrats machten es den anwesenden 45 Vertretern leicht, der Bank das Vertrauen auszusprechen und über die Gewinnverwendung zu entscheiden. Einstimmig fielen die entsprechenden Abstimmungen aus. Von den 566000 Euro Gewinn bekommen die Anteilseigner 105000 Euro als Vier-Prozent-Dividende. Jeweils 230000 Euro gehen in die gesetzlichen beziehungsweise in die anderen Rücklagen. Einstimmig wählten die Vertreter Paul Hartinger für weitere drei Jahre und Dr. Erhard Erdle für weitere zwei Jahre in den Aufsichtsrat.

Vorstandssprecher Herbert Klein informierte die Vertreterversammlung über einige wesentliche Neuerungen. Die Raiffeisenbank habe ihre Wohnanlage in Leipzig verkauft. Die Anlage sei mittlerweile 20 Jahre alt, notwendige Instandhaltungsarbeiten seien bei dieser Entfernung schwer zu managen.

Man habe deshalb ersatzweise in eine Wohnanlage in Günzburg investiert, die derzeit noch im Bau sei. Sehr bewährt habe sich laut Klein das Serviceterminal für Überweisungen im Eingangsbereich des Haupthauses.

Dieser Service soll künftig auch in der Filiale in Balzhausen genutzt werden können. Modernisiert und effektiver sei auch der neue Internetauftritt der Bank. In Kürze würden auch Produktabschlüsse via Internet möglich.

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