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Niederraunau

30.06.2009

Ortsbild erhalten, das Dorf beleben

Das Ortsbild erhalten, zugleich aber auch Anreize schaffen, dass dort Menschen gerne wohnen und die Zahl der leer stehenden Gebäude reduziert wird: Das ist das Ziel eines Dorferneuerungsprojekts für den nordwestlichen Teil (Untere Gasse) von Niederraunau zwischen der Krumbacher Straße und dem Kellerweg.

Im Rahmen der Dorferneuerung wird bereits die Ortsmitte Niederraunaus umgestaltet. Das Konzept für den Bereich Untere Gasse ist eine Ergänzung dieses laufenden Verfahrens mit einem neuen, eigenen Schwerpunkt. Und es sei, so betonte Bauoberrat Max Lang vom Amt für Ländliche Entwicklung, ein Modellprojekt für das Amt. Professor Lothar Zettler vom federführenden Büro Lars Consult stellte den Stadträten nun die Eckpunkte des Ansatzes vor.

Wandel der Landwirtschaft

Dabei geht es um einen Hausbestand, der in großen Teilen auf die Zeit um 1840 zurückgeht. Ein ganzes Bündel von Themen spielt eine Rolle: der Wandel der Landwirtschaft und die Reduzierung landwirtschaftlicher Betriebe, aber auch der demografische Wandel und die Tatsache, dass die Bevölkerung insgesamt immer älter wird.

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Ziel sei es, so Zettler, die "Eigenart des Dorfes Niederraunau in die Zukunft" zu entwickeln. Das Ortsbild solle erhalten, aber auch das Wohnen "verdichtet" werden. Man möchte mehr Leben in den Ort reinbringen, wie es Bürgermeister Hubert Fischer formulierte. Derzeit wohnen im Nordwesten Niederraunaus 125 Menschen. Bei einem "mittleren Grad der Nachverdichtung" könnten es 314 sein. Max Lang betonte, dass die Planung mit Niederraunauer Bürgern abgestimmt sei. Er wies darauf hin, dass der Abbruch förderfähig sei.

Wilhelm Kielmann (CSU) sprach von einem "wesentlichen Schritt nach vorne". Es solle aber Spielraum für den Stadtrat und die Bürger erhalten bleiben. Wichtig sei, darauf zu achten, dass das Zentrum von Niederraunau nicht geschwächt werde. Sinnvoll sei es, den Molkereiplatz mit einzubeziehen. Dies habe man nicht als zwingend notwendig erachtet, sagte Lang dazu.

Klemens Ganz, Fraktionsvorsitzender der UFWG, sprach von einem "schlüssigen Konzept". Man solle den Bebauungsplan, der daraus entstehen könnte, aber nicht zu eng fassen.

Wie Ganz fragte auch Dr. Ulrike Seifert-Kraus (SPD) nach den Kosten für die Stadt. Kosten würden der Stadt bei der Aufstellung des Bebauungsplanes entstehen, der laut Lang nicht förderfähig sei. Seifert-Kraus bezeichnete das Konzept als "sehr gute Lösung".

Ähnlich sah dies Johann Geiger (JW/OL-Fraktionsvorsitzender). Man müsse aber bedenken, dass Niederraunau bereits ein großes Baugebiet habe. Die Grundstücke im nordwestlichen Teil des Ortes müssten daher entsprechend günstig sein.

Entschieden wurde in der jüngsten Sitzung des Stadtrates noch nichts. Bürgermeister Fischer kündigte an, dass das Thema im Herbst erneut auf die Tagesordnung kommen soll. Dann wird es darum gehen, ob für diesen Bereich Niederraunaus ein Bebauungsplan aufgestellt werden soll.

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