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Münsterhausen

07.01.2020

Pfarrer Cavar geht in den Ruhestand

Mirko Cavar, Pfarrer von Münsterhausen, Burtenbach und Kemnat, geht ab September in den Ruhestand. Unser Bild zeigt ihn während einer Bergmesse bei Garmisch-Partenkirchen im vergangenen Jahr.
Bild: Helmut Atzkern

Plus 30 Jahre hat Pfarrer Mirko Cavar das kirchliche Leben in Münsterhausen, Burtenbach und Kemnat geprägt. Was jetzt geplant ist.

„Es fällt mir unsagbar schwer“, so begann Pfarrer Mirko Cavar in den Gottesdiensten am Wochenende mit der Ankündigung, dass er zum 31. August in den Ruhestand gehen wird. Seit über 30 Jahren ist Cavar als Pfarrer in Münsterhausen und Burtenbach sowie seit 1992 auch in Kemnat tätig. Münsterhausens Bürgermeister Robert Hartinger bedauert die Entscheidung Cavars sehr. „Cavar ist eine allseits geschätzte Persönlichkeit und ein beliebter Seelsorger, der ein hohes Ansehen genießt“, so Hartinger. „Auf der anderen Seite ist es der normale Lauf des Lebens, dass niemand einen Posten ewig bekleiden kann.“

Cavar: "Es ist jetzt die beste Zeit, Adieu zu sagen"

Wie Cavar auf Anfrage erklärt, sei ihm im Zusammenhang mit der Bildung einer großen Pfarreiengemeinschaft Thannhausen und der damit verbundenen Neubesetzung als Nachbarpfarrer von der Diözese der Vorschlag unterbreitet worden, zum 1. September in den Ruhestand zu gehen, teilt Cavar mit. Nach intensiven Überlegungen und vielen Gesprächen, auch mit Kollegen, habe er sich dazu entschlossen, den unterbreiteten Vorschlag anzunehmen.

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„Es ist jetzt die beste Zeit, Adieu zu sagen“, meint Cavar. „Ich habe eine wunderschöne, aber auch die längste Zeit meines Lebens mit Euch verbracht. Sie war einfach schön und fruchtbringend. Ich schaue mit einem gewissen Stolz auf das gemeinsam Erreichte“, sagte Cavar zu den Gottesdienstbesuchern. Mirko Cavar ist 66 Jahre alt. Der gebürtige Kroate betreut seit 1989 die Pfarrgemeinden Münsterhausen und Burtenbach und seit 1998 auch die Pfarrgemeinde Kemnat und ist hier fest verwurzelt. Seine Rockmessen und Faschingsgottesdienste sind auch über das Mindeltal hinaus bekannt und vor allem bei der Jugend sehr beliebt.

In seiner Heimat Sarajevo wurde Mirko Cavar 1983 zum Priester geweiht. Davor hatte er an der katholischen Universität Eichstätt Theologie studiert. Nach zwei Jahren als Kaplan führte ihn sein Weg zunächst nach Niederstotzingen. 1989 kam Cavar dann nach Münsterhausen. Neben seiner seelsorgerischen Aufgabe galt es, große Projekte zu verwirklichen, bei denen sich Cavar auch als Bauherr beweisen musste.

Cavar will in der Region bleiben

Cavar will in der Region bleiben. In Jettingen hat er sich gemeinsam mit seinem Bruder und seinem Neffen ein Haus gebaut. Ab und zu wird er aber auch in seine Heimat Kroatien reisen, verrät er.

Überrascht und schockiert, so schildert Pfarrgemeinderatsvorsitzender Helmut Atzkern die Reaktion auf die Nachricht von Cavars Ruhestandsplänen. „Das ist sehr bedauerlich, Pfarrer Cavar ist sehr beliebt bei Alt und Jung“, so Atzkern. Der Pfarrgemeinderat habe mit Cavar in den vergangenen Jahren sehr gut zusammen gearbeitet. Gemeinsam habe man viel bewegt. Atzkern kann nicht nachvollziehen, dass die Diözese Cavar angeboten habe, in den Ruhestand zu gehen, da es doch an Pfarrern mangle. Die Art und Weise, wie es abgelaufen sei, bemängle er, so Atzkern.

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„Es war wohlwollend gemeint“, sagt Dekan Klaus Bucher, zum Rücktrittsvorschlag der Diözese. Wie geht es bei der kirchlichen Struktur im Raum Thannhausen/Münsterhausen weiter? Im Amtsblatt der Diözese wird laut Bucher die Pfarrstelle in Münsterhausen zum 1. September ausgeschrieben. Für die Pfarreiengemeinschaft Thannhausen laufe die Bewerbungsfrist zum 20. Januar aus. Voraussichtlich bis Ostern soll eine Entscheidung fallen.

Die Zeit bis dahin soll mit zwei Priestern aus Indien überbrückt werden, so Bucher. Er hoffe darauf, dass Cavar, der in Jettingen wohnt, im Dekanat aushelfen wird.

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