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15.03.2009

Pfarrer De Blasi: "Ich stehe heute als Bettler vor Euch"

Aletshausen/Haupeltshofen Mit Einverständnis der Räte nahm Bürgermeister Georg Duscher in der jüngsten Gemeinderatssitzung kurzfristig den Antrag von Ortspfarrer Raffaele De Blasi in die Tagesordnung auf. In seinem Schreiben appellierte der Geistliche an die Gemeinde, für die Renovierung des Haupeltshofener "Käppeles" weitere 10 000 Euro als Zuschuss zu genehmigen, sonst könne er nicht weitermachen.

VON KARL KLEIBER

Nachdem der Bürgermeister den Zuschussantrag von Pfarrer De Blasi bekannt gegeben hatte, forderte er den Geistlichen auf, zu erläutern, warum er zu den bereits für 2009 genehmigten 10 000 Euro noch weiteres Geld benötige. "Mich hätte beinahe der Schlag getroffen, als ich kürzlich den Kostenvoranschlag für Bauabschnitt zwei bekam, der sich auf gigantische 268 000 Euro belaufe. Ich hatte mit viel weniger gerechnet", sagte Raffaele De Blasi. Die Mehrkosten seien hauptsächlich auf die zusätzliche Trockenlegung zurückzuführen.

Stuckelemente wurden zerstört

Pfarrer De Blasi: "Ich stehe heute als Bettler vor Euch"

Dafür musste neben dem Außen- auch teilweise der Innenputz abgehackt werden. Dabei wurden wertvolle Stuckelement zerstört, deren Wiederherstellung durch den hohen Zeitaufwand enorm teuer komme.

Da die Bischöfliche Finanzkammer Augsburg für den zweiten Bauabschnitt nicht mehr als 170 000 Euro bereitstelle, und die Kirchenstiftung Haupeltshofen nur 40 000 Euro Eigenmittel aufbringen könne, habe er eine Deckungslücke von 58 000 Euro. Man habe zwar Zuschussanträge an Landkreis und Bezirk gestellt, hier werden aber nicht Riesensummen kommen und die Bürger können nicht unentwegt belastet werden. Wenn die Gemeinde den bereits zugesagten Zuschuss von 10 000 Euro für 2009 auf 20 000 Euro aufstocke, könne die Kirchenstiftung einen Zwischenkredit aufnehmen und der zweite Bauabschnitt würde von der Diözese genehmigt und könne begonnen werden.

Auf die Frage von Bürgermeister Duscher an die Kämmerin Barbara Fetschele, ob es im Haushalt noch Luft für weitere 10 000 Euro gibt, bejaht sie. Daraufhin genehmigte der Gemeinderat einstimmig die Aufstockung auf 20 000 Euro. Die erste Hälfte wird im Mai 2009 ausgezahlt, die zweite Rate soll im Dezember 2009 folgen.

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