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Balzhausen

19.02.2021

Plan steht fest: Wie die neue Kita in Balzhausen aussehen kann

So soll der neu gebaute Kindergarten mit erweiterter Kinderkrippe von Balzhausen einmal aussehen. Das Besondere ist die V-Form, die viel Platz für Essen und Spiel bietet und durch Lichtkuppeln hervorragende Lichtverhältnisse schafft.
Bild: Kleiber/Zeichnung: Miller

Plus Architekt Thomas Miller stellte im Gemeinderat Balzhausen die Gestaltung und Raumeinteilung der neuen Kita vor. Das Konzept findet Zustimmung.

Bei der Märzsitzung in 2020 – es war die letzte des alten Gemeinderates – hat sich dieser in der Frage um die Erweiterung des Kindergartens Maria Immaculata samt Kinderkrippe zu einem Neubau entschieden. Nun stellte Architekt Thomas Miller aus Krumbach seine Vorplanung für dieses Projekt vor. Die vorsichtig geschätzten Kosten bezifferte er mit rund 3,2 bis 3,3 Millionen Euro, wobei später noch über Raumprogramm und Ausstattung gesprochen werden müsste.

Bürgermeister Daniel Mayer gab einen kurzen Rückblick zum Thema und sagte, nun wolle man Nägel mit Köpfen machen und übergab dem Planer das Wort. Bis auf die noch verhältnismäßig neue Kinderkrippe müsse der gesamte Altbau weichen, um an gleicher Stelle einen funktionellen Kinderhort errichten zu können. Um die vorhandene Garten- und Spielfläche zu erhalten, werde der an der Nordseite des Grundstücks entlanglaufende Graben verrohrt. Dieser Platz bilde dann den neuen Zugang von Westen her.

Im Neubau werde es im süd-westlichen Bereich drei Gruppen- und drei Nebenräume samt Toiletten geben. Im nordwestlichen Trakt befinde sich ein Kreativ- und Therapieraum. Ein Muss ist auch eine Kinderwagen-Garage sowie zwei Eltern-Wartebereiche. Die vorhandene Krippe verfügt über einen Gruppen-, Ruhe- und Lagerraum. Neben zwei WCs gibt es eine Behindertentoilette, Bad und Elternraum. Südlich dieser Einrichtung entsteht ein zweiter Krippenraum mit Bad und einem Ruhebereich.

Neue Kita in Balzhausen bekommt helle Räume - aber weniger Parkplätze

Im Herzen des neuen Gebäudes gibt es künftig eine Zentralküche und je einen Speisesaal für Tagesstätte und Krippe. Der daneben liegende Mehrzweckraum soll von beiden Bereichen zugänglich sein. Der geräumige Flur wird auch zum Spielen benutzt.

Der Neubau soll ein nach Norden geneigtes Pultdach mit Leimbindern und Dämmung erhalten. Die Foyers bekommen Lichtkuppel, um genügend Helle in die Räume zu bringen. Die überbaute Fläche beträgt 1099 Quadratmeter. Die vorhandenen Parkplätze an der Westseite werden weniger, der Rest sollte eigentlich reichen, beendete Miller seine Vorstellung.

Michaela Leinweber meinte, dass die großen Fenster sehr schön seien, aber durch starke Sonneneinstrahlung könnte es heiß in den Räumen werden. Miller erwiderte: Es werden Jalousien eingebaut, die eine ausreichende Beschattung sichern. Die beste natürliche Beschattung aber brächten Bäume im Garten.

Nun stellte Manfred Schwayer vom gleichnamigen Planungsbüro für Heizung, Lüftung und Sanitär aus Pfaffenhausen seine Planungen vor. Er schickte voraus, dass eine Feinplanung erst möglich sein, wenn man genau wisse, was man will. Bei der Lüftungsanlage sei die Dachstuhl-Form entscheidend. Da das geplante Gebäude sehr lang werde, sei die Belüftung recht schwierig. Eine Einzelanlage müsste große Ausmaße haben, was zu riesigen Lüftungsrohren führen würde. Er plädiere für vier bis fünf kleine Anlagen, die effektiver seien. Sie könnten verkleidet in den WC-Decken Platz finden. Bei einer stündlichen Umwälzung von 3000 Kubikmetern Luft komme die Anlagen geschätzt auf gut 100.000 Euro. Ein besonderer Aspekt sei auch die kostensparende Wärme-Rückgewinnung.

Im Dezember soll mit dem Bau des Kindergartens begonnen werden

Im Sanitärbereich sollen Elektroboiler warmes Wasser erzeugen. Dies habe den Vorteil, dass dadurch keine Legionellen auftreten können und die Heizung im Sommer abgestellt werden kann. Legionellen sind Bakterien, die sich im Wasser befinden können und bei Menschen unterschiedliche Krankheitsbilder wie grippeartige Beschwerden bis hin zu schweren Lungenentzündungen verursachen. Mit WCs und Waschtischen komme er auf geschätzte Kosten von rund 100.000 Euro.

Die aktuelle Heizanlage ist elf Jahre alt und hat eine Leistung von nur 18 Kilowatt-Stunden. Benötigt wird aber eine Kapazität von 45 Kilowatt-Stunden sagte Schwayer weiter. Er habe mit einer Grundwasser-Wärmepumpe kalkuliert. Dies sei die effektivste Heizform, da keine Warmwasser-Aufbereitung gebraucht werde. Zudem seien Fußboden-Heizungen gesetzlich vorgeschrieben. Hier belaufen sich die Schätzkosten auf rund 136.000 Euro. Dies sei die kostengünstigste Lösung und dem Gesetz für erneuerbare Energien sei auch genüge getan.

Zum weiteren Prozedere sagte abschließend Planer Miller, man müsse für ein Ausweichquartier, ob Container oder Gebäude, für die Kinder während der Bauzeit sorgen. Die Ausstattung der Räume sei noch vage, hier müsse man noch reden. Um im Dezember 2021 mit dem Bau beginnen zu können, müsse der Zuschussantrag bis 30. Juni 2021 beim Staat eingereicht sein. Die Bauzeit gab Miller bis Ende Juli 2023 an.

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