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Neujahrsempfang

07.01.2020

Politik der Welt und in Waltenhausen

Bürgermeister Karl Weiß blickt zurück und auch in die Zukunft

Weltpolitik und gemeindliche Ereignisse, wie passt das zusammen? Bürgermeister Karl Weiß brachte es beim Neujahrsempfang im Bürgerheim in Waltenhausen auf den Punkt. Es sei zwar beunruhigend, welche Probleme die Menschheit europa- ja weltweit bewegten und an denen jeder Einzelne zu einer guten Lösung beitragen könne, aber innerhalb der Gemeindepolitik brauche man sich für die Zukunft keine Sorgen machen.

Das beweise, dass trotz bescheidener finanzieller Voraussetzungen die kleine, gut 700 Einwohner zählende Gemeinde Waltenhausen mit ihren beiden Ortsteilen Hairenbuch und Weiler schon seit Jahrzehnten durch sparsame Haushaltsführung in der Lage ist, neben den laufenden Aufgaben auch größere Projekte auf den Weg zu bringen. Einen nennenswerten Anteil an den Erfolgen sei dabei einem ausgeprägten, geradezu vorbildlichen Gemeinschaftssinn zuzuschreiben.

Weiß erwähnte in seinem Rückblick zunächst das Thema „Klimaschutz“, mit den damit verbundenen Demonstrationen und dem seiner Meinung nach falsch betitelten Bürgerbegehren „Rettet die Bienen“, dessen Gesetz den Landwirten weitere Bürokratie und Auflagen gebracht habe. Weiß streifte kurz das Ergebnis der Europawahl, das Gerangel um den Brexit und die Auswirkungen des Dieselskandals, die sich bereits in unserem Landkreis bemerkbar machten. Für die fußballbegeisterte Nation sei zur Zeit die Nationalmannschaft „ein Lichtblick“.

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Mehr Raum widmete er den örtlichen Ereignissen, wie den Breitbandausbau als größte Baustelle in allen Ortsteilen. 17 Kilometer Glasfaserkabel wurden verlegt und 230 Gebäude und 30 Grundstücke an das Glasfasernetz angeschlossen. Laut den Betreiberfirmen Inexio und Quix soll die Freischaltung im März bis April erfolgen. Etwas vertrösten musste Weiß den südlichen Teil Waltenhausens, dessen Bewohner noch nicht die volle Leistung nutzen könnten. Nach Auflage eines neuen Programms durch die Regierung sei eventuell in zwei Jahren eine Aufrüstung möglich. Positiver „Nebeneffekt“ der Baumaßnahmen sei die zeitgleich erfolgte Erdverkabelung für die Straßenbeleuchtung, sodass nach Inbetriebnahme aller mit LED-Technik ausgestatteter Lampen circa zwei Drittel an Stromkosten gespart werden können. „Die gesamte Baumaßnahme, einschließlich Erneuerung der Straßenrandsteine mit Gehwegausbau und Straßenbeleuchtung war eine große Herausforderung mit hohem finanziellem Einsatz für die Gemeinde“, so Weiß. „Unser Trinkwasser ist eines der besten im ganzen Landkreis“, freute sich Karl Weiß, mit laufenden geeigneten Maßnahmen müsse aber alles daran gesetzt werden, das hohe Niveau zu erhalten.

Wenn es um das Wasser gehe, sei die die Feuerwehr nicht weit weg, meinte Weiß und lobte die hohe Einsatzbereitschaft aller Wehren. Mit der Anschaffung einer neuen Tragkraftspritze TS 8, Systemtrenner, Hohlstrahlrohr, digitalen Funkgeräten und weiterer Ausrüstungsgegenstände unterstützte die Gemeinde die Wehren.

Gerne würde man die restlichen zwei Grundstücke im neuen Baugebiet im Ziegelstadel an einheimische Bauinteressenten veräußern, meinte Weiß, nachdem alle weiteren Plätze bereits verkauft und teils bebaut seien und ein neues Baugebiet nicht anstehe. Erfreulich sei, dass trotz Bautätigkeiten und Investitionen die Gemeinde nicht nur schuldenfrei, sondern mit einem soliden Rücklagenpolster von rund 700 000 Euro ins neue Jahr starten könne.

Allerdings stehe in nächster Zukunft der Ausbau einer Teilstrecke der Ortsverbindungsstraße nach Herretshofen an und das Sportzentrum in Krumbach werde den Haushalt merklich belasten. Vorerst noch Wunschtraum sei die Ortsumgehung der Kreisstraße 13, doch da wolle man mit einer neuen Verkehrszählung „am Ball bleiben“.

Für den gemeinsamen Bauhof der VG-Gemeinden wurde ein Grundstück in Nattenhausen gefunden, doch es könnte durch eine Unterschriftenaktion zu Verzögerungen bei der Realisierung kommen, ließ Weiß wissen.

Nicht unerwähnt ließ Weiß das Nahwärmenetz, an dem über 60 Haushalte in Waltenhausen und das Bürgerheim angeschlossen seien und mit der Einsparung von Heizöl auch ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet werde. „Mit Sicherheit stehen im neuen Jahr noch weitere Aufgaben an, doch er hoffe weiterhin auf einen positiven Bürgersinn in der Dorfgemeinschaft“, appellierte Weiß abschließend.

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