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Krumbach

26.01.2020

Politik muss Führung übernehmen auf Basis starker Werte

Ralph Brinkhaus (mit Präsent), Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, sorgte für Publikumszuspruch beim Neujahrsempfang der Kreis-CSU im Stadtsaal Krumbach. Zum Pressefoto stellten sich (von links): Gerhard Weiß, 2. Bürgermeister und CSU-Bürgermeisterkandidat, CSU-Kreisvorsitzender Alfred Sauter, Bundestagsabgeordneter Dr. Georg Nüßlein, CDU/CSU-Fraktionsvorsitzender im Bundestag Ralph Brinkhaus, Dr. Hans Reichhart, Staatsminister und Landratskandidat von CSU, Freie Wähler und JU, Monika Wiesmüller-Schwab, stellvertretende Landrätin.
Foto: Dr. Heinrich Lindenmayr

Warum Ralph Brinkhaus meint, nur die CDU/CSU könne Deutschland zusammenhalten. Dies sagte er beim Neujahrsempfang der CSU im Krumbacher Stadtsaal.

Neujahrsempfänge sind in Wahlkampfzeiten besondere Veranstaltungen. Einen Polit-Star wollte der CSU-Kreisvorsitzende Alfred Sauter im Vorfeld der Kommunalwahlen am 15 März nach Krumbach holen und bekam von Ralph Brinkhaus eine Zusage. Brinkhaus hatte im September 2018 in Berlin für Furore gesorgt, als er für den Vorsitz der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag kandidierte. Er trat an gegen Volker Kauder, der die Funktion lange ausgeübt hatte und von Bundeskanzlerin Angela Merkel unterstützt wurde. Brinkhaus gewann überraschend die Kampfabstimmung.

In zweierlei Hinsicht ging Alfred Sauters Strategie auf. Ralph Brinkhaus erwies sich als außerordentlich zugkräftig, der Stadtsaal in Krumbach wurde voll. Und Brinkhaus glänzte als Redner, der sein Publikum eine knappe Stunde lang in den Bann zog. Auf eine Aussage steuerte der CDU/CSU-Fraktionsvorsitzende im Deutschen Bundestag immer wieder zu, dass allein die CDU/CSU einige wesentliche Themen mit Nachdruck vertrete und allein die CDU/CSU das Land zusammenhalten könne. Er begründete seinen Standpunkt doppelt. Erstens vertrete die Union die große Mitte der Bevölkerung und sei zudem stets um den Ausgleich zwischen konfliktträchtigen Positionen bemüht. Sie vermittle wie keine andere Partei zwischen Ökonomie und Ökologie, zwischen Landwirten und Verbrauchern, zwischen Stadt und Land. Zweitens operiere die Union von einer klaren und starken Wertebasis aus. Dazu gehöre die Achtung der Würde des Menschen vom Anfang bis zum Ende des Lebens. Dazu gehörten gleichfalls das Eintreten für die Eigenverantwortung, die Solidarität und die Freiheit. Für Ralph Brinkhaus sind das keine beliebig verwendbaren Schlagwörter, er füllte sie in seinem Vortrag mit Inhalt und dieser Inhalt hatte es immer wieder in sich. Beispielsweise gehe es bei der Solidarität natürlich um das Verhältnis zwischen Starken und Schwachen. Für Brinkhaus keine Einbahnstraße, wo immer nur die Starken die Schwachen unterstützen. Er erwartet von den Schwachen, dass sie alles tun, um aus der Misere herauszukommen und somit auch die Starken wieder entlasten.

Deutschland ist ein Anker der Stabilität

Wer über ein starkes Fundament verfüge, der müsse Führung praktizieren. Deutschland sei wirtschaftlich stark, im Vergleich mit den meisten der europäischen Partner ein Anker der Stabilität und genieße in der Welt hohes Ansehen. Man nehme es uns ab, dass wir Frieden stiften wollten, erklärte Brinkhaus. Den Libyen-Gipfel in Berlin nannte er eine Glanztat der deutschen Diplomatie. Man könne jetzt darauf hoffen, dass das von Verelendung bedrohte Land sich erhole, dass es nicht länger ein sicherer Ort für Schlepperbanden und Terroristen bleibe. Deutschland müsse sich auch um eigener Interessen willen stärker außenpolitisch engagieren. Großes Lob zollte Brinkhaus in diesem Zusammenhang Bundesminister Gerd Müller, der schon manch humanitäre Katastrophe abwenden konnte.

Vor wirtschaftlich schwierigeren Zeiten sollte uns nicht bang sein, meinte Brinkhaus, der Wandel berge immer auch Chancen. Allerdings sollten wir dafür kämpfen, dass die Handelswege frei blieben. Er rief auch dazu auf, dass wir bei der Digitalisierung souveräner würden. Bei Softwareentwicklung und Datenspeicherung sei Deutschland viel zu abhängig von den USA.

Immer wieder überraschte Brinkhaus mit unkonventionellen Ansichten. Den Modebegriff Nachhaltigkeit übertrug er auch etwa auf das Thema Staatsschulden und Rentenversprechen. Nachhaltige Politik sorge bei diesen Themen dafür, dass die nachfolgenden Generationen nicht unsere Zeche zahlen müssten.

Nüßlein fordert Offensive für das Ehrenamt

Bundestagsabgeordneter Georg Nüßlein zollte seinem Fraktionschef Großes Lob. Brinkhaus habe für einen neuen, starken Zusammenhalt in der Bundestagsfraktion gesorgt. Mit der neuen Stärke könne man in der Großen Koalition noch einiges bewegen, beispielsweise die Verbesserung der Gesundheitsversorgung in ländlichen Regionen. Nüßlein bedauerte es, dass „Gemeinwohl“ heutzutage leider als antiquiert gelte. Er forderte eine Offensive für das Ehrenamt, denn es verkörpere gleichsam Sinn für Gemeinwohl.

Hans Reichhart, Landratskandidat von CSU, Freie Wähler und JU, griff den Schlussappell von Ralph Brinkhaus auf, der dazu aufrief, den Blick wieder mehr auf das Gute und Gelungene in unserem Land zurichten. Wir sollten froh sein, in einem Landkreis zu leben, der so gute Lebensbedingungen biete, erklärte Reichhart. Er rief alle anwesenden Kandidaten für die bevorstehenden Kommunalwahlen auf, gemeinsam mit ihm das Erreichte zu sichern und weiterzuentwickeln.

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