Newsticker

Kanzler Sebastian Kurz: Österreich will kein Après-Ski in der neuen Ski-Saison
  1. Startseite
  2. Lokales (Krumbach)
  3. Polizei: "Vorsätzliche Brandstiftung"

17.06.2009

Polizei: "Vorsätzliche Brandstiftung"

Krumbach (mcz) - Kein Papierkorb, sondern ein Fahrradhelm brannte nach dem jetzigen Ermittlungsstand der Kripo im Erweiterungsbau des Krumbacher Gymnasiums. Er setzte eine kleine Fläche des Linoleum-Bodens in Brand, was schließlich für eine starke Rauchentwicklung im Gang sorgte und einer Klasse den Fluchtweg abschnitt. Mit einer Drehleiter wurden die eingeschlossenen zwölf Schüler aus einem Klassenzimmer im zweiten Stock gerettet. Über 150 Kräfte der Feuerwehr Krumbach und Umgebung sowie des Rettungsdiensts waren auf das Schlimmste vorbereitet. Auch ein Rettungshubschrauber wurde vorsorglich alarmiert.

Die Polizei geht nach dem jetzigen Ermittlungsstand von vorsätzlicher Brandstiftung aus. Ein Brandermittler der Kripo Memmingen untersuchte noch am Montag den Gang im zweiten Stock. Wie der Helm in Brand geraten konnte, ist unklar.

Für die starke Rauchentwicklung im Gang war der Linoleum-Boden verantwortlich. Er entspreche allen Sicherheitsbestimmungen, erklärt Peter Mucha vom Fachbereich Gebäudehochbau und -management am Landratsamt in Günzburg auf Nachfrage. Die Brandschutzanforderungen seien erfüllt. Der Boden wurde 2005/2006 verlegt - mit dem Erweiterungsbau, in dem neue Klassenzimmer und ein Speiseraum entstanden.

Linoleum schluckt Geräusche

Linoleum als Belag in Fluren sei durchaus üblich, erklärt Mucha. Ein Grund, der für das elastische Material spricht, sei die Akustik: Linoleum schluckt Geräusche. Würde ein Steinboden verlegt, müssten aufwendige Akustikmaßnahmen getroffen werden.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren