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Krumbach

02.07.2018

Primiz in Krumbach: Neupriester soll seine Begeisterung behalten

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André Harder inmitten seiner Kollegen, die nach Krumbach zum Primizgottesdienst gekommen waren am Alter seiner Heimatkirche Maria Hilf, einer der größten Kirchenbauten der Nachkriegszeit in Deutschland. 

Der Krumbacher André Harder feiert die erste Messe in seiner Heimatkirche Maria Hilf. Für einen Primizsegen strömen gläubige Katholiken immer noch von weit her in die Kirche

„Hab Mut, fürchte dich nicht!“ Dieses Bibelwort und zugleich als Aufruf gab der Festprediger Thomas Rauch dem Neupriester André Harder bei dessen Primiz am gestrigen Sonntag in der voll besetzten Pfarrkirche Maria Hilf mit auf den Weg in sein Gott geweihtes Leben. Am Ende seiner Predigt hatte er den Wunsch parat: „Behalte dir dein strahlendes Lächeln und deine Begeisterung für diesen Beruf.“

Bereits beim Einzug der über zwei Dutzend Kollegen des Neupriesters zusammen mit den Ministranten aus Krumbach, Attenhausen, Edenhausen und einer Abordnung aus Kempten zeigten sich Wert und Bedeutung des Gotteshauses für einen solch festlichen Tag. Der große Altarraum bot Platz für die Geistlichkeit und die Feier des Gottesdienstes, der so zu einem glanzvollen Ereignis wurde. Passende und einfühlsame musikalische Mitgestalter waren der Projektchor mit Instrumentalisten unter der Leitung von Michael Dolp sowie der pfarreieigene Chor Neuland mit Simone Kastner als Dirigentin.

Stadtpfarrer Kazimierz Piotrowski begrüßte den Neupriester in seiner Heimatkirche, in der dieser als Ministrant viele Jahre aktiv war und stellte fest: „Die Verkündigung des Evangeliums ist der schönste Beruf, den man einem jungen Menschen wünschen kann.“ Dass der Neupriester diese Einstellung besitzt, zeigte er bei seiner Begrüßung aller Gläubigen und war überzeugt: „Das ist der Tag, den Gott gemacht hat.“ Strahlend und mit lachender Miene segnete er im Anschluss das Wasser und verteilte es über die Kirchenbesucher.

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Dekan Thomas Rauch (Bobingen), der den Studienweg von André Harder seit Jahren begleitete, hatte in seiner Predigt gleichfalls ermutigende Worte parat, aber auch den guten Rat: „Sei ohne Furcht – glaube!“

Drei Aufgaben sind es für ihn, mit denen sich der Priester heute schwerpunktmäßig auseinanderzusetzen habe. An erster Stelle stehe die Lehrtätigkeit und damit die Verkündung der Botschaft Christi, die bei allen ihm anvertrauten Menschen den gesamten Alltag umfasse und somit von der Taufe bis zur Beerdigung reiche. Von großer Bedeutung sei für den Priester ebenso die Tätigkeit als Hirte, die Rauch als zwar „schöne, aber anstrengende Pflicht“ bezeichnet, die ein Seelsorger auf sich nehmen müsse, auch wenn sie oftmals nicht einfach sei. Dritte Aufgabe, ebenfalls von großer Bedeutung, sei der priesterliche Dienst und hier in erster Linie die Feier der heiligen Messe, die für ihn den „Höhepunkt des Glaubens“ darstelle, wenngleich in immer größer werdenden Pfarreieinheiten. Sein abschließender Wunsch an den Neupriester: „Behalte dir deine Begeisterung und den Schwung, erkenne aber auch die Grenzen, in der Arbeit das rechte Maß zu finden.“

Zur Erinnerung an die Primiz bleibt eine Stele in Krumbach

Am Ende der festlichen Messfeier war es dann der Primiziant selbst, der sich bei allen Beteiligten für die sichtbare Arbeit vieler Helfer und das unsichtbare Gebet bedankte. Es folgte ein von den Musikkapellen aus Krumbach, Attenhausen und Edenhausen umrahmter Empfang auf dem Kirchenvorplatz, so richtig nach dem Geschmack des Jungpfarrers zum Kennenlernen und Austausch von Jugenderinnerungen.

Verbunden mit den kirchlichen Festtagen war die Weihe der modernen Stele, die künftig vor dem Westeingang der Kirche steht. Geschaffen von Martin Knöferl aus Schrobenhausen, einem Freund des Primizanten, die anstelle eines Primizkreuzes alle Kirchgänger an die festlichen Tage erinnern soll.

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