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30.07.2010

Problem in der Tiefe begraben

Gravierende Schäden gibt es in der Thannhauser Eichbergstraße. Sie soll nun saniert werden. Foto: Monika Leopold-Miller
Bild: Monika Leopold-Miller

Thannhausen Unumgänglich sei ein rascher Ausbau der Eichbergstraße in Thannhausen (am Ortsende in Richtung Augsburg). Die Straße ist in einem baulich sehr schlechten Zustand, betonte Bürgermeister Georg Schwarz in der jüngsten Sitzung des Stadtrats. Einstimmig sprachen sich die Stadträte für die Fortführung der bereits laufenden Planungen zur Sanierung der Straße aus. "Wir müssen etwas tun und können es nicht schieben", sagte Schwarz. Laut Günther Thielemann vom Ingenieurbüro Thielemann und Friderich in Dinkelscherben liege bei der Straße das Problem in der Tiefe begraben.

Rund 200 Meter

Denn der Untergrund der Straße sei im unteren Bereich auf einer Länge von rund 200 Metern seinerzeit bis in vier Meter Tiefe mit schlechtem Material aufgefüllt worden. Zudem wandere der Hang seitlich der Straße. "Das Material muss raus und der Hang gesichert werden", betonte Thielemann. Der Hang werde nur durch den starken Bewuchs gehalten, meinte Thielemann. Bei einem Windwurf könne es zu einem Abgang kommen, befürchtete er.

Vorgesehen sei, die Straße auf 5,5 Meter zu verbreitern und einen Gehweg von 1,5 Metern anzulegen. An der Kurve wäre eine Breite von 6,5 Metern vorgesehen. Erst ab diesen Maßen sei die Straße förderfähig und es könne mit Zuschüssen gerechnet werden. Saniert werde ab der Abzweigung von der Augsburger Straße bis ungefähr zur Wasserreserve. Im Haushalt sind für dieses Jahr 20 000 Euro für Planungskosten und im Finanzplan für das Jahr 2012 500 000 Euro für die Sanierungsarbeiten vorgesehen. Stadtbaumeister Stephan Martens-Weh sprach von rund 700 000 Euro an Kosten. Wie hoch die Förderung ausfallen werde, könne man heute noch nicht absehen. Laut Kämmerer Thomas Bihler lägen die Fördersätze derzeit bei ungefähr 40 Prozent. Die Tendenz gehe nach unten. Eine verbindliche Aussage sei derzeit nicht möglich.

Ursprünglich sollte der Antrag auf Förderung noch bis zum 1. September bei der Regierung von Schwaben eingereicht werden. Doch wegen der jetzt bekannt gewordenen Schwierigkeiten mit dem schlechten Untergrund einigte man sich im Rat darauf, nichts übers Knie zu brechen und zunächst eine detaillierte Planung durchzuführen. Zum Kostenvergleich wird auch die Variante einer schmäleren Straße durchgerechnet, die dann jedoch ohne Zuschüsse gebaut werden müsste. (lmm)

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