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06.03.2009

Rauchende Eltern: Wie belastet sind die Kinder?

Landkreis Der Name des Projekts klingt reichlich bürokratisch: "Tabakrauchbelastung von Kindern in Bayern: Ansatzpunkte für Gesundheitsförderungsstrategien auf Gemeindeebene".

Dahinter verbirgt sich eine bayernweite Studie, an der sich als einer von sieben Projektpartnern auch der Landkreis Günzburg in Form des Gesundheitsamtes beteiligt.

Auf Gefahren hinweisen

Ziel ist es, Eltern von (kleinen) Kindern verstärkt auf die Gefahren des Rauchens in geschlossenen Räumen hinzuweisen. Entsprechende Untersuchungen gehen davon aus, dass etwa in einem Drittel der bayerischen Haushalte mindestens ein Elternteil auch in den eigenen vier Wänden raucht und damit Kinder vermeidbaren gesundheitlichen Risiken ausgesetzt werden.

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Wie Dr. Roland Schmid, der Leiter des Gesundheitsamtes, auf Anfrage erklärte, läuft die Aktion seit Sommer 2008. Bei der Einschulungsuntersuchung haben die Eltern der künftigen Abc-Schützen einen Fragebogen bekommen, mit dem Daten über das Rauchverhalten der Erziehungsberechtigten erhoben werden. Die Studie läuft noch bis 2010, dann werden die gesammelten Erkenntnisse ausgewertet.

Da der Landkreis eine sogenannte "Gesundheitsmonitoring-Region" ist, hat das Gesundheitsamt in früheren Jahren bereits Daten zu anderen Themen erhoben - etwa zur Ernährung der Kinder oder zur (dauerhaften) Lärmbelästigung, denen die Kleinen in ihrem Umfeld ausgesetzt sind.

Um bei der Studie mitmachen zu können, hat das Gesundheitsamt Günzburg die notwendige technische Ausrüstung und eine Halbtagsstelle vom Freistaat bewilligt bekommen - die Fördersumme beträgt in diesem Jahr 16 400 Euro.

16 400 Euro

Bei den Haushaltsberatungen am Dienstag schien es im Kreisausschuss zunächst so, als müsse der Landkreis die 16 400 Euro berappen. "Ich höre nur noch Netzwerke und Projekte", hakte CSU-Fraktionsvorsitzender Hans Klement nach. Er frage sich, ob die ganzen Projekte, die im Landkreis laufen, wirklich sein müssten und auch Ergebnisse zeitigen. Klement: "Wir müssen auch mal den Mut haben zu sagen, jetzt ist Schluss."

Liste der Projekte

Der CSU-Fraktionschef beantragte eine Liste der laufenden Projekte und dazu ferner auch eine Erfolgsbilanz. Unterstützt wurde Klement dabei von SPD-Kreisrat Werner Gloning. Landrat Hubert Hafner sagte eine solche Auflistung zu - auch wenn sich die Gemüter wieder beruhigt hatten, als beim Blättern in den Unterlagen klar wurde, dass die Kosten des Projekts "Tabakrauchbelastung" zu 100 Prozent vom Freistaat Bayern finanziert werden.

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