Newsticker

Zahl der Corona-Todesfälle binnen 24 Stunden fast auf Rekordhoch
  1. Startseite
  2. Lokales (Krumbach)
  3. Raunau ringt sich zum Sieg gegen den Tabellenletzten durch

Landesliga

19.11.2018

Raunau ringt sich zum Sieg gegen den Tabellenletzten durch

Routinier Mathias Waldmann (rechts, hier im Spiel gegen Allach) trug seine Mannschaft zum Sieg in Haunstetten.

Auch gegen den Tabellenletzten Haunstetten II hat der TSV Niederraunau Probleme. Zwei Spieler machen den Unterschied.

Dass die jüngste Niederlagenserie und der verschenkte Sieg gegen den TV Immenstadt bei den Handballern des TSV Niederraunau noch nachwirken, sah man auch beim Auswärtsspiel in Haunstetten. Das Raunau-Spiel war zwar verbessert, aber immer noch weit weg von den begeisternden Begegnungen zum Saisonstart. Und doch gelang den Blau-Weißen am Ende mit 27:24 ein Befreiungsschlag und zwei wichtige Punkte um den Klassenerhalt in der Landesliga.

14:15 stand es zur Halbzeit. Die Raunauer Jungs hatten zwar immer geführt und bewiesen, dass mehr Potenzial in ihnen steckt als im Team der Gastgeber. Aber dieses Potenzial muss man eben abrufen können. Und das war wieder über lange Strecken des Spiels nicht der Fall. Ohne Selbstvertrauen agierend, den riskanten, aber eventuell erfolgreichen Pass immer scheuend, rieb sich der körperlich unterlegene Rückraum der Raunauer immer wieder an der Defensive der Haun-stetter Bayernligareserve auf. Die Auslösehandlungen, mit denen Raunau sich ein Übergewicht im Angriff verschaffen wollte, sahen zwar gut aus. Wirklichen Druck auf die Abwehr erzeugten sie aber nicht. Ein Grund dafür ist natürlich auch, dass das Team von Trainer Udo Mesch keinen Linkshänder im Rückraum aufbieten kann. Björn Egger kommt auf der Halbrechtsposition zwar immer besser zurecht, aber zum Goalgetter kann er auf der falschen Seite nun einmal nicht werden. Und wenn dann, wie gegen Haunstetten II, die Außenpositionen Wurfpech an den Händen haben, zäher als Handballharz, dann sind die Möglichkeiten der Raunauer auch gegen einen Tabellenletzten beschränkt.

Die Routiniers reißen es für Raunau herum

Dazu zeigte sich in der ersten Hälfte eine ganz neue Erscheinung. Von den Torhütern, sonst Erfolgsgaranten, kam keinerlei Hilfe für die Mannschaft. Das Dilemma konnten auch die Routiniers Michael Thalhofer und Mathias Waldmann nicht überdecken. Aber letztlich machte das Duo mit seinen Torerfolgen in Serie doch den Unterschied aus.

Endgültig die Felle davon schwimmen sahen die Raunau-Anhänger zu Beginn der zweiten Hälfte. Aus dem 14:15 wurde innerhalb von fünf Minuten ein 18:15. Jetzt ging ein Ruck durch das Team. Lukas Konkel konnte nach zwei vergebenen Siebenmetern endlich eine Großchance nutzen. Thalhofer und Oliver Kiebler legten nach, es stand wieder Unentschieden. Egger mit einem klasse Schlagwurf, Waldmann mit zwei Siebenmetern und Kapitän Thalhofer wendeten das Spiel. Nicht alleine wegen der Raunauer Angriffsleistungen waren jetzt die Gastgeber im Hintertreffen. Armin Hessheimer steigerte sich in eine gute Form und gab in seinem vorläufig letzten Saisonspiel vor einer Fuß-OP den nötigen Rückhalt.

Zwar wurden dann wieder Chancen von den Außenpositionen versiebt und Coach Mesch musste beinahe gezwungenermaßen die Youngster Adrian Thalhofer und Florian Rothermel in die Nervenschlacht schicken. Doch die Jungs machten ihre Sache gut. Die Tore zum 20:23, 24:26 und 24:27 gingen auf ihr Konto. Als dann auch noch Maxi Jekle einen Siebenmeter von Hannes Spörhase parierte, war der Sieg in trockenen Tüchern. Denn anders als gegen Immenstadt, spielte die Mannschaft jetzt den Vorsprung sicher nach Hause.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren