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Krumbach

14.02.2018

Rege Diskussion um Verkehr in Krumbacher Innenstadt

Wie soll die Verkehrsführung in der Krumbacher Innenstadt aussehen? Im Zuge einer Unterschriftenaktion gegen die durchgängige Sperrung der Südseite des Krumbacher Marktplatzes hat sich eine rege Diskussion entwickelt. 
Bild: Peter Bauer

Klare Tendenz für sommerliche Marktplatz-Teilsperrung in unserem Online-Voting. In der Diskussion werden immer wieder aber auch schlechte Umfahrungsmöglichkeiten kritisiert.

Das Ergebnis ist eindeutig. 66 Prozent haben sich bei unserem Online-Voting dafür ausgesprochen, dass die Südseite des Krumbacher Marktplatzes zur warmen Jahreszeit wie in den Vorjahren für den Verkehr durchgängig gesperrt bleibt. Das Voting ist nicht repräsentativ und auf den Bereich Internet beschränkt. Aber im Ergebnis zeichnet sich doch eine gewisse Tendenz ab. Die Zahl der abgegebenen Stimmen lag bei über 3600. Das deutet an, wie sehr das Thema die Menschen in Krumbach und Umgebung bewegt. Der Krumbacher Thomas Bäurle hat zuletzt bekanntlich eine Unterschriftenaktion gegen eine Vollsperrung des südlichen Marktplatzes auf den Weg gebracht (wir berichteten). Bürgermeister Hubert Fischer hingegen hat wiederholt betont, dass er an der Vollsperrung des Marktplatzes festhalten möchte.

Kachelofenwirt Herbert Haas, einer der Mitorganisatoren der Veranstaltungsreihe „Live am Marktplatz“, erklärte, dass „Live am Marktplatz“ zu einem großen Teil aus den Einnahmen des Restaurants Kachelofen finanziert werde. Die Außenbewirtung in Zusammenhang mit der Sperrung des südlichen Marktplatzes sei von großer Bedeutung. „Nur eine kontinuierliche Bewirtung den ganzen Sommer über ermöglicht es uns, ,Live am Marktplatz‘ weiter stattfinden lassen zu können, ohne Verluste einzufahren“, so Haas.

Kritisch wird die Vollsperrung hingegen von der Werbegemeinschaft gesehen. Bei der Verkehrsführung in der Innenstadt müsse man auch an Geschäfte und Kunden denken, betonte die Vorsitzende Christa Striegel. Bei einer Sperrung der Marktplatz-Südseite könne sich die Nassauer Straße (dort wird das Kachelofen-Hotel gebaut) zu einer Art Nadelöhr entwickeln.

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Unter anderem auf der Facebookseite der Mittelschwäbischen Nachrichten hat sich zum Thema eine rege Diskussion entwickelt. Verwiesen wird beispielsweise auf die fehlende Ortsumgehung. Bekanntlich war im Jahr 2013 der Bau einer Südumgehung mit 51,18 Prozent der Stimmen abgelehnt worden. Thema in der Diskussion ist immer wieder auch die Frage, welche Rolle die neu gestaltete und verkehrsberuhigte Karl-Mantel-Straße bei der Krumbacher Verkehrsführung künftig spielen wird. Sie wurde von einer Hauptverkehrsstraße zu einer Haupterschließungsstraße zurückgestuft. Wird durch die Sperrung der Verkehr auf Straßen gelenkt, die dafür nicht ausgelegt sind? Auch diese Bedenken sind wiederholt zu hören.

Vorgeschlagen wurde in der Diskussion unter anderem auch, bei einer Sperrung der Marktplatz-Südseite die Fahrtrichtung auf der Nordseite des Marktplatzes umzudrehen. Der Verkehr könnte dort dann Richtung Osten rollen. Wer in die Gegenrichtung fahren möchte, könnte dies über die Kirchenstraße und die Franz-Aletsee-Straße tun. Die Nassauer Straße würde auf diesem Weg entlastet.

Vereinzelt waren auch Stimmen vernehmbar, die sich für eine Fußgängerzone in der Krumbacher Innenstadt aussprechen. Kritisiert wurde mitunter ein Mangel an Parkplätzen.

Die Sperrung des Marktplatzes auf der Südseite von Mai bis September war 2015 im Krumbacher Stadtrat probeweise für ein Jahr beschlossen worden. 2016 fand dann zum ersten Mal die Veranstaltungsreihe „Live am Marktplatz“ statt. Nach dem Ausfall wegen des Kachelofen-Brandes im Jahr 2017 wird es für „Live am Marktplatz“ in diesem Jahr eine Neuauflage geben. Im Oktober 2016 hatte sich der Krumbacher Stadtrat mit 21:3 Stimmen dafür ausgesprochen, den Marktplatz im Süden weiterhin von Mai bis September für die Durchfahrt zu sperren. Und das Konzept sollte unbefristet weitergeführt werden. Eine Nachfrage unserer Zeitung bei den Stadtratsfraktionen ergab, dass es für dieses Konzept offensichtlich weiterhin eine Mehrheit im Stadtrat gibt.

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