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Adventskonzert

06.12.2017

Reise durch 500 Jahre Musikgeschichte

Beim 20. Adventskonzert der Berufsfachschule für Musik in der Krumbacher Maria-Hilf-Kirche war auch ein Gitarrenensemble zu hören (von links): Viola Edenhofer, Aleksandar Milosevic, Victoria Pierz, Glen Frikart.
Bild: Thomas Niedermair

Die Berufsfachschule für Musik Krumbach begeistert mit einem glanzvollen Programm

Auf großes Publikumsinteresse stieß das Adventskonzert der Berufsfachschule für Musik (BFSM). Die nahezu voll besetzte Maria-Hilf-Kirche, die als Veranstaltungsort diente, bildete den Rahmen für ein an glanzvollen Höhepunkten reiches und durch Vielfalt überzeugendes Programm.

„Wir feiern diesmal ein kleines Jubiläum“, teilte Alfons Baader, Schulleiter der BFSM Krumbach, den erwartungsfrohen Zuhörern zur Begrüßung mit, denn „das heutige Konzert ist unser 20. Adventskonzert“. Diesem Anlass entsprechend bescherten die jungen Musiker im Zusammenwirken mit ihren Lehrkräften stilvoll servierte musikalische Präsente. Erfolgreich wurde an die Tradition herausragender BFSM-Konzerte angeknüpft und ein abwechslungsreiches, niveauvolles Programm geboten. Dass dabei bei freiem Eintritt um Spenden zugunsten des „Offenen Tafelkreises Krumbach“ und der „Kartei der Not“ gebeten wurde, passte gut zum adventlichen Grundsatz des Helfens durch Schenken.

Das von der BFSM und dem Rotary-Club Krumbach, dessen amtierender Präsident Norbert Rehfuß allen Mitwirkenden und Förderern dankte, veranstaltete Adventskonzert war eine Reise durch fünf Jahrhunderte Musikgeschichte. Eröffnet wurde es durch ein Bläserensemble. Schwungvoll und einfühlsam brachten die zehn Bläser und zwei Schlagwerker Musikschöpfungen des Renaissance-Komponisten Anthony Holborne (1560 – 1602) zum Klingen. Einer „Suite in C-Dur“, die dessen Zeitgenosse Paul Peuerl (1570 – 1625) komponiert hat, widmete sich ein Gitarrenquartett um Viola Edenhofer sensibel und (saiten-)klangvoll. Mit „Vom Himmel hoch“ von Johann Hermann Schein (1586 – 1630), formvollendet gesungen (Luisa Müller, Selin Keskin, Fabian Raimund) und gespielt (Lukas Krauß an der Posaune, Gerhard Abe-Graf am Cembalo) wurde die Renaissance verabschiedet.

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Prachtvoll barock ging es weiter mit Werken von einigen der ganz großen Namen des 18. Jahrhunderts. Georg Friedrich Händels „Larghetto“ und „A tempo di Gavotta“ (aus der „Sonate in C-Dur“) wurden durch Anna Hanslbauer (Querflöte) und Miriam Schuster (Cello) feinfühlig und makellos interpretiert, Johann Sebastian Bachs „Jesus bleibet meine Freude“ brachte das Saxofon-Quartett um Günther Beugel ebenso virtuos zum Funkeln. Und bei Wolfgang Amadeus Mozarts „Andante“ (aus dem „Divertimento D-Dur KV 136“) machte auch das makellose Spiel der Streicher das hohe Leistungsniveau der BFSM-Instrumentalensembles sicht- und hörbar.

Beim „Andante moderato“ von Karl Stamitz (1745 – 1801), vom Klarinettenquintett gefühlvoll intoniert, überzeugte Jamila Nestel an der Solo-Klarinette. Im Anschluss ertönte das „Veni Domine“ von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 – 1847), durch das zehnköpfige Vokalensemble von der Empore aus glockenklar interpretiert, ehe ein Querflötenquartett mit den „Christmas Carols“ von James Christensen (*1942) fein und geschmeidig in die Gegenwart überleitete. Das „Ave Maria“ von Franz Biebl (1906 – 2001) wurde von einem Septett an Posaune, Eufonium und Tuba stilvoll zur Wirkung gebracht, beim Spiritual „Mary had a baby“ überzeugte Corinna Fischer als Solo-Sängerin.

Die Vielfalt des Programms verdeutlichten zudem der „Cantus à 10“ aus dem 17. Jahrhundert, vorzüglich gesungen vom Vokalensemble, und die mit viel Spielfreude durch Sebina Weich am Marimbafon, Peter Vogt am Vibrafon und drei Perkussionisten vorgestellte, dynamisch-lebhafte Rhythmus-Nummer „Freiheit“, die eine Schöpfung des BFSM-Schülers Vogt ist. Mit zur Adventszeit passendem Liedgut (Carl Gottlieb Reissigers „Lauda Sion“, Dimitri Bortnianskys „Du Hirte Israel“ und Rihards Dubras „Rorate coeli desuper“) und einer modernen, vokalartistisch verfremdeten „O Tannenbaum“-Bearbeitung (von Martin Carbow) setzte der 50 Stimmen starke BFSM-Chor – bei jeweils wechselndem Dirigat (Fabian Raimund, Luisa Müller, Patricia Nell, Jannis Schnitzler, Viola Edenhofer) – finale musikalische Glanzlichter. Die von den gezeigten Leistungen beeindruckten Zuhörer belohnten die jungen Musiker und ihre Lehrer am Ende mit stehenden Ovationen.

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