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Krumbach/Thannhausen

25.11.2017

Rennstrecken, Parkprobleme, heikle Kreuzungen

Für gefährlich hielten mehrere Anrufer beim Verkehrstelefon die Situation im Bereich der Schlachthausstraße/Brühlstraße. Hier sollte für Fußgänger ein Zebrastreifen eingerichtet werden, war die Meinung.
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Für gefährlich hielten mehrere Anrufer beim Verkehrstelefon die Situation im Bereich der Schlachthausstraße/Brühlstraße. Hier sollte für Fußgänger ein Zebrastreifen eingerichtet werden, war die Meinung.
Bild: Monika Leopold-Miller

Wo unsere Leser beim Thema Verkehr „der Schuh drückt“. Großes Interesse beim Lesertelefon.

Wo drückt in Sachen Verkehr in der Region der Schuh? Das war die zentrale Frage beim MN-Lesertelefon. Außerordentlich groß war das Interesse. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken. In den folgenden Passagen haben wir einige Schwerpunktthemen wie zu schnelles Fahren oder auch Parkprobleme zusammengefasst. In den nächsten Tagen wollen wir zu verschiedenen Themen bei den verantwortlichen Politikern nachfragen. Weitere Berichte zum MN-Lesertelefon folgen.

Das hohe Verkehrsaufkommen in Krumbach verursache sehr viele Staus, meinte Erwin Lerchner aus Neuburg. Seiner Meinung nach könnten diese Staus teilweise mit relativ geringem Aufwand abgeschwächt werden. Seine Vorschläge:

An der Kreuzung Nordstraße/ Burgauer Straße stadtauswärts sollte die Verkehrsinsel geschmälert und eine Trennlinie in der Mitte der Fahrbahn angebracht werden, damit die „Einordnungsmuffel“ zur richtigen Spurwahl bewegt werden.

Bei der Kreuzung Südstraße/ Babenhauser Straße sollte stadtauswärts eine Linksabbiegespur einrichtet und eine entsprechende Markierung in der Mitte der Fahrbahn aufgebracht werden. Platz sei genügend vorhanden.

In der Bahnhofstraße, Kreuzung Ulmer Straße und Kreuzung Lichtensteinstraße schalteten die Ampeln stadtauswärts Richtung Norden viel zu kurz. So komme es zu den langen Staus. In der Mindelheimer Straße/Kreuzung Südstraße sei dies durch die intelligente Ampel mittlerweile gut gelöst, obwohl es trotzdem an Stoßzeiten noch zu Staus bis zum Kreisverkehr hinkomme.

„Da Krumbach meine liebste Einkaufsstadt ist, würde mich eine Verbesserung der ärgerlichen Verkehrsprobleme sehr freuen“, sagte Lerchner.

Die Robert-Steiger-Straße werde seit ihrer Sanierung als Rennstrecke benutzt, kritisierte Willi Allner. Kindergartenkinder und Schüler würden zu Fuß oder per Fahrrad diese Straße auf ihrem Weg zur Schule oder zum Kindergarten überqueren und seien dabei in Gefahr. Allner schlägt eine Reduzierung der Geschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer vor. Außerdem sollte die Mühlstraße für große Lkw gesperrt werden, meinte Allner.

Gut findet es eine Anruferin, dass die Stadt 30-er-Zonen ausweist, wie beispielsweise im Dreifaltigkeitsweg in Krumbach. „Aber es hält sich keiner dran“, bemängelte sie. Die Anruferin schlägt vor, nicht nur Schilder für die Geschwindigkeitsbegrenzung anzubringen, sondern auch auf die Straße die Zahl 30 aufzumalen.

Gerhard Frank aus Krumbach ist aufgefallen, dass seit der Eröffnung des neuen Fachmarktzentrums auf dem ehemaligen Baywa-Gelände im Höllgehau viele Fahrzeuge von der Ulmer Straße kommend die Abkürzung über den Hopfenweg nehmen. Diese Straße ist nur für Anlieger frei und auf 30 Stundenkilometer begrenzt. Die am Anfang der Straße angebrachte Schwelle werde teils durch Überfahren des Gehsteigs umfahren. „Die schießen da runter“, klagte der Anrufer über das hohe Tempo der Autofahrer.

Ein weiterer Anrufer kritisierte, dass in der Innenstadt von Krumbach vier verschiedene Geschwindigkeiten zugelassen seien. Seiner Meinung nach sollte das einheitlich gestaltet werden. Er verweist auf die Stadt Illertissen, wo im Innenstadtbereich generell Tempo 20 gelte. Außerdem meinte der Anrufer: „Wenn man in der Karl-Mantel-Straße die vorgegebenen 20 Stundenkilometer fährt, wird man überholt.“

Auf die gefährliche Verkehrssituation im Kreuzungsbereich Schlachthausstraße/Brühlstraße wies Susi Duchac aus Krumbach hin. Für Fußgänger sei es oftmals schwierig, die Straße gefahrlos zu überqueren. Zudem werde in diesem Bereich teils im Halteverbot geparkt. Ferner würde der Lkw-Verkehr, der in der Brühlstraße in beiden Richtungen unterwegs ist, eine Gefahr darstellen. Susi Duchac schlägt vor, dass Lkw nur noch in die Brühlstraße einfahren und über die Verbindungsstraße zur Südstraße wieder rausfahren. Außerdem sollte ihrer Meinung nach die Geschwindigkeit in der Brühlstraße auf 30 Stundenkilometer begrenzt werden. „In der Brühlstraße werden Autorennen gefahren, vor allem sonntags“, berichtete die Anruferin.

Auf eine „wilde“ Parksituation in der Thannhauser Mozartstraße wies Gerolf Milhard aus Thannhausen hin. In dieser Straße werde links und rechts geparkt. Hier sollte das Parken seiner Meinung nach einheitlich, also nur auf einer Seite erlaubt sein. Weiter bemängelte Milhard, dass die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Stundenkilometer nicht eingehalten werde.

Schlecht einsehbar und damit gefährlich sei die Einmündung von der Ährenfeldstraße in die Bahnhofstraße in Thannhausen, meinte Dr. Nils Goltermann. Der angebrachte Spiegel habe eine schlechte Qualität und sei keine Hilfe. Gegenüber einen Doppelspiegel in besserer Qualität anbringen, das wäre seiner Meinung nach des Einfachste.

Manfred Donderer wies auf eine sehr hohe Gefahr bei der Kreuzung Hauptstraße/Edelstetter Straße in der Ortsmitte von Langenhaslach wegen enormem Verkehrsaufkommen hin. Er ist stark sehbehindert. Beim Queren der Kreuzung setze er jedes Mal seine Gesundheit aufs Spiel. Diesem Risiko seien außer ihm auch zahlreiche andere Menschen ausgesetzt.

Deshalb hat Donderer auch einen Antrag auf einen barrierefreien Straßenübergang an die Marktgemeinde gerichtet. Auch an das Landratsamt hat er sich gewandt. „Es muss für uns Menschen die Sicherheit an oberster Stelle stehen“, betonte Donderer.

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