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Kreis Günzburg

16.11.2018

Rentner bessert als Drogendealer seine Kasse auf

Ein 61-Jähriger aus dem südlichen Landkreis Günzburg verkaufte Drogen, um seine kleine Rente aufzubessern.
Bild: Friso Gentsch/ dpa (Symbolfoto)

61 Jahre lang hat er sich nichts zu Schulden kommen lassen. Dann verkauft er Haschisch und landet vor Gericht.

Das Leben mit einer kleinen Rente, es wird für immer mehr alte Menschen in Deutschland zum Problem. Ein 61-Jähriger aus dem südlichen Landkreis Günzburg wollte seine missliche Lage auf illegale Weise verbessern. Er wurde zum Drogendealer. Während eines Spanien-Aufenthalts geriet er in Kontakt mit einem international agierenden Drogenring und ließ sich auf Geschäfte mit den Kriminellen ein.

Ab 2017 verkaufte er im Landkreis Haschisch, also zu Blöcken gepresstes Harz, das aus der weiblichen Hanfpflanze gewonnen wird. Er bezog die Droge von seinen Auslandskontakten. Doch auf diesem Weg kam dem Frührentner dann auch die Polizei auf die Schliche. Der Mittelsmann wurde verhaftet. Ihm wurde bereits der Prozess gemacht, ein Gericht verurteilte ihn zu neuneinhalb Jahren Haft. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig. Auch wenn der spätberufene Drogendealer nur ein kleines Licht in der kriminellen Organisation war, sind seine Taten nicht unerheblich.

Drei Taten werden dem Mann vorgeworfen

Auf die unerlaubte Einfuhr und das Handeltreiben mit Drogen stehen bis zu fünf Jahre Haft. Die Staatsanwaltschaft warf dem 61-Jährigen drei separate Taten vor. Insgesamt soll er über drei Kilogramm Haschisch verkauft haben, bei der Hausdurchsuchung fand man dann noch weitere 15 Gramm. Der Mann, der aus der Untersuchungshaft in der Justizvollzugsanstalt Memmingen am dortigen Amtsgericht vorgeführt wurden, gestand seine Taten vollumfänglich. Er habe damit nur seine kleine Rente aufbessern wollen. Wie er dabei in solch hochkriminelle Kreise geraten konnte, ist dennoch bemerkenswert. Schließlich hatte der Mann bis dahin ein untadeliges Leben geführt und keinerlei Vorstrafen.

Auch deshalb beließ es das Schöffengericht um Richter Nicolai Braun noch bei einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten. Der Mann nahm das Urteil noch im Gerichtssaal an.

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