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B 300-Gefahrenstellen

14.10.2008

Rillen rütteln wach

Früher führte die B 300 vom östlichen Ortsende direkt nach Ziemetshausen. Mit der neuen Umfahrung von Thannhausen entstand am Schnittpunkt der beiden Straßen eine Einmündung, die zeitweise zu den großen Gefahrenstellen im südlichen Landkreis zählte.

Die sechs großen Streifen, die einige hundert Meter vor dem Knick des untergeordneten Zubringers etwa eineinhalb Zentimeter tief in den Asphalt eingefräst wurden, hatten den Mann nicht aufgeschreckt. Doch genau das sollen sie eigentlich: Der kleine Belastungstest für die Auto-Stoßdämpfer muss jeden Verkehrsteilnehmer wachrütteln und so die gefährliche Stelle ankündigen.

Kombination mit Erdwall und spezieller Richtungstafel

Im Normalfall tun sie das auch - "Die Unfälle an dieser Stelle haben sich dadurch verringert", sagt Bauoberrat Tobias Ehrmann vom Straßenbauamt. Die gesunkenen Unfallzahlen bestätigt Peter Zanker von der Polizeiinspektion Krumbach. Früher habe es an der Stelle beinahe wöchentlich gekracht.

Rillen rütteln wach

Um die Gefahrenstelle zu entschärfen, entschied sich die Unfallkommission unter Federführung des Straßenbauamts, einen Erdhügel hinter der Warnbarke aufzuschütten. Damit sollte den Autofahrern die freie Sicht genommen werden, die den früheren Straßenverlauf erahnen lässt. Dann wurde die Richtungstafel mit fluoreszierenden gelben und roten Pfeilen versehen: "Die sieht man tagsüber viel besser", sagt Zanker. Die Kombination mit den Fräsrillen ist für die Verkehrsexperten ein Maßnahmenpaket, das in ähnlicher Form auch am Kreisverkehr der neuen Thannhauser Umfahrung für mehr Sicherheit sorgen soll.

Am ersten Kreisel aus Richtung Ziemetshausen kündigt zunächst ein Verkehrsschild die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70 Stundenkilometer an. Dann machen die Autofahrer Bekanntschaft mit den Streifen, die zunächst in weitem Abstand, dann kurz aufeinanderfolgend in den Boden eingefräst wurden.

Reflektoren an den Randsteinen

Zu guter Letzt sind an den Randsteinen des Kreisels Reflektoren angebracht. "Seitdem ist der Kreisverkehr deutlich angekommen", sagt Verkehrsexperte Zanker. In der Vergangenheit hatte es an der Stelle zahlreiche Unfälle mit teilweise hohem Sachschaden gegeben - oft wurde die Insel buchstäblich überfahren.

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