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Krumbach

01.05.2019

Ruhige Freinacht, aber eine Reihe von Unfällen in Mittelschwaben

Da hingen sie noch, die Plakate des DGB zum 1. Möglicherweise in der Nacht zum Montag wurden sie von bislang nicht ermittelten Tätern weggerissen. Der DGB hat Anzeige erstattet.
Bild: Christoph Helmes

Einsätze der Polizei halten sich in Grenzen. Bei Unfällen entsteht zum Teil ein hoher Sachschaden. In der Krumbacher Innenstadt wurden DGB-Plakate weggerissen.

Offensichtlich in insgesamt ruhigen Bahnen verlief die Freinacht im Raum Mittelschwaben. Erwartungsgemäß gab es wieder einmal die üblichen „Streiche“ mit ausgehängten Gartentüren, versteckten Mülltonnen und Ähnlichem. Schlimmere Vorkommnisse wurden von der Polizei zuletzt aber nicht gemeldet.

Allerdings wurden möglicherweise bereits in der Nacht zum Montag zwölf laminierte Plakate des DGB zum 1. Mai, die in der Innenstadt aufgehängt waren, weggerissen und offenbar gestohlen. Der stellvertretende DGB-Ortsvorsitzende Christoph Helmes berichtet weiter, dass er im Namen des DGB Anzeige erstattet hat. „Der Gesamtwert der eigens professionell laminierten zwölf Plakate beträgt etwa 120“, teilt Christoph Helmes mit. „Dass DGB-Plakate, die lediglich sachlich und friedlich auf Arbeitnehmerbelange sowie die Wichtigkeit der anstehenden Europa-Wahlen hinweisen, anscheinend einfach so“ weggerissen und gestohlen werden, erscheint uns doch sehr bemerkenswert und bedenklich“, erklärt er.

Wie das Kemptener Polizeipräsidium in seinem Gesamtbericht zur Freinacht schreibt, war „erwartungsgemäß für die Kolleginnen und Kollegen in der Freinacht ein erhöhtes Notruf- und Einsatzaufkommen zu bewältigen.“ Der Schwerpunkt des Notrufaufkommens lag in den Stunden nach Mitternacht. Insgesamt 136 Einsätze hatten im Präsidiumsgebiet, das vom Allgäu bis zur Donau reicht, direkten Bezug zur Freinacht (2018: 140 Einsätze).

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Etliche Unfälle in Krumbach

Die Mehrzahl dieser Einsätze wurde „durch Sachbeschädigungen beziehungsweise damit im Zusammenhang stehende Verhaltensweisen unterhalb der Schwelle der Strafbarkeit und der angezeigten Ruhestörungen verursacht.“ Körperverletzungen blieben die Ausnahme. Eine eher ruhige Freinacht – aber in den vergangenen Tagen kam es zu einer Reihe von Unfällen:

1000 Euro Schaden:

Ein Sachschaden von rund 1000 Euro entstand am Dienstag, gegen 9.35 Uhr, an der Lichtzeichenanlage der Kreuzung der Babenhauser Straße mit der Nattenhauser Straße in Krumbach. Eine 23-jährige Pkw-Fahrerin wartete an jener Lichtzeichenanlage, da diese Rot zeigte. Dabei wurde sie von einer 37-jährigen Pkw-Fahrerin übersehen, die ihr mit ihrem Wagen auffuhr. Personen wurden, wie die Polizei weiter berichtet, nicht verletzt.

Aufgefahren:

Offenbar aufgrund der tief stehenden Sonne übersah ein 40-jähriger Autofahrer am Dienstag, um 17.05 Uhr, eine an der Einmündung zur Babenhauser Straße in Krumbach wartende 16-jährige Mofafahrerin und fuhr mit seinem Wagen auf das Mofa auf. Keine der beteiligten Personen wurde verletzt. Es entstand ein Sachschaden von rund 550 Euro.

Poller gestreift:

Ein 54-jähriger Pkw-Fahrer bemerkte am Dienstag, um 17.10 Uhr laut Polizei zu spät, dass die Durchfahrt am Krumbacher Marktplatz gesperrt war. Aus diesem Grund setzte er zurück und streifte dabei einen am Straßenrand stehenden Poller. Dadurch wurde ein Sachschaden von etwa 2100 Euro verursacht.

Pkw übersehen:

Ein Sachschaden von ca. 3.500 Euro entstand am Montag, gegen 16.30 Uhr an der Einfahrt zum Krumbad. Eine 77-jährige Pkw-Fahrerin wollte vom Krumbad kommend nach links auf die B 300 einbiegen. Hierbei übersah sie laut Polizei den Pkw einer 72-jährigen Seniorin, die von rechts kommend ins Krumbad abbiegen wollte. Da beide Fahrzeuge nur mit geringer Geschwindigkeit unterwegs waren, wurde niemand verletzt.

Gullydeckel ausgehoben:

In Weißenhorn musste die Polizei aufgrund eines ausgehobenen Gullydeckels ausrücken. Dieser konnte aber umgehend wieder eingesetzt werden. Ein Verursacher konnte, so der Bericht der Polizei, nicht ermittelt werden. (zg/pb)

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