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Wintereinbruch

30.11.2012

Schneechaos in Mittelschwaben

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2 Bilder
Wegen des schweren Schnees sind in der Region viele Bäume umgestürzt oder drohten umzufallen. Die Feuerwehren waren gestern im Dauereinsatz, etwa die Feuerwehr Krumbach auf der B 300 (links) oder im Burgweg in Krumbach, wo der Weg zum Krumbacher Reitstall frei geschnitten werden musste.
Bild: Foto Weiss

Viele Einsätze von Polizei und Feuerwehr. Massive Verkehrsbehinderungen während des Berufsverkehrs

Landkreis Nicht unerwartet aber doch ziemlich heftig, brach der Winter in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag zum zweiten Mal in diesem Jahr über Mittelschwaben herein. Polizei und Feuerwehren im Landkreis waren seit den frühen Morgenstunden im Dauereinsatz, um auf der Straße liegende Bäume zu entfernen oder Unfälle aufzunehmen.

Vor allem während des Berufsverkehrs meldete die Polizei erhebliche Verkehrsbehinderungen. Der Krumbacher Polizist Michael Freisinger war am Morgen im Einsatz und berichtete, dass es vor allem an den Bergstücken entlang der B 300, zwischen Thannhausen und Ziemetshausen sowie auf Höhe Edenhausen zu massiven Verkehrsbehinderungen kam. Mehrere Lastwagen seien auch an der Steigung vor dem Krumbad liegen geblieben.

Nach Rücksprache mit den Fahrern hatte die Polizei kurzzeitig den Gegenverkehr gesperrt, berichtet Freisinger. Die Fahrer seien der Ansicht gewesen, mit ihren Fahrzeugen die Steigung zu meistern, doch hätte es sein können, dass die schweren Sattelschlepper beim Anfahren auf die Gegenfahrbahn rutschen. Nachdem das Anfahrmanöver gelang, konnte die Polizei einen Lastwagen nach dem anderen den Berg hinaufschicken. Danach hatte das Streufahrzeug die Strecke nochmals geräumt und gestreut. Im Laufe des Vormittags habe sich die Lage dann entspannt, sagte Freisinger.

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In Ursberg fiel der Strom für mehrere Stunden aus

An der Einmündung der Augsburger Straße in die B 300 östlich von Thannhausen schlitterte ein 23-jähriger Autofahrer gegen 6.30 Uhr mit seinem Fahrzeug in die Leitplanke. Der junge Mann erlitt leichte Verletzungen und wurde mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus nach Krumbach gebracht. Insgesamt entstand am Fahrzeug und der Leitplanke Sachschaden in Höhe von rund 4000 Euro.

Wenig später glitt in der Babenhauser Straße ein Lastwagen auf schneeglatter Straße von der Fahrbahn ab. Gegen 7 Uhr hingen vier Sattelzüge auf der B 16 am Bleicher Berg fest, weil ein Baum über der Fahrbahn hing. Die Freiwillige Feuerwehr Krumbach musste einen Baum auf der B 300 auf Höhe der Ortschaft Ebershausen von der Straße räumen. Zwischen Niederraunau und Mindelzell ist laut Freisinger die Ortsverbindungsstraße GZ 7 gesperrt. Die Feuerwehr und Bauhofmitarbeiter arbeiten mit Hochdruck daran, abgeknickte Bäume zu fällen. Doch aufgrund des schweren Schnees könnten dort immer wieder Bäume und Äste abknicken und auf die Straße fallen, sagt Freisinger. Voraussichtlich bleibe die Straße auch noch am Freitag gesperrt. Auch die Straße zwischen Maria Vesperbild und Langenneufnach musste gesperrt werden.

Steffen Baumgart von der Freiwilligen Feuerwehr Bayersried-Ursberg-Premach meldete, dass am Donnerstag gegen 6.20 Uhr in Ursberg über eine Stunde der Strom komplett ausfiel. Kurz davor sei ein greller Lichtbogen am Himmel zu sehen gewesen. Nach einer Stunde waren Bayersried und Ursberg wieder mit Strom versorgt. In Teilen des Dominikus-Ringeisen-Werks konnte die Stromversorgung erst ab etwa 9 Uhr wiederhergestellt werden. Angestellte des städtischen Bauhofs in Krumbach berichteten, seit etwa vier Uhr morgens seien alle Mitarbeiter mit sämtlichen Räumfahrzeugen im Dauereinsatz unterwegs. Mittags gegen halb eins müssten die Fahrer dann eine gesetzlich vorgeschriebene Pause einlegen, ehe sie wieder ausrücken dürfen.

Der Krumbacher Stadtförster Axel Dinger musste morgens zum Reitstall ausrücken. Von einer Weißbuche, die sich bereits seit Längerem in Richtung Reitstall lehnte, war ein armdicker Ast heruntergebrochen. Dinger sollte untersuchen, ob der Baum Gefahr laufe, unter der Schneelast auf das Dach des Reitstalls zu fallen. Der Baum sehe von außen aber gesund aus. Erfahrungsgemäß bleibe eine Weißbuche, die von außen keine Anzeichen von Fäulnis oder Krankheiten aufweise, stabil. Doch sollte sich wegen der herabfallenden Äste niemand unter dem Baum aufhalten. Dinger empfiehlt Spaziergängern, die nächsten Tage den Wald zu meiden. (rbod)

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