1. Startseite
  2. Lokales (Krumbach)
  3. Schnelles Internet rund um Krumbach

Krumbach

31.01.2018

Schnelles Internet rund um Krumbach

Schnelles Internet für die Verwaltungsgemeinschaft Krumbach: Unser Bild zeigt in der vorderen Reihe von links die Bürgermeister Herbert Kubicek (Ebershausen), Gabriele Wohlhöfler (Breitenthal) und Karl Weiß (Waltenhausen) bei der Vertragsunterzeichung. Hinten von links Breitbandberater Jürgen Schuster, Smartone-Geschäftsführer Martin Naber und Breitbandpate/Geschäftsstellenleiter Dieter Gumpinger.
Bild: Peter Bauer

In der Verwaltungsgemeinschaft Krumbach soll es deutliche Verbesserungen geben. Was in Ebershausen, Breitenthal und Waltenhausen geplant ist.

Die Geschichte wurde sozusagen über die Jahre hinweg zu einer Art Dauerbrenner. „Steinzeit-Internet“, 384 KBit/Sekunde. Das war vor nicht allzulanger Zeit noch der Alltag für Breitenthals Bürgermeisterin Gabriele Wohlhöfler. In ihrem Büro saß die Bürgermeisterin vor Plänen, die am Schirm zunächst einfach nicht aufgehen wollten. „Das hat bis zu einer Dreiviertelstunde gedauert“, erinnert sie sich. Eine plastische Schilderung eines Defizits. Die 384 KBit/Sekunde wurden sehr schnell wieder Gesprächsthema, sobald es um die Verbesserung der Internetanbindung ging. Und in Sachen schnelles Internet tut sich in den Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Krumbach einiges. Verstärkter Einsatz von Glasfaser, Kapazitäten bis 60 oder gar bis 100 MBit/Sekunde: Das ist jetzt die Perspektive für die VG, der die Orte Aletshausen, Waltenhausen, Ebershausen, Breitenthal, Deisenhausen und Wiesenbach angehören. Seit vielen Jahren arbeiten die VG-Gemeinden mit dem Anbieter Smartone aus Wiggensbach im Allgäu zusammen. Auch jetzt wieder bei den anstehenden Verbesserungen mit den Schwerpunkten in den Gemeinden Breitenthal, Ebershausen und Waltenhausen.

Was ist konkret geplant? Der Richtfunk, über Jahre hinweg die Basis für das Internet im VG-Bereich, soll zurückgebaut werden. Stattdessen kommt die hochwertige Glasfasertechnik zum Einsatz.

Was ist der Vorteil von Glasfaser? Es sei leistungsfähig, stabil, es gebe auch bei der Nutzung durch viele keine Leistungsabfälle, erklärt Martin Naber, Geschäftsführer von Smartone. Auch bei langen Leitungen gebe es im Gegensatz zum Kupfer keine Leistungsabfälle. Im VG-Bereich gebe es bislang Kapazitäten von 20 bis 30 MBit/Sekunde. Durch die Glasfasertechnologie könne dies auf eine Stufe bis 60 oder gar 100 MBit/Sekunde gesteigert werden.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

In Breitenthal werde, so Bürgermeisterin und VG-Vorsitzende Gabriele Wohlhöfler, der Hauptort Breitenthal bis zu den Verteilerkästen mit Glasfaser ausgestattet. Die letzten Meter in die Häuser würden noch mit Kupferkabel überbrückt. Gleiches ist für den Ortsteil Nattenhausen geplant. Der Ortsteil Oberried wird bis in die Häuser mit Glasfaser ausgerüstet, ebenso der Bereich Oberrieder Weiher und das Vereinsheim Breitenthal. Die Arbeiten sollen innerhalb von 18 Monaten über die Bühne gehen. Insgesamt sind öffentliche Investitionen in Höhe von 160000 Euro vorgesehen. Die Förderung durch ein Programm des Freistaats Bayern (Finanzminister Markus Söder überreichte vor Kurzem entsprechende Förderbescheide) ist mit rund 127000 Euro beträchtlich.

Auch Waltenhausens Bürgermeister Karl Weiß freut sich in Sachen Internet auf umfangreiche Verbesserungen in seiner Gemeinde. 138000 Euro investiert die Gemeinde, an Fördermitteln kommen rund 552000 Euro dazu. Wie sieht hier der Fahrplan aus? Bis ins Haus mit Glasfaser ausgestattet werden die Ortsteile Weiler und Hairenbuch und die nördliche Hälfte des Hauptortes Waltenhausen sowie verschiedene Aussiedlerhöfe. In der südlichen Hälfte ist zunächst eine Ausstattung bis zu den Verteilerkästen vorgesehen. Der Zeitplan ist mit der Planung für Breitenthal vergleichbar. Die Arbeiten sollen, wie Weiß berichtet, im September 2019 abgeschlossen sein.

Auch die Gemeinde Ebershausen profitiert von der jüngsten Entwicklung. Vorgesehen ist laut Bürgermeister Herbert Kubicek eine Förderung von rund 70000 Euro. Die Gemeinde selbst investiert ca. 20000 Euro. In Eberhausen wird der Ortsteil Waltenberg „bis ins Haus“ mit Glasfaser ausgestattet. Vorgesehen ist auch bei diesem Projekt eine Arbeitszeit von rund 18 Monaten. Wie Breitbandberater Jürgen Schuster erläuterte, sei der Auftrag für die Arbeiten im Rahmen einer Ausschreibung an den wirtschaftlichsten Bieter vergeben worden.

Arbeiten in Aletshausen weit fortgeschritten

Wie sieht es in Sachen Glasfaser in den weiteren VG-Gemeinden aus? In Aletshausen stehen die Arbeiten laut VG-Vorsitzender Gabriele Wohlhöfler bereits vor dem Abschluss. In Deisenhausen und Wiesenbach müsse noch das Thema Förderung geklärt werden.

Das Thema Digitalisierung spielt derzeit in der „großen“ Politik eine herausragende Rolle. Mitunter wird gar von einer Gigabit-Gesellschaft bis zum Jahr 2025 gesprochen. Smartone-Geschäftsführer Martin Naber freut sich auf die weitere Zusammenarbeit mit den Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Krumbach.

Für die Verwaltungsgemeinschaft begleitet Dieter Gumpinger, seit 2017 Geschäftsstellenleiter, das Projekt als „Breitbandpate“. Er übernahm diese Aufgabe vor einigen Monaten von Reinhard Flexer, der von 1985 bis 2017 Geschäftsstellenleiter war.

Mit dem jüngsten Projekt und der Vereinbarung mit Smartone sieht Gabriele Wohlhöfler die Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Krumbach insgesamt auf einem guten Weg. Die Anekdote mit den 384 KBit/Sekunde wird zwar vermutlich immer wieder einmal die Runde machen. Aber sie steht dann im wahrsten Wortsinn für eine entfernte Zeit.

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Lesen Sie dazu auch
Copy%20of%20Europafachtag_BFS_(2)(1).tif
Krumbach

Interkulturelle Bildung und Fremdsprachenkompetenz

ad__nl-chefredakteur@940x235.jpg

SECHS UM 6: Unser neuer Newsletter

Die sechs wichtigsten Neuigkeiten um 6 Uhr morgens sowie ein Ausblick auf den
aktuellen Tag – Montag bis Freitag von Chefredakteur Gregor Peter Schmitz.

Newsletter bestellen