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16.06.2009

Schweinegrippe: "Die Sorge bleibt"

Landkreis Im Landkreis Günzburg hat es bislang noch keinen Fall der sogenannten Schweinegrippe gegeben. In der Region ist sie trotzdem schon angekommen. Vorige Woche bestätigte das Universitätsklinikum Ulm zwei Fälle der Grippe mit dem H1N1-Virus - ein 49-jähriger Mann und ein 15-jähriges Mädchen aus dem Alb-Donau-Kreis hatten sich unabhängig voneinander im US-Bundesstaat Florida angesteckt. Der Krankheitsverlauf war harmlos abgegangen, am Wochenende waren beide wieder aus der Klinik entlassen worden. Auch wurde ein weiterer Fall im Ostallgäu bekannt.

Deshalb bestehe "keinerlei Anlass, bei der Wachsamkeit nachzulassen", erklärte am Montag Dr. Roland Schmid, der Leiter des Gesundheitsamtes Günzburg auf Anfrage. "Es gibt weiterhin eine gewisse Alarmbereitschaft."

Deshalb seien auch die Arztpraxen im Landkreis mit Proberöhrchen versorgt worden, um bei Verdacht auf eine Ansteckung mit dem H1N1-Virus sofort Abstriche machen und die Proben rasch analysieren zu können. Die "Erkrankungsgipfel" bei Grippe gebe es erfahrungsgemäß im Frühjahr und im Herbst. Deshalb sei nicht auszuschließen, dass mit der Zunahme der "normalen" Grippefälle im Herbst auch mehr Fälle der sogenannten Schweinegrippe auftreten, sagte Dr. Roland Schmid.

Nach wie vor bestehe kein Anlass zur Panik, es gebe aber auch keinerlei Grund, die Dinge auf die leichte Schulter zu nehmen - zumal es den ersten Toten in Europa schon gegeben hat. Dr. Schmid: "Es bleibt grundsätzlich die Sorge, dass sich die Schweinegrippe weiter ausbreitet, auch wenn wir bisher noch nicht in der Schusslinie sind."

Derzeit arbeiten Forscher und Pharmaindustrie daran, einen Impfstoff speziell gegen die Schweinegrippe zu entwickeln. Die Bürgerinnen und Bürger sollten dies im Auge behalten und sich, wo immer möglich, rechtzeitig im Herbst impfen lassen, rät Dr. Roland Schmid. Wie bei Impfungen allgemein gebe es keinen absoluten Schutz, doch die Krankheit nehme "in der Regel einen leichteren Verlauf", so der Leiter des Gesundheitsamtes.

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