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Kreis Günzburg

14.02.2018

Sicherheitsbilanz für Landkreis: Ein friedlicher Fasching – mit Ausnahmen

Die Polizei ist mit dem diesjährigen Fasching insgesamt sehr zufrieden, auch wenn es örtliche Ausreißer gibt.
Bild: Bernhard Weizenegger

Die Einsatzkräfte sind mit den närrischen Tagen im Landkreis insgesamt zufrieden. Bei den meisten Veranstaltungen gab es keine Probleme. Allerdings trifft das nicht auf alle zu.

Die Leiter der Polizeiinspektionen im Landkreis, der Rettungs- und Sanitätsdienst, die Feuerwehr sowie Landratsamt und Kliniken ziehen eine sehr positive Faschingsbilanz. Die Zahl der Vorfälle habe sich im Rahmen gehalten, Angriffe auf Einsatzkräfte gab es nicht. Aber nicht überall lief alles reibungslos. So sieht es im Detail aus:

Polizei Burgau Die Dienststelle hat die meisten Faschingsumzüge im Landkreis zu betreuen und mit Burgau auch den wohl größten Umzug. Stefan Eska ist insgesamt zufrieden, bloß in Burgau selbst sei die Bilanz in diesem Jahr eher durchwachsen. Dort wurden sieben Körperverletzungen registriert, zwei Menschen mussten in Gewahrsam genommen werden. Im Stadtteil Unterknöringen verlief der Umzug friedlich, aber es wurden drei Verfahren eingeleitet, weil Besucher täuschend echt aussehende Waffenimitationen dabei hatten. In Jettingen-Scheppach gab es keine Vorfälle, in Offingen eine Schlägerei nach dem Umzug im Jugendzentrum – und die Bundespolizei stellte sieben Ordnungswidrigkeiten fest, weil die Gleise überquert wurden. Auch in Landensberg blieb es friedlich.

Polizei Günzburg Bei den Umzügen in Kötz und Waldstetten gab es keine Probleme, auch insgesamt sei der Fasching aus polizeilicher Sicht relativ ruhig gewesen, sagt Stefan Müller. Es habe wesentlich weniger Probleme als noch vor Jahren gegeben, die verstärkten Sicherheitsvorkehrungen zeigten Wirkung. Lediglich vier Körperverletzungen wurden festgestellt, in Relation zu den vielen Menschen im Faschingstreiben sei das positiv. Der Polizei ist auch nicht bekannt, dass sich Minderjährige zur Bewusstlosigkeit getrunken hätten, wobei der Sanitätsdienst hier sehr schnell tätig werde und die Beamten diese Fälle meist gar nicht mehr mitbekämen. Dass weniger getrunken werde, könne man aber sicher nicht sagen. Anscheinwaffen wurden keine festgestellt, aber das sei sicher bloß Zufall.

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Polizei Krumbach Auch hier gab es relativ wenige Störungen der Sicherheit, erklärt Hans Willbold. Auffälligkeiten in puncto betrunkener Jugendlicher gab es nicht, auch keine bei den Anscheinwaffen.

Feuerwehr In Burgau gab es an sich keine Probleme, die zusätzlichen Umzüge seien für die Feuerwehr aber natürlich eine Mehrbelastung, sagt Kommandant Hans-Peter Merz. Dass Autofahrer Absperrungen nicht akzeptieren, sei inzwischen leider schon Routine. Doch dass auch das große Einsatzfahrzeug, das die Käppelestraße zum Schutz des Umzugs blockierte, einfach umfahren wurde, ärgert Merz. Eine Lücke müsse freigehalten werden, damit Anwohner das Gebiet verlassen können, „man weiß ja vorher nicht, dass es in Burgau am Rosenmontag einen Umzug gibt“. Aber die Feuerwehr ziehe nun die Konsequenz, dass künftig an jeder Sperre auch Personal stehen müsse. Die Kreisbrandinspektoren Albert Müller für den Bereich Günzburg und Erwin Schneider für den Bereich Burgau sagen, dass es insgesamt gesehen ihres Wissens nach keine nennenswerten Probleme während der Faschingszeit gegeben habe. Auch Kreisbrandmeister Helmut Motzer sind keine Schwierigkeiten bekannt. Der Kreisbrandinspektor für den Bereich Krumbach war nicht zu erreichen.

Rettungs- und Sanitätsdienst Die Johanniter waren erstmals bei den Umzügen in der Burgauer Kernstadt dabei, für die Größe der Veranstaltungen sei es aus sanitätsdienstlicher Sicht ruhig gewesen, sagt Heiko Feist von der Wache in Kötz. Bei den anderen Umzügen und dem Faschingstreiben im Landkreis sei das Rote Kreuz zuständig gewesen. Vor allem mussten leichte Schnittverletzungen behandelt werden, nachdem sich Besucher an Glasscherben verletzt hatten. Eher zum Schluss des Rosenmontags gab es dann auch alkoholisierte Jugendliche, aber es habe sich keiner zur Bewusstlosigkeit getrunken. Auch Florian Hartke, beim Roten Kreuz im Kreisverband für das Ehrenamt zuständig, kann von keinen Besonderheiten berichten. Die Zahl der Betrunkenen habe sich auf dem Niveau der Vorjahre bewegt. Beim hauptamtlichen Rettungsdienst gab es ebenfalls keine Probleme, sagen Rot-Kreuz-Kreisgeschäftsführer Werner Tophofen und Ole Kaske, Leiter Rettungsdienst der Johanniter im Regionalverband Schwaben.

Kliniken In der Kreisklinik Günzburg waren die Schlägerei in Offingen und die Körperverletzungen in Burgau zu merken, erklärt der Direktor Klinikmanagement, Andreas Mugler. Schließlich kamen die Verletzten dorthin. Im Vergleich zu normalen Samstagen und Sonntagen gab es an den Faschingswochenenden 20 Prozent mehr Patienten, auch die Bereitschaftsdienstpraxis sei ziemlich voll gewesen. Maximilian Sonntag von der Kreisklinik in Krumbach hingegen sagt, dass es bei ihnen ungewöhnlich ruhig gewesen sei. Dafür waren sehr viele Patienten mit Grippe und Magen-Darm-Erkrankungen zu behandeln.

Landratsamt Die positive Bilanz von Polizei, Feuerwehr, Sanitäts- und Rettungsdienst sowie Kliniken kann Roman Gepperth unterstreichen. Er ist im Landratsamt für den Bereich Öffentliche Sicherheit und Ordnung zuständig. „Es war ruhig“, sagt er. Es habe nicht mal Beschwerden über Lärm gegeben. Sicherheitsvorkehrungen und Faschingswagen-Tüv hätten sich bewährt. Probleme bei Partys nach Umzügen mit dem Fasching in Verbindung zu bringen, findet er nicht gerecht, denn auch beim Volksfest gebe es schließlich Schlägereien.

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