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07.03.2009

Sie wollen Kirche lebendig gestalten

Krumbach "Nachdem bei den Jugendgottesdiensten die musikalische Umrahmung fehlte, entstand die Idee, eine Jugendband zu gründen", erinnert sich Steffi Dempfle. Das war vor fünf Jahren - und die Ministranten von St. Michael gründeten Mini-Rock. "Mit flotter Musik, nicht unbedingt Rock-Musik, sollte der Jugendgottesdienst durch Gesang und instrumentaler Begleitung belebter werden," erläutert die Leiterin der Ministranten-Band weiter. "Wir möchten durch Singen die Leute auch zum Mitsingen bewegen. Wir möchten Leute ansprechen, die mit Kirche und Glauben nicht so viel zu tun haben. Es ist unser Ziel, Kirche lebendig zu gestalten und auch junge Leute damit anzusprechen," erklären Steffi und die anderen Mini-Rock-Mitglieder.

Der Chor zählt heute 20 Mitglieder

"Ab einem bestimmten Alter durfte jeder kommen, der Lust hatte zum Singen oder ein Instrument spielen konnte," erzählt Steffi aus der Gründerzeit von Mini-Rock. Mittlerweile hat die Band zwei Querflöten, Gitarre, Schlagzeug, Saxofon und Klavier als musikalische Stütze für den Chor. Dieser besteht heute aus rund 20 Mitgliedern. Der Jüngste ist Sebastian "Sebi" Berghoff mit 15 Jahren und die Älteste ist Regina Schindele mit 24 Jahren.

Damit es auch "Nachwuchs" gibt für die Band, gibt es mittlerweile auch eine "Mini-Mini-Rock-Gruppe". Diese wird von der 17-jährigen Christina Baier geleitet.

Sie wollen Kirche lebendig gestalten

Nachdem sich die Gruppe vor fünf Jahren "formiert" hatte, galt es zunächst, einen Namen für die Jugend-Band zu finden, die hauptsächlich aus Ministranten bestand. Anfangs war niemand begeistert von dem Namen Mini-Rock, da dieser doch recht zweideutig war. Mini(-stranten)-Rock oder eben der echte Minirock. Doch trotz anfänglicher Bedenken blieb es bis heute dabei.

Regelmäßig wird seitdem geprobt, damit bei den Auftritten auch alles klappt. "Dazu haben wir einen Proberaum im Pfarrheim von St. Michael zur Verfügung bekommen," berichtet Steffi. "Unsere erste Probe fand am 7. März 2004 statt und unseren ersten offiziellen Auftritt hatten wir dann drei Wochen später beim Jugendgottesdienst, als wir 20 Jahre Rätschen feierten," erzählt sie weiter.

Natürlich blieben anfänglich Pleiten und Pannen nicht aus, berichtet Steffi. So musste beispielsweise während eines Auftritts schon mal eine Saite aufgezogen werden oder der Einsatz klappte nicht so recht. Doch die Band wurde mit der Zeit immer professioneller. "Mittlerweile," berichtet Steffi stolz, "ist Mini-Rock bei kleineren feierlichen Anlässen so begehrt, dass die Band sogar Terminnot hat."

Da der Anspruch des Chores künftig etwas höher werden soll, hilft bei der Stimmbildung der Kirchenchorleiter und Dirigent des Liederkranzes Michael Dolp den Mini-Rock-Mitgliedern. Außerdem steht Michael "Michi" Baier von Maybe den Jugendlichen immer mit Rat und Tat zur Seite.

In Zukunft möchten die Mini-Rock-Mitglieder bei ihren Auftritten Neues ausprobieren und wegkommen von den Standard-Kirchenliedern. Derzeit experimentieren sie mit Soft-Rock sowie mit Liedtexten, die zum Nachdenken anregen.

Zum Jubiläum laden die Mini-Rock-Mitglieder zu einer Andacht am 14. März, um 19 Uhr, in die Kirche St. Michael sowie zu einem anschließenden Sektempfang im Pfarrhof ein.

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