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Spielder Woche

27.10.2019

Sieben-Tore-Derby in Thannhausen: Wiesenbach siegt 4:3

Michael Müller (rechts) und seine TSG Thannhausen tun sich derzeit schwer, ihr Potenzial auf den Platz zu bringen. Gegen Wiesenbach (links Tobias Holdenrieder und Andreas Schnatterer) blieben sie nach großem Kampf ohne Punkt.
Bild: Ernst Mayer

Als beim Spiel TSG Thannhausen gegen SpVgg Wiesenbach schon alles nach Remis aussieht, schlägt Wiesenbachs Torjäger zu. Der Spieltag in der Kreisliga West.

Sieben Tore und viel Offensivfußball bekamen die etwas mehr als 100 Zuschauer am Sonntag im Thannhauser Mindelstadion zu sehen. Klar, von einem Derby erwartet man sich auch Action. Schade nur, dass am Ende eine Mannschaft den Platz als Verlierer verlassen musste. Und das war die Heimelf. TSG-Abteilungsleiter Tobias Klein fasste seine Eindrücke nach 90 Minuten und einem 3:4 (2:3) gegen die SpVgg Wiesenbach ernüchtert zusammen: „Momentan fehlt uns das Quäntchen Glück, das man sich aber auch erarbeiten muss. Ein Unentschieden wäre sicher gerecht gewesen, aber wenn du unten drin stehst, verlierst du eben solche Spiele kurz vor Schluss.“

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Die Partie begann schon schlecht für die TSG. Gerade mal fünf Minuten waren verstrichen, als Steffen Brennig die Gäste aus Wiesenbach in Front schoss. Damit waren alle taktischen Überlegungen der Thannhauser erst mal über den Haufen geworfen. Doch das Team von Trainer Rainer Amann kämpfte sich zurück und versuchte, das Spiel unter seine Kontrolle zu bekommen. Und nach einer halben Stunde schienen die Bemühungen der Thannhauser dann auch belohnt zu werden. Zunächst schaffte Andreas Brugger nach einem sehr schönen Spielzug über außen und einem platzierten Schuss ins lange Toreck den Ausgleich (29.). Und nur kurz später zeigte der gut leitende Schiedsrichter Michael Rommel (Großaitingen) nach einem Foul im Strafraum auf den Punkt. Davor versenkte Grmaca (33.) den fälligen Strafstoß für die TSG und plötzlich führte Thannhausen.

Wiesenbach geht kurz vor der Pause mit 3:2 in Führung

Doch die Freude währte nur kurz. Keine 120 Sekunden später zeigte der Unparteiische neuerlich auf den Elfmeterpunkt. Diesmal aber zugunsten der Gäste. Und der Torschütze vom Dienst bei den Schwarzbächlern, Daniel Steck, ließ sich nicht zweimal bitten und schaffte den Ausgleich (35.). Danach wogte die Partie hin und her mit dem besseren Ende für die SpVgg. Denn zum aus Thannhauser Sicht psychologisch ungünstigsten Zeitpunkt, praktisch mit dem Pausenpfiff, schaffte wiederum Steffen Brennig die 3:2-Führung für die Wiesenbacher.

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Nach dem Pausentee mobilisierte die TSG dann nochmals alle Kräfte und zwang die Gäste in die Defensive. Lohn der Mühen der erneute Ausgleich durch Leutrim Tafaj nach exakt einer Stunde Spielzeit. Irgendwie schien man sich nun mit dem Remis abgefunden zu haben. Nur der Wiesenbacher Angreifer Daniel Steck nicht. Dieser nutzte fünf Minuten vor dem Ende eine Unachtsamkeit der TSG-Abwehr zum glücklichen 4:3-Siegtreffer aus. Die TSG sitzt damit im Tabellenkeller fest, während die SpVgg das Mittelfeld der Kreisligatabelle zusammen mit dem diese Woche spielfreien VfR Jettingen als nunmehr Vierter anführt.

SSV Glött – TSV Offingen 3:2 (2:2)

Eine unnötige Niederlage handelte sich der TSV Offingen gegen keineswegs überzeugende Glötter ein. Bereits nach fünf Spielminuten war Philipp Schönberger zur Stelle und brachte den TSV in Front. Danach versäumten es die Gäste, das zweite Tor nachzulegen. Und prompt bestrafte Tobias Mielke mit zwei Treffern (18., 25.) diese Nachlässigkeit und drehte die Partie. Doch Offingen kämpfte sich zurück und kam durch Andreas Bayr noch vor der Pause zum Ausgleich. Nach dem Wechsel ein ähnliches Bild. Offingen erspielte sich gute Möglichkeiten, Glött war nur mit Robustheit daran interessiert, das Spiel zu zerstören. Für diese nicht unbedingt kreative Spielweise belohnten sich die Lilien allerdings kurz vor Schluss durch den Siegtreffer von Mielke mehr als glücklich (89.).

FC Gundelfingen II – SV Mindelzell 3:1 (0:0)

Fast wäre dem SVM eine Überraschung gelungen. Nach dem 1:0 durch einen abgefälschten Schuss von David Berger (59.) lag der Gast an der Donau in Führung. Doch Elias Oberling (70.), Peter Matkey (72.) und Johannes Hauf (90.) drehten die Partie vor lediglich 30 Zuschauern. Damit bleiben die Gundelfinger erster Verfolger von Spitzenreiter Ziemetshausen.

FC Grün-Weiß Ichenhausen – Türk GB Günzburg 3:3 (1:2)

Nichts für schwache Nerven war die Partie vor 120 Zuschauern zwischen den beiden Aufsteigern. Marc Sirch brachte die Heimelf früh in Front (3.). Doch die Kreisstädter konterten eiskalt binnen 120 Sekunden durch ein unglückliches Eigentor von Valon Belaqua (19.) und einen Treffer von Veli Duran (21.). Doch Grün-Weiß zeigte in diesem Match Stehvermögen. Eine Stunde war gespielt, als Denis Mehic zum verdienten Ausgleich traf. Doch nur vier Zeigerumdrehungen später schaffte Günes Yilmaz für TGB die neuerliche Führung. Auch hierauf wusste Grün-Weiß eine Antwort. Fünf Minuten vor Schluss traf Sirch mit seinem zweiten Treffer zum verdienten 3:3.

SG Reisensburg-Leinheim – SpVgg Ellzee 1:4 (0:3)

Gnadenlos effektive Gäste zogen einer überlegenen SG den Zahn. 150 Zuschauer sahen einen stürmischen Beginn der Heimelf, die ihre Chancen, die beste durch Niklas Fink, nicht nutzen konnte. Anders die Gäste. Individuelle Fehler im Abwehrverhalten nutzten zweimal Benjamin Haug (35., 45.) und Lukas Möller (37.) zur 3:0-Pausenführung. Nach dem Wechsel kam bei der SG kurz Hoffnung auf. Nach einem Foul an Patrick Hartmann verwandelte Niklas Fink (47.) den Elfer souverän. Danach das gleiche Bild wie in Halbzeit eins. Reisensburg hatte die Chancen, die Gäste trafen aber – diesmal in Gestalt von Norbert Pop in der Nachspielzeit.

FC Lauingen – TSV Ziemetshausen 1:3 (1:2)

Einen hart erarbeiteten Dreier fuhr der Spitzenreiter gegen stark verbesserte Lauinger ein. Die frühe Führung durch Colin Fendt (8.) gab den Gästen nicht die nötige Ruhe, zumal der FCL durch Standards während der gesamten Spielzeit gefährlich blieb. Ein herrlicher Freistoßtreffer durch Thomas Pietsch (38.) schien die Sache dann zugunsten des TSV zu entscheiden, doch mit dem Pausenpfiff landete die Heimelf nach einem Konter den Anschluss durch Kai Clement. Nach dem Wechsel eine zerfahrene Partie mit den besseren Möglichkeiten für die Gäste. Erst der Treffer von Jonas Leitenmaier nach dem schönsten Angriff des gesamten Spiels erlöste den Spitzenreiter (84.).

VfL Großkötz – SSV Neumünster-Unterschöneberg 2:0 (0:0)

Der VfL Großkötz kann doch noch gewinnen. Im Duell der beiden Kellerkinder ließen die Treffer von Simon Itzelberger (76.) und Fabian Züringer (84.) per Elfmeter die Kötzer Fans unter den 80 Zuschauern jubeln. Kötz sieht damit wieder ein wenig Licht im Abstiegskampf.

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