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Thannhausen/Ichenhausen

14.05.2019

So treten Bürger dem Vandalismus entgegen

Immer wieder beschmieren Unbekannte in Thannhausen Denkmäler.
Bild: Manfred Göttner, Heimatverein

In Thannhausen und Ichenhausen wurden Denkmäler und Kulturstätten beschädigt. Doch engagierte Freiwillige setzen ein Zeichen gegen die sinnlose Zerstörung.

Es scheint fast wie ein natürliches Gesetz: Wenn jemand etwas schönes aufbaut, kommt ein anderer, um es zu zerstören. Immer wieder melden Personen der Polizei Fälle von Vandalismus.

Ein Beispiel dafür zeigt sich in Thannhausen. Der dortige Heimatverein hatte im Jahr 2015 das „Galgenbrünnele“ im Stadtpark saniert und mit einem Materialkostenzuschuss von der Stadt für die Nachwelt erhalten. Doch die neu gewonnene Schönheit blieb nicht unversehrt – immer wieder wurde das Denkmal mit Farbe beschmiert und beschädigt. Erst vor wenigen Wochen ersetzte der Heimatverein eine Metalltafel am Galgenbrünnele. Die Verschandelung ließ nicht lange auf sich warten – wie der Heimatverein mitteilt, wurde die Tafel mit Farbe beschmiert, die Stifterplakette an einer dort stehenden Eichenbank abgerissen und die Außenfassade des Denkmals mit schwarzer Farbe verdreckt. Es ist die Leistung von Ehrenamtlichen dem Vandalismus entgegenzutreten. Wie der Heimatverein mitteilt, hat der Malermeister Anton Thoma, wie schon oft zuvor, den Anstrich ehrenamtlich erneuert.

1000 Euro Schaden in Ichenhausen - Bürger wollen helfen

Auch in anderen Kommunen leisten die Ehrenamtlichen ihren Beitrag gegen den Vandalismus. In Ichenhausen etwa beschmierten Unbekannte im Hindenburgpark einen Pavillon. Rund 1000 Euro wird es laut Ichenhausens Bürgermeister Robert Strobel kosten, den Schaden zu beheben. Über seine offizielle Facebook-Seite machte er darauf aufmerksam – und die Ichenhauser reagierten: Mehrere Nutzer boten sich an, beim Streichen zu helfen. Strobel zeigte sich überrascht und erfreut von diesem Engagement und legte Montag, 22. Juli um 17 Uhr als Streich-Termin fest – mitsamt einer Brotzeit für alle Helfer.

Sowohl Strobel als auch Manfred Göttner, erster Vorsitzender des Thannhauser Heimatvereins, hoffen darauf, dass die Verursacher der Schmierereien gefunden werden. Göttner hat von der Thannhauser Sicherheitswacht die Zusage, dass diese die Denkmäler gut im Auge behalten werden. Wer Hinweise zu den Tätern hat, kann sich bei der zuständigen Polizeiinspektion melden. (cgal/zg)

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