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Landkreis Günzburg

14.05.2015

So vielfältig sind die Museen im Landkreis

Am Museumstag ist im Landkreis viel geboten. Die Fotos zeigen (von links) die Mikwe der ehemaligen Synagoge Ichenhausen, Christl Hirner vom Museum Besenwelten in Günzburg, die Bibliothek des Klostermuseums in Ursberg, das Brauereimuseum in Autenried (unten), das Webereimuseum in Ziemetshausen und das neue Mühlrad fürs Mühlenmuseum in Leipheim.
Bild: Bernhard Weizenegger, Peter Wieser, Stadt Leipheim, Kloster Ursberg (Archivfotos)

Am Sonntag geben sie Einblick in ganz unterschiedliche Lebensbereiche. Und sie laden zum Mitmachen ein.

Am Sonntag, 17. Mai, ist „Internationaler Museumstag“, an dem auch viele der mittlerweile mehr als 20 Museen im Landkreis bei freiem Eintritt geöffnet haben. Ein Überblick:

Das Ikonenmuseum im Schloss Autenried ist von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

Im Brauereimuseum Autenried zeigen liebevoll restaurierte Exponate eindrucksvoll, wie Bier in früheren Zeiten gebraut wurde (geöffnet von 11 bis 17 Uhr).

Im Museum der Stadt Burgau kann man von 14 bis 17.30 Uhr die Ausstellung „Frisch gezapft! Burgauer Bier- und Wirtschaftsgeschichte“ besichtigen. Außerdem wird das erste Burgauer Schlossbier ausgeschenkt, das vor ein paar Wochen im Schloss eingebraut wurde.

Im Museum Besenwelten in Günzburg können die Gäste von 14 bis 17 Uhr eine Besenreise um die Welt machen. Zu vielen Besen gibt es eine spannende Geschichte. Faszinierend ist auch altes und neues Blechspielzeug, das man selbst aufziehen darf.

DasGünzburger Heimatmuseum zeigt von 14 bis 17 Uhr die Dauerausstellung und die Sonderausstellung „Günzburg und das Donaumoos – Pastelle von Friedrich Falck“.

Diehistorische Werkstatt „Zum Alten Mayr“ in Ichenhausenist ab 13 Uhr geöffnet. Zum Thema „Technischer Fortschritt in den 30er Jahren“ wird der Beruf des Schmieds und des Schlossers zur damaligen Zeit präsentiert. Um 14, 15 und 16 Uhr gibt es eine 15-minütige Schmiedevorführung. Dabei werden auch die Maschinen erklärt. Bilder aus den 30er und 40er Jahren zeigen den „alten“ Mayr Senior in seiner Werkstatt beim Arbeiten.

Die ehemalige Synagoge in Ichenhausen ist von 13.30 bis 17 Uhr geöffnet. Um 14, 15 und 16 Uhr finden Kurzvorträge über die Geschichte der ehemaligen jüdischen Gemeinde Ichenhausen statt. Eine Besichtigung der im Keller freigelegten und restaurierten Mikwe (rituelles Tauchbad) und der Dauerausstellung „Juden auf dem Lande“ ist möglich. Von 14 bis 15 Uhr findet eineFührung auf dem jüdischen Friedhof statt (südlicher Stadtrand, oberhalb der Minigolf-Anlage).

Im Bayerischen Schulmuseum Ichenhausen kann man von 10 bis 17 Uhr die Dauerausstellung „Schule von der Steinzeit bis zur Gegenwart“ sowie die Ausstellungen „Jüdische Schule in Bayern“ und „Stadtgeschichten – Schulgeschichten: Schulzeit in Ichenhausen“ besichtigen. Jeweils um 14 und 15 Uhr können die Besucher an einer Führung durch die Dauerausstellung oder an einem „Unterricht wie in Opas Schule“ (im historischen Klassenzimmer) teilnehmen. Um 11 Uhr wird zudem eine Führung durch die Ausstellung „Stadtgeschichten – Schulgeschichten: Schulzeit in Ichenhausen“ angeboten.

Im Mittelschwäbischen Heimatmuseum in Krumbach ist von 14 bis 17 Uhr die Ausstellung „Meisterhaft“ über die Zukunft des Handwerks zu sehen. Die Sonderschau zeigt ein Dutzend Lehr-, Gesellen- und Meisterstücke vom Perückenmacher bis zum Industriemechaniker. Um 15 Uhr spielt das Theater Knuh für Kinder ab drei Jahren „Rotkäppchen Teil 2“.

Im Heimat- und Bauernkriegsmuseum „Blaue Ente“ in Leipheim ist neben den Dauerausstellungen zur Stadt-, Haus- und Brauereigeschichte und dem Bauernkrieg die Sonderausstellung „Die Siedler von Leipheim“ zu sehen, die einen einzigartigen Einblick in das Leben vor 3000 Jahren gibt. Die Mitglieder des Historischen Arbeitskreises erwarten die Gäste zwischen 9 und 17 Uhr in der Mühle(Im Weinhof) mit selbst gebrautem Enten-Bier, Most und kulinarischen Schmankerln – Vorführungen des historischen Mahlwerks und fachkundige Führungen inklusive. Seit kurzem dreht sich dort auch wieder ein Mühlrad.

In der Grund- und Mittelschule Leipheim ist von 13 bis 17 Uhr die „Steinesammlung“ geöffnet. Unter dem Motto „Ein Stück Urwelt in der Schule“ gibt es einen geführten Rundgang für Jung und Alt. Für Kinder lockt die kostenlose Schatzsuche in einer Schatzkiste.

In der Hammerschmiede und Stockerhof Naichenkann man ab 13 Uhr einem Schmid bei seiner schweißtreibenden Arbeit an Esse und Amboss zuschauen und beobachten, wie er mit geschickten Hammerschlägen das glühende Eisen in Form bringt. Um 15 Uhr gibt es eine Führung durch die Sonderausstellung „Siegt, spendet, schreibt an die Front – Plakate aus dem Ersten Weltkrieg“. Die Ausstellung präsentiert rund 70 Plakate zum Thema aus der Sammlung von Karl Wilhelm Beck, einem 1881 in Dornstadt (Ries) geborenen Lehrer. Eine kreative Mitmach-Aktion für Kinder zum Thema „Wassertropfen“ sowie eine Bewirtung im Stockerhof runden den Tag ab.

Im Heimatmuseum Rettenbachim Rettenbacher Schlössle kann von 14 bis 18 Uhr die Ausstellung „70 Jahre Kriegsende in unserer Gemeinde“ besichtigt werden. Außerdem findet im Hof ein „Bulldog-Oldtimer-Treffen“ (Baujahr 1963 und älter) mit Segnung statt. Der Carnevalsclub Harthausen versorgt die Gäste mit Getränken, Kaffee und Kuchen.

In der Kreisheimatstube Stoffenried werden von 14 bis 18 Uhr alte Handwerkstechniken – Weißsticken, Wolle spinnen und filzen, Korbflechten, Drechseln, Schnitzen, Blumenkränze binden – gezeigt. Für Kinder sind Mitmachaktionen vorbereitet. Verschiedene Gruppen gestalten den Nachmittag musikalisch und laden zum Mitsingen ein. Zur Stärkung wird Bier aus der Historischen Hausbrauerei ausgeschenkt und Most aus dem Museumskeller, es gibt aber auch Kaffee, Saft und Schwäbische Kuchen.

Im Klostermuseum mit Bibliothek in Ursberg ist von 13.30 bis 17 Uhr neben der ganzjährigen Ausstellung die Sonderausstellung „Verzierte Ostereier“ geöffnet.

Auch in Ziemetshausenist von 14 bis 17 Uhr einiges geboten: Im Webereimuseum laufen sämtliche Maschinen , sodass die Besucher die Herstellung eines Stoffes vom Garnspulen bis zum fertigen Gewebe verfolgen können. Man kann der Entstehung von Flecklesteppichen an mehreren Handwebstühlen zusehen und einer Schneidermeisterin bei der Arbeit über die Schulter schauen. In der Spinnstube wird Schafwolle gesponnen. Buben und Mädchen dürfen unter fachkundiger Anleitung Posamentenknöpfe wickeln. Im Stegmannhauswird in der Schusterwerkstatt gearbeitet und in der „guten Stube“ zeigen Weißstickerinnen ihre Arbeiten und ihr Können. Das Sägegatter in der „alten Säge“ ist in Betrieb und der Besucher erhält fachmännische Auskunft über die historischen Holzbearbeitungsmaschinen. (zg)

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