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Thannhausen

15.07.2015

Soll eine Ampel den Verkehr an der B 300 regeln?

Wird auf der B300 -Umfahrung der Stadt Thannhausen künftig eine Ampel den Verkehr regeln? (Symbolbild)
Bild: Julian Leitenstorfer

Der Thannhauser Stadtrat diskutierte verschiedene Varianten, wie die Situation an der Einmündung der Umfahrung Thannhausens bei St. Maria gelöst werden kann. Was Autofahrern blüht.

An der Frage, wie die Einmündung zur B 300 auf Höhe von St. Maria gestaltet werden soll schieden sich in der Stadtratssitzung am Dienstagabend die Geister. Bislang mündet die Umfahrung der B 300 als Kreuzung in die Bundesstraße. Wer Thannhausen umfahren will, muss also abbiegen. Offenbar vermuten daher immer noch viele Autofahrer, der schnellere Weg ginge durch die Stadt hindurch. Einem Verkehrsgutachten aus dem Jahre 2009 zufolge immerhin 1165 Fahrzeuge pro Tag.

Kreisverkehr nicht sinnvoll

Roswitha Schömig, am Staatlichen Bauamt Krumbach zuständig für den Bereich Straßenbau im Landkreis Günzburg, sagte, es werde langsam Zeit, diese Situation zu bereinigen und die Straße dahingehend zu ändern, dass der Verkehrsfluss auf die Umfahrung geleitet wird. In einer Grundsatzdiskussion der Stadträte sollten verschiedene Varianten durchgespielt werden. Die schnellste und günstigste Lösung sei, die Umfahrung in einem weiten Bogen in die B 300 bei St. Maria zu überführen, während der Verkehr von Thannhausen über eine Kreuzung auf die oder von der Bundesstraße geleitet werden soll. Damit die Sicherheit für die von Thannhausen kommenden Linksabbieger gewährleistet werden kann, müsste eine Ampel den Verkehr an dieser Stelle leiten. Insgesamt würde die Maßnahme etwa eine Million Euro kosten, wovon die Stadt etwa ein Drittel zu tragen hätte, erläuterte Schömig.

Josef Brandner (Freie Wähler) erkundigte sich, ob dem öffentlichen Busverkehr die Möglichkeit eingeräumt werden könne, die Ampelanlage zu beeinflussen, was ihm Schömig jedoch nicht beantworten konnte. Einen Kreisverkehr brachte Dr. Markus Wilhelm (Gruppierung Weiß) ins Gespräch. Auch Brandner hielt das gegenüber einer Ampel für die bessere Lösung, weil ein Kreisverkehr den Verkehrsfluss besser führen würde. Jens Ehmke, Leiter des Staatlichen Bauamts, erklärte jedoch, dass eine spätere Südumfahrung wohl etwas näher an Thannhausen liegen würde, als der jetzige Einmündungsbereich. Daher sei ein Kreisverkehr an dieser Stelle nicht sinnvoll.

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Mehr Lebensqualität für Thannhausen

„Ich sehe an dieser Stelle keinen Handlungsbedarf“, bekundete Josef Merk (CSU). Eine Ampel auf der Bundesstraße sei ein wesentlich größeres Hemmnis als die momentane Situation und werde zusätzlichen Verkehr durch die Stadt leiten, vor allem, wenn die von Krumbach kommenden Rechtsabbieger bei Rot freie Fahrt in Richtung Thannhausen erhielten. „Ich bin kein Freund einer Ampelanlage“, pflichtete ihm Parteikollege Werner Kößler bei.

Gerd Olbrich (SPD) plädierte dafür, etwas zu unternehmen. Auf die Südumgehung zu warten, hieße noch einige Jahre zu warten, wenn sie überhaupt komme. „Einen Teil des Durchgangsverkehrs aus der Stadt zu bringen, bedeutet mehr Lebensqualität.“ Bürgermeister Georg Schwarz pochte darauf, zu handeln: „Gar nichts zu tun, ist für mich der falsche Weg.“

Manfred Göttner (Gruppierung Weiß) riet zur Geduld. „Wir geben jetzt Geld aus und haben nur eine Zwischenlösung. Man müsse doch in die Zukunft planen und eine Variante entwerfen können, die sowohl den Hochwasserschutz als auch eine Südumfahrung miteinschließe.

Mit vier Gegenstimmen beschloss der Rat, die von Schömig vorgeschlagene Variante samt Kosten durchplanen zu lassen.

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