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17.10.2007

"Spaltung in zwei Lager wäre das Schlimmste"

Den vorgesehenen Zeitplan in Sachen Rathausneubau aussetzen, Möglichkeiten eines Kompromisses mit dem Bürgerforum ausloten: Dies hält auch Neuburgs Bürgermeister Georg Schwarz - er ist Thannhauser Bürgermeisterkandidat von CSU und Freien Wählern - für den richtigen Weg.

In dieser schwierigen Situation sei es notwendig, dass sich alle Beteiligten an einen Tisch setzen. Schwarz (CSU) ist seit 2002 Neuburger Bürgermeister, bei der Kommunalwahl 2008 ist er in Thannhausen Bürgermeisterkandidat für CSU und Freie Wähler. Mit den verschiedenen Entwürfen für ein neues Rathaus habe er sich in den vergangenen Tagen intensiv beschäftigt. Zugesagt habe ihm der Entwurf des ersten Preisträgers, der einen Abriss des "Engel" vorsieht. Schwarz sagt aber auch, dass man hier bei einer eventuellen Verwirklichung über die verschiedensten Details wie etwa die Fassadengestaltung sprechen müsse.

Durchaus Gefallen habe er aber auch an einem Entwurf gefunden, der den Erhalt des "Engel" und die Ergänzung durch einen runden Anbau vorsieht.

Ob mit oder ohne "Engel"-Abriss - wichtig sei es, dass in Thannhausen ein städtebaulicher Akzent gesetzt werde. Schwarz betont dabei: "Das Rathaus gehört in die Mitte. Und: Man brauche in Thannhausen ein neu gestaltetes Rathaus. Die Arbeitsbedingungen im derzeitigen Rathaus seien für die Mitarbeiter "eine Zumutung". In der Rückschau hält es Schwarz für richtig, dass es in Sachen Rathaus einen breit angelegten Ideenwettbewerb gegeben hat. Wiederholt wurde vom Bürgerforum kritisiert, dass Bürgermeister Johannes Schropp in Sachen Rathausneubau eine übereilte Entscheidung herbeiführen wolle. Schwarz hingegen äußerte Verständnis für Schropp. Es sei nachvollziehbar, dass ein Bürgermeister die Dinge voranbringen und etwas gestalten wolle. Und Schropp habe in seiner Amtszeit für Thannhausen sehr viel bewegt.

"Spaltung in zwei Lager wäre das Schlimmste"

Schropps Amtszeit endet 2008

Schropp (CSU) wird im Jahr 2008 nicht mehr kandidieren. Wird es in Zeiten des jetzt kommenden Kommunalwahlkampfes noch eine Lösung für die Thannhauser Ortsmitte geben? Schwarz hält eine Lösung für denkbar. Wichtig sei es aber, dass sich alle Beteiligten bald an einen Tisch setzen und eine Spaltung in zwei Lager vermieden werde.

Eventuell zwei Alternativen zur Abstimmung stellen

Ein Weg könne auch sein, im Rahmen der Gespräche zwei Alternativen auszuarbeiten und diese dann bei einem Bürgerentscheid zur Abstimmung zu stellen. "Ein Bürgerentscheid? Warum nicht!", sagt Schwarz. Die Entscheidung der Bürger würde bei einer solch wichtigen Frage auch die Kommunalpolitiker stärken. Wie sieht Schwarz seine eigene Rolle? "Natürlich habe ich im Hintergrund viele Gespräche geführt", sagt er. Aber am Zug seien derzeit die gewählten Thannhauser Kommunalpolitiker.

Er sei momentan nur Kandidat, daher sei für ihn auch eine gewisse Zurückhaltung geboten. Er werde sich in die Debatte nicht massiv einmischen.

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