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Krumbach

22.07.2019

Sportzentrum: Bürgermeister hofft auf "gute, gemeinsame Lösung"

Wie geht es weiter mit dem Krumbacher Sportzentrum (im Blick das Hallenbad)? Bürgermeister Hubert Fischer hat dem Stadtrat für Montag, 23. September eine Besichtigung von Baudetails und eine Beratung im Tagesheim vorgeschlagen. Er hofft auf eine "gute, gemeinsame Lösung".
Bild: Peter Bauer

Plus Der Bürgermeister schlägt dem Stadtrat in einer Erklärung einen gemeinsamen Ortstermin mit Beratung im Tagesheim vor, um zu einer „Versachlichung“ zu kommen.

Bürgermeister Hubert Fischer gilt als ausgezeichneter freier Redner, dem es insbesondere bei öffentlichen Anlässen immer wieder gelingt, ohne Manuskript die richtigen Worte zu finden. Und selten liest der Bürgermeister Erklärungen von einem Blatt ab. Das war am Montagabend anders im Krumbacher Stadtrat. Und dies ist wohl der Brisanz des Themas geschuldet. In seiner Erklärung am Montagabend schlug Fischer dem Rat eine Zusammenkunft im Sportzentrum für Montag, 23. September vor. Ab 17 Uhr könnten Baudetails besichtigt werden, dann soll es eine Beratung im Tagesheim des Schulzentrums geben. Der Rathauschef reagierte damit auf die jüngste Entwicklung bei diesem Thema.

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Wird es bezüglich der weiteren Vorgehensweise im Sportzentrum des Krumbacher Schul- und Sportzentrums zu einem Bürgerentscheid kommen? Diese Möglichkeit steht bekanntlich seit der vergangenen Woche im Raum. Die Stadträte Dr. Marcus Härtle (UFWG) und Achim Fißl (SPD) haben angekündigt, dass sie ein Bürgerbegehren „für den Erhalt von Hallenbad, Dreifachsporthalle und Mensa ohne Abriss und Neubau“ auf den Weg bringen wollen. Dieses Bürgerbegehren könnte dann in einen Bürgerentscheid einmünden. Bürgermeister Hubert Fischer hat hingegen wiederholt erklärt, dass die Fakten eindeutig für einen Neubau sprechen würden.

Lesen Sie dazu auch unseren ausführlichen Bericht und unseren Kommentar:

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Bürgerentscheid zur Zukunft des Krumbacher Sportzentrums?

„Dicke Luft“ vor der Wahl in Krumbach

Bröckelt die Mehrheit für einen Neubau?

Im Herbst 2017 hatte der Stadtrat noch mit 19:5 für einen Neubau gestimmt. Doch in der Ratssitzung vor einigen Wochen war das Ergebnis keineswegs mehr so deutlich. Lediglich eine Mehrheit von 15:5 Stimmen sprach sich dafür aus, den Förderantrag für das Projekt bei der Regierung von Schwaben einzureichen. Neubau der Anlage? Generalsanierung? Oder geht doch eine schrittweise Sanierung ohne Abriss und Neubau? Seit 2013 wird im Krumbacher Rat über das Thema debattiert. Doch inzwischen sprechen nicht wenige politische Beobachter auch davon, dass dieses Thema offensichtlich immer mehr zu einer Art Glaubensfrage geworden ist. Zudem wirft die bevorstehende Kommunalwahl im Frühjahr 2020 bereits jetzt ihre Schatten voraus.

„Letztendlich haben wir uns, in Abstimmung mit den Umlandgemeinden und dem Landkreis, vor zwei Jahren für einen kompakten Ersatzneubau entschieden. Fast alle Mitglieder des Stadtrates haben ihre Ideen für diesen Ersatzneubau, der wieder für die nächsten mindestens 40 Jahre Bestand haben muss, eingebracht“, heißt es in der Erklärung des Bürgermeisters. „Nachdem ich nie das Gefühl hatte, dass der Stadtrat der Stadt Krumbach grundsätzliche Bedenken zur schulischen Notwendigkeit dieser Anlage hatte, speisen sich die Befürchtungen und Ängste wohl hauptsächlich aus zwei Bereichen: Einerseits ob der baulichen Notwendigkeit bzw. der baulichen Umsetzung. Andererseits ob der Finanzierbarkeit. Beide Themenkreise sind Sachthemen und somit auch nachprüfbar sachlich erklärbar“, betont Fischer. Deshalb schlägt er den Stadträten eine Zusammenkunft mit Besichtigung von Baudetails und anschließender Beratung am Montag, 23. September im Tagesheim vor.

Fischer weiter: „Wir sollten uns gemeinsam mit den beteiligten Partnergemeinden und dem Landkreis Günzburg um die Beantwortung Ihrer Fragen, gegebenenfalls Ihrer Zweifel bemühen.“

Fischer hebt hervor, dass es notwendig sei, zu einer „Versachlichung“ der Debatte zu kommen. Er bat die Räte, der Stadt ihre Fragen und Zweifel, „kurz gesagt alles, was Ihnen unklar erscheint, bis Mitte August zukommen zu lassen, damit die jeweiligen Fachstellen beziehungsweise Fachplaner diese Fragestellungen bis zum gemeinsamen Termin vorbereiten können.“

Zusammenkunft für den 23. September geplant

Fischer und Tobias Handel haben wiederholt erklärt, dass bei einer schrittweisen Sanierung die Kosten unkalkulierbar seien. Fälle wie zuletzt die Erneuerung der Wasserleitungen für rund 300000 Euro könnten sich wiederholen. Härtle und Fißl hingegen hatten bei der Vorstellung ihrer Initiative für einen Bürgerentscheid unter anderem zum Ausdruck gebracht, dass die Stadt bei einem Neubau in eine Schuldenfalle tappen würde und kein Geld mehr da sei für wichtige Pflichtaufgaben. Und auch bei einem Neubau könne man nicht kalkulieren, was an Kosten noch alles nachkommt. All diese Argumente werden nun voraussichtlich am Montag, 23. September im Sportzentrum noch einmal auf den Tisch gelegt und wohl noch um zahlreiche Details ergänzt. So könnte der 23. September in dieser Thematik durchaus ein Schlüsseltermin sein.

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