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Krumbach

12.08.2019

Sportzentrum Krumbach: Bürgermeister wartet auf Fragen der Räte

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Wie geht es weiter mit dem Sportzentrum? Eine Frage, die Krumbach derzeit sehr bewegt.
Bild: Peter Bauer

Plus Für den Informationstermin am 23. September hatten sich zuletzt vier von 24 Stadträten offiziell angemeldet. Wie das weitere Vorgehen der Fraktionen aussieht.

Neubau? Generalsanierung? Oder ist eine schrittweise Sanierung ohne Abriss und Neubau möglich? Welche Lösung ist die richtige für das Sportzentrum des Krumbacher Schul- und Sportzentrums? Diese Frage steht derzeit in der Krumbacher Kommunalpolitik ganz oben auf der Tagesordnung. Bürgermeister Hubert Fischer hat bekanntlich zu einem Informationstermin am Montag, 23. September, ab 17 Uhr in das Krumbacher Sportzentrum eingeladen. Doch die Zahl der Anmeldungen aus den Reihen der Krumbacher Stadträte hält sich bislang offensichtlich in Grenzen. 24 Mitglieder gehören dem Rat an. Wie Fischer auf Anfrage unserer Redaktion berichtet, waren es bis Montag gerade einmal vier Anmeldungen von Stadträten.

Auch seiner Bitte, Fragen zum Thema an die Stadtverwaltung zu schicken, sei bislang nur die Fraktion JW/OL (auch Fischer gehört der Gruppierung JW/OL an) nachgekommen. Aus den Reihen der anderen Fraktionen war auf unsere Anfrage aber teilweisweise zu hören, dass man noch Fragen an die Stadtverwaltung schicken werde und die Beteiligung der Stadträte an der Veranstaltung sicherlich sehr hoch sein werde.

Im Herbst 2017 hatte sich der Stadtrat mit einer Mehrheit von 19:5 Stimmen für einen Neubau von Hallenbad, Mensa und Veranstaltungshalle (für insgesamt 800 Personen) ausgesprochen. Doch die Diskussionen um das Projekt in einer Größenordnung von rund 30 Millionen Euro rissen nicht ab. Und die 2017 im Stadtrat noch relativ klaren Mehrheitsverhältnisse sind inzwischen längst nicht mehr so klar. Bei der Juli-Sitzung des Rates gab es gerade einmal eine Mehrheit von 15:10 Stimmen für den Antrag des 2. Bürgermeisters und CSU-Fraktionsvorsitzenden Gerhard Weiß, den Förderantrag für das Projekt bei der Regierung von Schwaben einzureichen und parallel dazu mit dem Landkreis und den umliegenden Schulverbandsgemeinden Gespräche wegen der Kostenaufteilung zu führen.

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Weitere ausführliche Informationen zum Thema gibt es in folgenden Artikeln:

Sportzentrum: Bürgermeister hofft auf "gute, gemeinsame Lösung"

Bürgerentscheid zur Zukunft des Krumbacher Sportzentrums?

„Dicke Luft“ vor der Wahl in Krumbach


Mittlerweile steht bekanntlich die Möglichkeit eines Bürgerentscheids im Raum. Die Stadträte Dr. Marcus Härtle (UFWG) und Achim Fißl (SPD-Fraktionsvorsitzender) haben angekündigt, dass sie ein Bürgerbegehren „für den Erhalt von Hallenbad, Dreifachsporthalle und Mensa ohne Abriss und Neubau“ auf den Weg bringen wollen. Dieses Bürgerbegehren könnte dann in einen Bürgerentscheid einmünden. Bürgermeister Hubert Fischer hat demgegenüber mehrfach erklärt, dass die Fakten eindeutig für einen Neubau sprechen würden.

Keine Fragen aus den Reihen der Kritiker

Der Rathauschef bemängelt, dass insbesondere aus den Reihen der Kritiker der Neubau-Lösung bislang keine Fragen bei der Verwaltung eingegangen seien. Er verweist darauf, dass auch bei den beteiligten Fachbüros Urlaube anstehen und diese zur Beantwortung einen gewissen Vorlauf bräuchten. „Wir sind bereit, alles umfassend zu erklären. Aber das ist eben schwierig, wenn die Fragen dann oft spontan in einer Sitzung kommen“, sagt Fischer.

Fischer hofft daher, dass im Lauf der kommenden Tage noch ein entsprechender Fragenkatalog aus den Reihen der Fraktionen bei der Stadt eintrifft. Dies gebe den Fachleuten die Chance, mit Blick auf die Fragen ein umfassendes Informationsmaterial vorzubereiten.

In den vergangenen Tagen habe es mit Blick auf eine mögliche Aufteilung der Finanzierung auch Gespräche mit dem Landkreis und Vertretern der Verwaltungsgemeinschaft Krumbach (ihr gehören die Gemeinden Aletshausen, Waltenhausen, Ebershausen, Breitenthal, Deisenhausen und Wiesenbach an) gegeben. Fischer freut sich, dass Vertreter des Landkreises und der VG (Bürgermeister und verschiedene Gemeinderäte) für den Montag, 23. September ihr Kommen zugesagt hätten.

Die Informationsveranstaltung mit Besichtigung der Anlagen und Diskussion soll nicht öffentlich stattfinden. Bei einer öffentlichen Veranstaltung bestehe die Gefahr, dass fachliche Argumente in den Hintergrund treten und die Veranstaltung zu einer Art „Schaukampf“ werde. Wie 2. Bürgermeister und CSU-Fraktionsvorsitzender Gerhard Weiß berichtet, wird die Krumbacher CSU am Montag, 19. August zu einer Besprechung zusammenkommen. Dort sollen Fragen zum Thema an die Stadtverwaltung formuliert werden. Er hofft, dass die Diskussion durch den Termin am 23. September versachlicht wird. Er geht davon aus, dass die Beteiligung auf den Reihen des Stadtrates am 23. September stark sein wird.

Klemens Ganz (Fraktionsvorsitzender der UFWG) hält die vorliegenden Informationen bereits jetzt für detailliert und ausreichend. Die Fakten würden eindeutig für einen Neubau sprechen. Urlaubsbedingt habe die UFWG noch keine Fragen formuliert, aber das werde noch geschehen. Die UFWG werden sich weiterhin intensiv bei diesem Thema einbringen. Auch Ganz hofft auf eine Versachlichung der Debatte.

Grundlagen ins Bewusstsein rufen

Lothar Birzle (JW/OL) hält die Veranstaltung am 23. September für alle Stadträte für einen Pflichttermin und er geht davon aus, dass die JW/OL-Fraktion geschlossen präsent sein wird. Die JW/OL-Fraktion favorisiert bekanntlich einen Neubau. Aber die Debatte habe sich zuletzt in Details verloren. So sei der Termin eine gute Gelegenheit, noch einmal wesentliche Grundlagen ins Bewusstsein zu rufen.

Achim Fißl (SPD-Fraktionsvorsitzender) sagt, dass es in jüngster Zeit keine SPD-Fraktionssitzung zum Thema gegeben habe. Er selbst sei jetzt drei Wochen in Urlaub. Eventuell würden ja die Fraktionskollegen Peter Tschochohei und Hermann Mayer der Stadt Fragen zukommen lassen. Eine Info-Veranstaltung zum Bürgerentscheid werde er wohl für Mitte September organisieren.

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