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Edelstetten

13.05.2019

Springreiter trotzen in Edelstetten dem Wetter

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4 Bilder
Fehlerfrei blieb der Königsbrunner Patrick Afflerbach mit Clooney in der schwersten Prüfung, dem M**-Springen mit Siegerrunde.
Bild: Ursula Puschak

Das Turnier in Edelstetten bietet hochkarätige Prüfungen und gute Unterhaltung – auch wenn eine prominente Reiterin kurzfristig absagt. Wer am Ende jubeln durfte.

Nahezu 400 Pferde waren zum Großen Springturnier in Edelstetten gemeldet, kein Problem für die turniererfahrene Reiterfamilie Schlachter. Schließlich bieten sich den Teilnehmern bei der RSG immer gute Bedingungen. Allein gekommen sind nicht alle gemeldeten Reiter: Regen und eisige Temperaturen schmälerten das Starterfeld. Unter anderem Weltmeisterin Simone Blum war trotz ihrer wenige Tage vorher nochmals bekräftigten Zusage nicht gekommen. „Der Draht zu Petrus, der war ein bisschen gestört“, kommentierte Turnierleiter Johann Schlachter senior.

Bereits Freitagmittag gingen die ersten Paare an den Start. In der Springpferdeprüfung der Klasse A (Anfänger) waren die jüngsten Pferde gefordert. Der Sieg ging an den Hausherrn Simon Schlachter auf Catokia vor Max Weishaupt (Jettingen) und Staphael. Max Weishaupt war des Lobes voll: „Klar, ein bisschen wärmer wäre schön…Aber was soll’s. Der Turnierplatz ist super und abreiten können wir in der Halle. Also alles gut, auch wenn es regnen sollte.“

RSG Edelstetten sorgt für die Bewirtung

Bei der Springpferdeprüfung L (Leicht) dominierte Wolfgang Puschak (Augsburg-West) auf seiner Stute Calida vor Max Weishaupt und Staphael. Nachdem Dietmar Bschorr (Holzheim) die Punktespringprüfung vor Celine Zehnder (Merklingen) für sich entscheiden konnte, ging es zur Weinprobe ins Festzelt. Am Samstag hieß es wieder, die Daunenjacken und Winterdecken auspacken. Reiter und Besucher wurden aber in den Pausen zwischen den Prüfungen mit einem Kuchenbuffet entschädigt, wie die gesamte Bewirtung organisiert von den Mitgliedern und Helfern der RSG Edelstetten.

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Die Bewirtung kam bei den Gästen gut an. Zuständig dafür waren die Mitglieder der RSG Edelstetten.
Bild: Ursula Puschak

Der Samstagvormittag gehörte sportlich gesehen den noch eher unerfahrenen Reitern. Das A**-Springen begann bereits um 7.30 Uhr, 56 Starter stellten sich dem Parcours von Gernot Baumann und seinem Team. Auf Grund der hohen Nennungszahlen gab es gleich zwei Abteilungen und somit zwei Siegerinnen: Kathrin Kutter (Pfaffenhausen) auf Escara und Silke Madlener (Leutkirch). Auch das anschließende L-Springen wurde in zwei Abteilungen platziert. Silke Madlener schnappte sich den Sieg mit Zatina, Benjamin Fischer (Unterroth) und Quanthago waren den beiden dicht auf den Fersen, aber ein wenig langsamer.

Die schwerste Prüfung des zweiten Turniertages (M*) schnappte sich Max Weishaupt auf Moment Mal, die zweite Abteilung ging an Dietmar Bschorr (Holzheim) auf La Candela.

Zum Abschluss des zweiten Turniertages gab es traditionell Spanferkel mit Knödel und Blaukraut. „Eine schöne Gelegenheit, den Tag zusammen ausklingen zu lassen und sich wieder aufzuwärmen“, strahlte der Reiter Dominik Hieber aus Altenmünster.

Die heimische Reiterin Julia Wachsmann gewinnt den Operettenhof-Cup

Ein besonderer Preis wurde am Sonntag verliehen. Gleich drei Prüfungen mussten die Teilnehmer am Operettenhof-Cup erfolgreich absolvieren, wenn sie in der Endabrechnung aufs Treppchen wollten. Kurz vor der größten Prüfung des Turniers, einem M** mit Siegerrunde, wurden die erfolgreichsten Reiterinnen geehrt: Der Sieg ging an Julia Wachsmann von der heimischen RSG Edelstetten auf ihrem Schimmel Charité vor Delia Prümmer (Wennedach) auf Easy Fly und Melanie Fuhrer (Babenhausen) mit L.A. van het Zwarte. Die drei Damen gewannen jeweils eine Trainingseinheit bei Max Weishaupt in Jettingen.

Sie haben bei der RSG Edelstetten das Sagen: (von links) Hans Schlachter Senior und Juniorchef Simon Schlachter mit seinen Brüdern Georg und Johann Schlachter sowie der Siegerin des Operettenhof-Cups, Julia Wachsmann.
Bild: Ursula Puschak

Für das große Finale der Turniertage auf dem Operettenhof hatte Petrus ein Einsehen: Bei strahlendem Sonnenschein und vor zahlreichen Zuschauern aus dem Dorf und von außerhalb stellten sich siebzehn Paare dem anspruchsvollen Preis über 1,35 Meter. Für die Siegerrunde konnten sich die besten sechs Paare qualifizieren. Zwar waren einige Reiter mit zwei Pferden angetreten, doch jeder brachte nur eines in die Siegerunde. Der Sieg ging schließlich nach einem fulminanten Ritt an den Königsbrunner Patrick Afflerbach auf dem zehnjährigen Holsteiner aus Familienzucht, Clooney. Rang zwei sicherte sich Dietmar Bschorr mit Carragher vor Vera Kober (Bleichen) auf Stalypso Blue.

Turnierleiter Johann Schlachter senior zeigte sich bei der letzten Siegerehrung trotz des wechselhaften Wetters zufrieden und bedankte sich bei allen Reitern und Besuchern, die trotz schlechten Wetters gekommen waren, sowie bei den Helfern, Sponsoren und seiner Familie.

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