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05.03.2009

Stadt kann Einbußen noch kompensieren

Thannhausen Nicht nur in Krumbach wird mit Einbußen bei der Gewerbesteuer gerechnet: Thannhausens Kämmerer Thomas Bihler geht von einem Rückgang um 37 Prozent aus. Das heißt: Veranschlagt sind im nun verabschiedeten Haushalt 1,2 Millionen Euro. 1,9 Millionen waren es im Vorjahr.

Das dicke Minus kann die Stadt noch gut polstern: Zum einen steigen die Schlüsselzuweisungen 2009 um rund 400 000 Euro. Das sind Zahlungen an die Stadt, die das Land nach einem bestimmten Schlüssel auf der Grundlage des Finanzausgleichsgesetzes leistet. Die Höhe wird 2010 wegen der gestiegenen Steuerkraft 2008 aber wieder sinken. Zum anderen müssen rund 260 000 Euro weniger an Kreis- und Gewerbesteuerumlage aus dem Stadtsäckel gezahlt werden.

Die Tendenz machte Erich Keller ( Freie Wähler) fest: Die Haushaltslage werde sich in Zukunft schwieriger gestalten. Das Wort sparen wollte er nicht in den Mund nehmen. Aber: "Wir sollten und wir müssen den finanziellen Gürtel enger schnallen". Keller hob in seiner Rede hervor, was die Stadt in Kinder und Jugendliche investiere. Außerdem sei die Realsteuer seit 1995 unangetastet. Das betonte auch Stadtrat Manfred Göttner (CSU): "Eine Erhöhung wäre der falsche Weg gewesen." Er appellierte an seine Kollegen, die Stadtsanierung im Auge zu behalten. Ihm liegt am Herzen, dass sich mehr junge Familien in der Innenstadt ansiedeln. Vielleicht lasse sich ein Programm auflegen, das Wohnen in der Altstadt fördert. Auch das Thema neues Rathaus brannte Göttner unter den Nägeln: Es müsse für die Stadt erschwinglich sein.

Finanzielle Grenzen

Das Verwaltungsgebäude begrenze die finanziellen Spielräume, sagte Erwin Däubler (SPD). Im macht die Verschuldung bis 2012 Sorge. Auf der anderen Seite seien die Investitionen 2009 höher als im Vorjahr und damit ein Zeichen für eine vitale Stadt. "Das ist bezeichnend", sagte er, "die Stadt schläft nicht, wie von manchen behauptet wird".

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