Newsticker

16.700 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages - Merkel: "Der Winter wird schwer"
  1. Startseite
  2. Lokales (Krumbach)
  3. Stadt nimmt mobile Klärschlammpresse in Betrieb

Krumbach

23.03.2015

Stadt nimmt mobile Klärschlammpresse in Betrieb

In Eigenregie betreibt künftig die Krumbacher Kläranlage eine mobile Klärschlammpresse. Mit einem Testlauf wurde die Arbeits- und Wirkungsweise einer solchen technischen Spezialanlage vor Ort demonstriert.

Auch das Pumpwerk am Weiherweg in Krumbach wurde saniert

Für die Bereiche der Wasserver- und -entsorgung sind gegenwärtig in Krumbach markante Veränderungen angesagt, in Vorbereitung oder schon im Gange.

Der Lebensnerv der Trinkwasserversorgung ist ein sorgsam gepflegtes Brunnen- und Leitungssystem. Die Wasserförderung für den Stadtbereich Krumbach geschieht durch fünf Brunnenanlagen und neun Quellen. Beim PumpwerkWeiherweg I“ (Baujahr 1963) war es an der Zeit, bei einer turnusgemäßen Brunnenregenerierung den Untergrund“ zu untersuchen. Die Techniker des städtischen Wasserwerks erklären dazu: „Im Lauf des Betriebs entstehen Ablagerungen an den Wänden von Filterrohren und Saugleitungen. Diese Verbindungen können oxidieren, wobei es letztlich zu einem Verschluss der Filterschlitze kommt.“ Via Kamerabefahrung und Video-Dokumentation ist der Weiherweg-Brunnen I „durchleuchtet“ worden. Stadtwerke-Leiter Dietmar Müller erläutert, Zweck der Brunnenregenerierung sei es, nicht nur die optisch sichtbaren, inneren Ablagerungen, sondern vor allem die hinter der Verrohrung liegenden, äußeren Ablagerungen zu entfernen, um einen nachhaltigen Reinigungserfolg und somit eine Leistungssteigerung des Brunnens zu erzielen. Der Untersuchung folgten der Einbau einer neuen Förderpumpe und die Erneuerung der 124 Meter langen Saugleitung bei der Hürbener Pumpstation.

Eine zweite „Baustelle“ betreiben die Krumbacher Stadtwerke zurzeit bei der Kläranlage in der Billenhauser Flur: Da die wasserrechtliche Erlaubnis der Stadt ausläuft, wird mit dem Wasserwirtschaftsamt an einer Erneuerung des Wasserrechtsbescheides gearbeitet, damit aus der Kläranlage auch weiterhin gereinigtes Abwasser in die Kammel geleitet werden darf. In diesem Zusammenhang ist vor Ort versuchsweise eine Klärschlamm-Presse in Eigenregie der Krumbacher Klärwerke in Betrieb genommen worden. Bisher, so erklärte Klärwerk-Leiter Karl Konrad beim Testlauf der Anlage, werde der anfallende Klärschlamm (jährlich rund 6000 Kubikmeter) durch ein externes Unternehmen gepresst und entsorgt. Zu diesem Zweck fährt regelmäßig eine mobile Kammerfilterpresse vor und erledigt die anfallenden Arbeiten. Künftig erledigen die Mitarbeiter der Kläranlage mittels eigener stationierter Schlammpresse die aufwendige technische Verarbeitung des anfallenden Klärschlamms, bis hin zum Abtransport in auswärtige Verbrennungsanlagen. (k)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren