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Thannhausen

22.04.2020

Stadtrat: Georg Schwarz erntet Lob für seine politische Leistung

Urkunden erhielten die scheidenden Stadträte, die in der jüngsten Sitzung verabschiedet wurden. Wegen der Corona-Pandemie und dem damit verbundenen Abstandhalten konnte kein gemeinsames Foto gemacht werden.
Bild: Dr. Heinrich Lindenmayr

Wofür Thannhausens Bürgermeister und die scheidenden Räte in der letzten Stadtratssitzung gelobt wurden .

Im Corona-Modus fand die letzte Sitzung des scheidenden Stadtrates in Thannhausen statt. Die Aula der Anton-Höfer-Grundschule bot hinreichend Platz, den erforderlichen Sicherheitsabstand aller Beteiligten bei der Sitzung zu gewährleisten, die normalerweise im Rathaussaal stattfinden würde. Abstand sorgt auch für menschliche Distanz, und die war ein unerwünschter Nebeneffekt in einer Sitzung, in der Anerkennung und Dank eine dominierende Rolle spielen sollten. Zumal Bürgermeister Georg Schwarz die eigens für den 27. April angesetzte feierliche Entlassung der ausscheidenden Ratsmitglieder absagte und die Verabschiedung in die Ratssitzung integrierte.

Eine Thannhauser Stadträtin wurde posthum gewürdigt

Zehn scheidende Stadträte listete Schwarz auf, darunter auch die bereits 2017 gestorbene Mine Waltenberger-Olbrich, die 33 Jahre dem Stadtrat angehört hatte und die zuletzt als Dritte Bürgermeisterin zeitweise stellvertretend für Schwarz agiert hatte. Der Rathauschef lobte die loyale Zusammenarbeit mit Mine Waltenberger-Olbrich und ihr Eintreten für mehr Gerechtigkeit in der Gesellschaft. 18 Jahre hatten Hans Kohler, Josef Merk und Dr. Markus Wilhelm dem Stadtrat angehört. Schwarz hob bei Hans Kohler dessen Engagement für praktische Belange des Natur- und Umweltschutzes hervor und lobte vor allem seinen Einsatz als Integrationsbeauftragter während der Flüchtlingskrise. Josef Merk bereicherte den Rat durch seinen Sachverstand in Sachen Straßenbau und durch sein Augenmerk, die Steuergelder möglichst sparsam und effektiv zu verwenden. Wilhelm habe, so Schwarz, die Interessen der freien Wirtschaft vertreten, Georg Schuster, der 14 Jahre Stadtrat gewesen war, die Interessen der sozial Schwächeren. Albert Kytka, zwölf Jahre Stadtrat, habe sein Ohr besonders nahe am Bürger gehabt. Acht Jahre war Christine Polleichtner-Hornung Stadträtin, ihr Schwerpunkt als Referentin für Familie und Kinder war die Sozialpolitik. Die phänomenalen Ortskenntnisse von Andreas Fuhrmann seien des Öfteren sehr nützlich gewesen, erklärte der Bürgermeister zum sechsjährigen Wirken von Andreas Fuhrmann. Ebenfalls sechs Jahre tätig im Stadtrat waren Rudolf Haug, der sich zum „Realo“ entwickelt habe, und Renate Marschall, die verlässlich die Belange des Einzelhandels vertreten habe.

Durchaus mit etwas Wehmut scheide er selbst als Bürgermeister aus, meinte Georg Schwarz. Es sei ihm stets Auftrag und Ehre gewesen, die Stadt vertreten zu dürfen. Ganz wichtig sei ihm ein harmonisches Miteinander im Rat gewesen, das unerlässlich sei, wolle man die Stadt voranbringen.

Stadtrat: Georg Schwarz erntet Lob für seine politische Leistung

Goldene Jahre der Stadt Thannhausen

Zweiter Bürgermeister Peter Schoblocher bedankte sich für die außerordentlich erfolgreiche Arbeit von Georg Schwarz. In den zwölf Amtsjahren habe Schwarz Thannhausen den Stellenwert im Landkreis verschafft, der der Stadt gebühre. Man werde später im Rückblick erkennen, dass diese Zeit „goldene Jahre“ der Stadt gewesen seien. Dritter Bürgermeister Werner Kößler schloss sich dem an und meinte, es könne jeder sehen, der offenen Auges durch Thannhausen laufe, was in den letzten Jahren erreicht worden sei.

Das eigentliche politische „Geschäft“ dieser Sitzung bestand aus Kleinigkeiten, wichtige Entscheidungen standen nicht an. Der Stadtrat genehmigte die nun modifizierte und an die Gestaltungsvorgaben der Stadt angepasste Werbeanlage von „Signal Iduna“ am Geschäftshaus Edmund-Zimmermann-Straße 2. Den ersten Entwurf hatte der Bauausschuss abgelehnt.

Den Bauantrag für ein Einfamilienhaus Am Mindeltalblick 4 lehnte der Stadtrat ab. Die beabsichtigten Geländeveränderungen seien nicht mit dem Bebauungsplan vereinbar. Josef Merk meinte, an dieser Stelle könne man ohne derlei Veränderungen nicht bauen. Stadtbaumeister Stephan Martens-Weh widersprach und verwies darauf, dass andere Bauwerber in diesem Gebiet ähnliche Schwierigkeiten bauplantechnisch gemeistert hätten. Die Stadtverwaltung bemüht sich um eine einvernehmliche Lösung mit dem Bauwerber.

Änderungen beim Komposthof

Keine Einwände gab es gegen den Antrag von Klaus Reili, den Komposthof mit Betonelementen einzufrieden. Reili habe um seine Nutzfläche den geforderten Grüngürtel angelegt, weshalb die Betonwände das Erscheinungsbild der Anlage nicht beeinträchtigen würden, meinte Martens-Weh.

Dem Antrag, das ehemalige Firmengelände von „Habemus“ in eine Spielothek mit Sportsbar umzunutzen, verweigerte der Rat das gemeindliche Einvernehmen. Der Bebauungsplan lasse eine derartige Nutzung nicht zu.

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