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Krumbach

30.06.2020

Stadtrat: Skateranlage in Krumbach soll noch dieses Jahr gebaut werden

Die Skateranlage beim Krumbacher Jugendzentrum wird gebaut. Das beschloss jetzt der Krumbacher Stadtrat. Sie muss allerdings noch in diesem Jahr gebaut werden, da ansonsten der Zuschuss verfällt.
Bild: Monika Leopold-Miller

Plus Noch 2020 soll Krumbach eine neue Skateranlage bekommen. Das hat der neue Stadtrat noch einmal bestätigt. Warum jetzt die Zeit für den Bau drängt.

Nicht jedem der wiedergewählten Stadträte gefiel es, dass Bürgermeister Hubert Fischer in der Stadtratsitzung am Montagabend die Errichtung einer Skateranlage am Jugendzentrum Krumbach noch einmal auf die Tagesordnung brachte. Diese war nämlich bereits im Januar des letzten Jahres einstimmig beschlossen worden. Dass die Anlage nun erneut besprochen wurde, hat der Stadtrat aber selbst beschlossen.

Bürgermeister Hubert Fischer verwies auf den Stadtratsbeschluss, dass er bereits beschlossene, kostenintensive, aber noch nicht umgesetzte Projekte noch einmal dem neuen Stadtrat vorzulegen habe.

Hohes Verkehrsaufkommen am Standort in Krumbach

Gegen das Projekt wurde der nicht optimale Standort an der Hans-Lingl-Straße mit sehr hohem Verkehrsaufkommen vorgebracht. Außerdem müssten die Jugendlichen auf dem Weg dorthin zuerst durch die ganze Stadt „gejagt“ werden. Weiterhin wurden finanzielle Bedenken angemeldet, da wegen Corona vermutlich die Steuereinnahmen zurückgehen. Maximilian Behrends ((JW-OL) warb für die Verwirklichung. Das Projekt sei in Workshops zusammen mit den Jugendlichen erarbeitet worden und werde ein großer Anziehungspunkt für die Stadt. Die Stadtrandlage habe den Vorteil, brachte Dr. Ildiko Sugar Bunk in die Diskussion ein, dass für die Bürger keine Lärmbelästigung zu erwarten sei.

Stadtrat: Skateranlage in Krumbach soll noch dieses Jahr gebaut werden

Bürgermeister Fischer erläuterte den aktuellen Sachstand. Der Beschluss von 2019 sah für das Projekt einen Kostenanteil der Stadt Krumbach von höchstens 100.000 Euro vor. 88.204 Euro werden an Zuschuss im Rahmen einer LEADER-Förderung erwartet, der Zuwendungsbescheid liegt seit Oktober vor.

Zusätzlich kamen 15.600 Euro an zweckgebundenen Spenden hinzu. Damit wäre sichergestellt, dass weder der damals gestellte Gesamtkostenrahmen von 200.000 Euro noch der Eigenanteil der Stadt mit 100.000 Euro bei einer voraussichtlichen Gesamtsumme von 190.000 Euro überschritten wird. Wenn die Skateranlage in diesem Jahr nicht gebaut werde, verfalle die Förderung, warnte Fischer. Mit vier Gegenstimmen wurde das Projekt dann schließlich unter dem Applaus anwesender Jugendlicher doch auf den Weg gebracht.

Mobile Endgeräte zum Ausleihen für Schüler

Um die Nutzung staatlicher Förderung ging es auch bei der Beschaffung mobiler Endgeräte zur Ausleihe an Schülerinnen und Schüler, die zu Hause über kein geeignetes digitales Gerät verfügen. Durch die Schulschließungen aufgrund der Corona-Krise haben digitale Arbeits- und Lernformen an Bedeutung gewonnen. Diese Entwicklung dürfe jedoch nicht dazu führen, dass Schülerinnen und Schüler, denen zu Hause aufgrund unzureichender technischer Ausstattung der Zugang zum Lernen mit digitalen Medien und Werkzeugen nicht möglich ist, abgehängt werden, betonte Bürgermeister Fischer.

Der Freistaat Bayern und der Bund hätten aus diesem Grund kurzfristig ein zusätzliches „Sonderbudget Leihgeräte“ zur Unterstützung der Schulaufwandsträger zur Verfügung gestellt. Eine Förderrichtlinie für das „Sonderbudget“ mit Details zur Förderung sei noch nicht veröffentlicht, eine Antragstellung deshalb noch nicht möglich. Bekannt seien lediglich die Eckpunkte. So seien für die Schulen in Krumbach Mittel in Höhe von 56.339 Euro vorgesehen und bis zum Ende der Antragsfrist am 31. Juli des Jahres reserviert.

Kosten für Skateranlage in Krumbach durch Förderung abgedeckt

Das bayerische Kultusministerium habe mitgeteilt, dass ein vorzeitiger Maßnahmebeginn möglich sei und bereits jetzt mit der Beschaffung begonnen werden könne. Die Maßnahme sei zwar im Haushaltsplan 2020 nicht vorgesehen, die Unkosten würden letztendlich aber durch die Förderung voll abgedeckt. Einstimmig erhielt die Verwaltung den Auftrag, einen entsprechenden Zuschussantrag bei der zuständigen Stelle einzureichen und ein Ausschreibungsverfahren durchzuführen.

Die Mittel in Höhe von 56500 Euro für die Beschaffung werden nachträglich im Haushalt 2020 bereitgestellt. Die Gegenfinanzierung erfolgt durch die erwarteten Zuschüsse. Auf die Frage nach der Wartung der Geräte verwies Bürgermeister Fischer auf den „Zweckverband Digitale Schulen“.

Zur vorangegangenen Diskussion:

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