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Edelstetten

19.01.2019

Tänzer von Lady Gaga und „The Voice“ kommen nach Edelstetten

Ein Tänzer, der Lady Gaga begleitet hat, und eine Starchoreografin waren in Edelstetten zu Gast.
Bild: Marc Hettich

Lady Gaga Live-Tänzer David Lei Brandt und „The Voice“-Choreografin India Rischko veranstalten einen Workshop am Tanzzentrum Michaela Majsai in Edelstetten.

Ausgestreckte Arme. Rhythmisches Aufstampfen. Eine elegante Drehung. Schneller Wechsel zwischen voller Körperspannung und geschmeidiger Bewegung. Was der junge Dozent aus Los Angeles mit spielerischer Leichtigkeit demonstriert, sieht einfach aus, erfordert aber höchste Körperkontrolle. Über 50 Tänzer sind ins Tanzzentrum Majsai nach Edelstetten gekommen, um von David Lei Brandt zu lernen. Mit kleinen Scherzen lockert der Dozent aus Los Angeles die Stimmung auf. „Das bricht das Eis, damit sich jeder wohlfühlt“, kommentiert er.

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Schwungvoller Workshop im Edelstetter Tanzzentrum
Bild: Christoph Sauter

Die Teilnehmer wiederholen ihre Tanzbewegungen zur Musik von Lady Gaga. Vermutlich kein Zufall, denn der smarte Sunny-Boy aus Los Angeles stand als Live-Tänzer mit der berühmten Künstlerin auf der Bühne. Während ihrer letzten Welttournee durfte er einen ihrer Songs singen. Denn David ist in erster Linie Sänger. Ob Tanz oder Gesang: „Musik ist eine universelle Sprache“, stellt er fest. War er schon mal in Edelstetten? Lachend verneint er. „Es macht aber sehr viel Spaß, weil die Menschen auf dem Land unverkrampfter an die Sache rangehen.“

Die anspruchsvollen Choreografien verlangen einiges ab

Den zweiten Workshop hält India Rischko. Sie arbeitet unter anderem als Coach für Shows wie „Dance Instance“ oder „Masters of Dance“ und als Choreografin für „The Voice of Germany“. Mit anspruchsvollen, schnellen Bewegungsabläufen bringt sie die begeisterten Tänzer ins Schwitzen. „Ich finde es wichtig, auch an kleineren Orten die Leute zu fördern und an ihre Grenzen zu bringen.“ Genau das gefällt dem 54-jährigen Harry aus Gundremmingen. Seit 2015 ist er mit viel Spaß am Tanzen dabei. „Es ist manchmal schwer, bei der Geschwindigkeit mitzuhalten und mir alle Choreografien zu merken. Ich staune oft, was die jungen Leute für eine rasche Auffassungsgabe haben.“ Lachend ergänzt er: „Beschäftige dich mit jungen Leuten, dann bleibst du selber jünger.“

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Begeistert zeigt sich auch die 30-jährige Bianca. Ursprünglich aus Günzburg, lebt sie inzwischen in München. Die Distanz hält sie aber nicht davon ab, öfter mal nach Edelstetten zu kommen, um an Kursen teilzunehmen. „Der Workshop ist sehr motivierend“, freut sie sich, bevor sie sich wieder einreiht und mit Anmut zur Musik bewegt. „Tanzen ist für mich eine Leidenschaft und eine Form, mich auszudrücken.“ Während im Übungsraum schweißtreibend getanzt wird, sitzt eine Gruppe Frauen in der Gaststube des Vereinsheimes. Etwa 50 Kinder und Jugendliche hatten Spaß bei einem Workshop mit Geburtstagskind Michaela-Mitschu Majsai. Nicht nur die Kuchen auf dem gut gefüllten Buffet-Tisch fallen in das Aufgabengebiet der Mütter. „Wir fahren viel rum, organisieren Busreisen und Hotels“, erläutert eine der Mütter. „Außerdem achten wir darauf, dass die Kostüme passen, vom Schuh bis zum Haarteil, und dass alle im Team passend geschminkt sind.“ Lachend wirft eine weitere Mama ein: „Meine Tochter ist 16, die lässt sich beim Schminken nicht reinschwätzen.“ Die Urlaubsplanung der Familien richtet sich nach den Meisterschaftsterminen. „Für meine Tochter gibts nix anderes. Die tanzt immer. Zuhause, im Auto, im Supermarkt – immer ist sie in Bewegung und übt ihre Choreografien.“ Der Stolz der Damen schwingt mit – und das nicht ohne Grund.

Das Tanzzentrum hatte schon große Erfolge

Tatsächlich hat die Tanzschule beeindruckende Erfolge vorzuweisen. Die zahllosen Platzierungen bei verschiedenen Meisterschaften sind im Landkreis längst bekannt. Viele ehemalige Schüler von Michaela-Mitschu Majsai haben ihre Berufung zum Beruf gemacht und unterrichten selbst, zum Beispiel in Augsburg, aber auch in Ungarn, wo das Energiebündel seine Wurzeln hat. Die engagierte Edelstetterin verrät ihr Erfolgsgeheimnis: „Tanzen sollte man nicht unterrichten, Tanzen sollte man leben. Die Schüler merken, wenn das Herz dabei ist.“

„Tanzen ist eine Form, Emotionen zu verarbeiten, und hat sehr viel mit Disziplin zu tun“, verrät Dozentin India. Ihr Kollege David wünscht sich: „Jeder sollte tanzen, weil es das Selbstbewusstsein stärkt.“ Die natürliche Gelassenheit, mit der er seinen Körper und seine Mimik beherrscht, gibt ihm recht.

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