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Thannhausen

18.01.2020

Thannhausen Die Straßenerneuerung verschieben

Vor der Baumgruppe links von der Straße könnte künftig die Erschließungsstraße für das Gewerbegebiet „Thannhausen Nord“ von der B-300-Umfahrung abzweigen. Hier soll vorsorglich eine Abbiegespur angelegt werden.
Bild: Dr. Heinrich Lindenmayr

Warum es im Thannhauser Stadtrat hinsichtlich einer zusätzlichen Abbiegespur der B 300 Uneinigkeit gab.

Die Ortsumgehung von Thannhausen soll in diesem Jahr vom Kreisverkehr an der Staatsstraße nach Münsterhausen bis zur Einmündung bei St. Maria grundlegend saniert werden. Im Zuge der Baumaßnahme könnte auf Kosten der Stadt eine zusätzliche Linksabbiegespur angelegt werden. Die Abbiegespur wäre ein Vorgriff, um in ein Gewerbegebiet „Thannhausen Nord“ zu führen, das es bislang noch nicht gibt.

Dringlichkeit in Frage gestellt

Bürgermeister Georg Schwarz machte sich für diese Abbiegespur stark. Wenn nach Beendigung der Maßnahmen zum Hochwasserschutz das Gewerbegebiet „Thannhausen Nord“ komme, dann wäre vorsorglich die Abbiegespur in das Gewerbegebiet bereits realisiert worden. Er selbst ärgere sich immer, wenn man eine neue Straße wieder aufreißen müsse wegen eines Vorhabens, das schon vor der Straßenerneuerung bekannt gewesen war. Josef Merk ( CSU) stellte die Dringlichkeit der Straßenerneuerung in Frage.

Die Straße sei in einem ordentlichen Zustand. Man sollte mit dem Straßenbauamt sprechen mit dem Ziel, die Sanierung um fünf Jahre zu verschieben. Dann würde sich ein anderes Problem elegant lösen. Seiner Erfahrung nach hätten sich derlei vorgreifende Maßnahmen in 80 Prozent der Fälle als falsch erwiesen.

Thannhausen Die Straßenerneuerung verschieben

Man könne heute nicht genau wissen, wo die Einmündung ins künftige Gewerbegebiet am besten zu platzieren sei und machen einen Fehler. In fünf Jahren werde man wissen, wo die Einmündung optimal zu platzieren wäre. Gerd Olbrich (SPD) nahm den Gedanken von Merk auf und schlug folgendes Vorgehen vor: Man solle die Verschiebung der Straßenerneuerung beim Straßenbauamt anfragen. Wenn keine Verschiebung möglich sei, dann sollte man vorsorglich die Abbiegespur anlegen. Ähnlich äußerten sich Manfred Göttner (Fraktion Weiß), Monika Wiesmüller-Schwab (CSU) und Herbert Fischer (CSU), die ein Risiko, dass die Abbiegespur sich später als nicht passgenau erweisen könnte, in Kauf nehmen wollten. Josef Brandner (Freie Wähler) war anderer Meinung.

Vom neuen Gewerbegebiet „Am Herrgottsberg“ sei noch kein Platz verkauft und man wolle auf eigene Kosten eine Abbiegespur in ein Gewerbegebiet der Zukunft anlegen, das schien ihm übereifrig.

In der Abstimmung votierte die Mehrheit der Ratsmitglieder dafür, eine Verschiebung der Straßenbaumaßnahme zu versuchen. Sollte das Straßenbauamt damit nicht einverstanden sein und die Umfahrung noch heuer erneuert werden, dann soll auf Kosten der Stadt eine Abbiegespur dort eingerichtet werden, wo jetzt ein Feldweg von der Umgehung nach Norden abzweigt.

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