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Thannhausen

20.01.2020

Thannhausen: Neujahrsempfang im Zeichen des Ehrenamts

Die Stadt Thannhausen ehrte beim Neujahrsempfang 2020 verdiente Bürger im Ehrenamt. Unser Foto zeigt (von links) Bürgermeister Georg Schwarz, Bernhard Horn, Karl-Heinz Pfitzmayr, Johann Geiger, Staatsminister Dr. Hans Reichhart und 3. Bürgermeister Werner Kößler.
Foto: Heinrich Lindenmayr

Bürgermeister Georg Schwarz zeichnet Johann Geiger, Bernhard Horn und Karl-Heinz Pfitzmayr aus.

Was wäre unser Gemeinwesen ohne die tatkräftige Mitwirkung vieler Ehrenamtlicher? Bürgermeister Georg Schwarz stellte beim Neujahrsempfang der Stadt im Festsaal des historischen Rathauses diese Frage und beantwortete sie. Der Beitrag der Ehrenamtlichen sei unverzichtbar, kaum könne man sich vorstellen, was ansonsten in den Bereichen Sicherheit, Soziales, Kultur und Gewerbe fehlen würde. Der Neujahrsempfang wäre eine gute Gelegenheit, meinte der Rathauschef, die Bedeutung des Ehrenamtes hervorzuheben und durch die Auszeichnung einiger ehrenamtlich Tätiger auch alle anderen Ehrenamtlichen zu würdigen.

Die höchste Auszeichnung in dieser Feierstunde erhielt Johann Geiger. Er wurde mit der „Silbernen Bürgermedaille“ ausgezeichnet, der zweithöchsten Auszeichnung, welche die Stadt zu vergeben hat. Nur drei Mal in seiner zwölfjährigen Amtszeit habe er die „Silberne Bürgermedaille“ bislang verliehen, erklärte Georg Schwarz. Er ehrte Johann Geiger für seinen unermüdlichen Einsatz für Bedürftige in der Stadt. Notleidende gebe es viel mehr, als man denke. Man müsse sie wahrnehmen, aufsuchen und helfen. Oft seien beispielsweise Mitbürger völlig überschuldet und wüssten nicht mehr ein und aus. Dann habe Johann Geiger Berge von Briefen, Rechnungen, Mahnungen studiert, mit den Gläubigern verhandelt, einen Plan entworfen, wie der Betroffene aus der Misere herausfinden könne und den Betroffenen Schritt für Schritt auf diesem Weg begleitet.

Der Verein „Liebe sei Tat“, den Johann Geiger 2010 mitbegründet habe und bis vor Kurzem geleitet habe, sei zum Rettungsanker für viele Notleidende geworden. Johann Geiger berichtete vom Katholischen Gebetskreis Thannhausen, dessen Mitglieder bereits vor der Vereinsgründung Notleidende unterstützten, sich aber schließlich überfordert gefühlt hätten. Der Verein könne sich besser organisieren, könne Spenden sammeln und würde nun auch von der Pfarrgemeinde, der Stadt und der Arbeiterwohlfahrt unterstützt. Deshalb agiere man viel wirkungsvoller als vorher.

Bernhard Horn und Karl-Heinz Pfitzmayr wurden mit der Christoph-von-Schmid-Medaille geehrt. Bernhard Horn habe das Burgstalltheater zu dem entwickelt, was es heute sei, sagte der Bürgermeister in seiner Laudatio. Thannhausen habe „ein kulturelles Highlight“ zu bieten, das in einer Spielsaison mehrere tausend Besucher aus der Region und weit darüber hinaus anziehe. Horn agiere beim Burgstalltheater als Ideengeber, Stückeschreiber, Organisator und Regisseur in einer Person.

Über Monate hinweg seien in der Spielsaison die Bewohner im Thannhauser Ortsteil Burg gleichsam eine große, verschworene Gemeinschaft. Bernhard Horn wirke also nicht nur für die Kultur, sondern tue viel für den Zusammenhalt im Dorf. Karl-Heinz Pfitzmayr bekam die Auszeichnung für seinen Beitrag zur Sicherheit der Bürger in der Stadt.

Seit Jahrzehnten ist Pfitzmayr in der Freiwilligen Feuerwehr Thannhausen aktiv. Vom einfachen Aktiven habe er sich zum Kommandanten hochgearbeitet, sagte Schwarz. Sein Engagement, sein Können, seine Entschlossenheit und seine Übersicht beim Einsatz würden im ganzen Landkreis geachtet.

73 Einsätze im Jahr 2019

Zu 73 Einsätzen wurde die Freiwillige Feuerwehr Thannhausen im Jahr 2019 gerufen. Unzählige Stunden bei Übungen, Schulungen, Wartung und Organisation kämen hinzu. Letztendlich dürfe man nicht vergessen, dass die Aktiven der Feuerwehr sich selbst in Gefahr begeben, um anderen zu helfen. Mehrfach sei er bei den Einsätzen der Feuerwehr dabei gewesen, erklärte Schwarz, und habe beobachten können, wie der Kommandant für Schadensbegrenzung, Personenrettung und die Sicherheit seiner Aktiven Sorge trage.

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