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Thannhausen

05.12.2018

Thannhausens Pfarrerin Ivena Ach verabschiedet sich

Dekan Jürgen Pommer (links) entband Ivena Ach von der Aufgabe und ihren Pflichten als Pfarrerin der evangelischen Kirchengemeinde Thannhausen. Dabei waren auch (von links) Prädikantin Eva Behrens (Thannhausen), Pfarrerin Kathrin Bohe, Pfarrer Norbert Riemer (Burtenbach) und Pfarrerin Christa Auernhammer (Ichenhausen). In der zweiten Reihe Mitglieder des noch amtierenden Kirchenvorstandes (von links) Mesnerin Elfriede Koch, Andreas Steeger und (verdeckt) Michaela Söhner.
Bild: Voh

Warum Ivena Ach nach nur einem Jahr Dienst die Pfarrstelle in Thannhausen wieder verlässt.

Unter den Klängen der Orgel zogen Kirchenvorstand, Dekan Jürgen Pommer und die Pfarrer der Nachbargemeinden sowie die derzeit amtierende Pfarrerin Kathrin Bohe mit Prädikantin Eva Behrens in die Christuskirche ein, um Pfarrerin Ivena Ach nach nur gut einem Jahr Dienst auf ihrer ersten Pfarrstelle in Thannhausen schon wieder zu verabschieden. Deren familiäre Entwicklung mit der Heirat des in Höchstädt an der Donau tätigen Pfarrers Wolfram Schrimpf und die Geburt des gemeinsamen Sohnes Aaron im Mai dieses Jahres haben dazu geführt. Neben vielen Gliedern der evangelischen Kirchengemeinde Thannhausen haben auch die Bürgermeister Georg Schwarz (Thannhausen) und Anton Birle (Ziemetshausen) an dem Abschiedsgottesdienst teilgenommen.

Nach dem gemeinsam gesungenen Adventslied „Macht hoch die Tür“ und in Anbetracht der ersten Adventskerze versuchte Dekan Pommer in seiner Predigt den Zusammenhang herzustellen zwischen der Erwartung der Christen auf das Jesuskind und dem heutigen geschäftigen Treiben zur Advents- und Weihnachtszeit – auch wenn dies auf den ersten Blick hin nicht so einfach zu sein scheint. An Pfarrerin Ivena Ach und die Kirchengemeinde gewandt, erinnerte er daran, dass es manchmal doch anders kommt, als gedacht. So auch mit der jungen Pfarrerin, die trotz nur einjähriger Amtsgeschäfte schon einiges bewegt habe. Konnte sie doch die Konfirmanden mit etlichen Aktionen vor allem in der Gottesdienstgestaltung mit einbinden oder die Jüngsten vom Kindergarten Arche Noah an die Gemeinde heranführen. Auch auf ihrem Lieblingsgebiet, der Ökumene, konnte sie in der Mindelstadt schon einiges bewegen. Dafür galt ihr der Dank des Dekans, der ihr zum Abschied ein kleines Erinnerungsgeschenk überreichte.

Pfarrerin geht aus familiären Gründen

Die derzeit die Pfarrstelle verwaltende Pfarrerin Kathrin Bohe zeigt Verständnis für den Schritt von Ivena Ach, aus familiären Gründen ihren weiteren Lebensweg in Höchstädt zu beschreiten und so Thannhausen wieder zu verlassen. Auch Bohe bedachte die scheidende Pfarrerin mit einem kleinen Abschiedsgeschenk. Die Anwesenden leitete sie mit dem dann gemeinsamen Singen des Kanons „Mache dich auf und werde Licht“. Pfarrerin Ach erinnerte in ihren Abschiedsworten an viele fruchtbare Beziehungen, die sie in der kurzen Zeit an der Mindel knüpfen konnte und betonte, dass sie, gerade weil Thannhausen ihre erste Pfarrstelle war, viel Herzblut in ihre Tätigkeit eingebracht habe. Sie habe viel Dankbarkeit erfahren und danke ihrerseits insbesondere der Jugend für das engagierte Mitmachen bei vielen ihrer Vorhaben. Mit einem hohen Maß an offener Ehrlichkeit beteuerte sie, dass sie sich nunmehr auf ihr künftiges Familienleben in der Gemeinde ihres Ehemannes freue. Den Menschen in Thannhausen wünscht sie alles Gute und Gottes Segen.

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Momente des persönlichen Abschieds

Bürgermeister Georg Schwarz sieht an diesem ersten Adventssonntag zwar einen Widerspruch von dem lateinischen „advenire“ (ankommen) zu der sonntag-nachmittäglichen Situation des Abschiednehmens und damit Gehens der Pfarrerin. Aber, „der Mensch denkt und Gott lenkt“. So betont er, eine Familie gehöre nun mal zusammen und so hat er volles Verständnis für die Prioritäten, die Pfarrerin Ach nach der Geburt ihres Sohnes gesetzt hat. Im Namen der Stadt Thannhausen überreichte er ihr ein kleines Geschenk zur Erinnerung an ihre Zeit hier. Im Anschluss an den Gottesdienst hatten die Besucher bei delikaten Häppchen und einem Glas Sekt oder alkoholfreien Getränken Gelegenheit, sich von Pfarrerin Ivena Ach persönlich zu verabschieden. Die Scheidende selber konnte verständlicherweise eine gewisse Wehmut in dieser Stunde nicht hinter dem Berg halten.

Die nunmehr vakante Pfarrstelle wird dieser Tage im Amtsblatt der evangelischen Landeskirche ausgeschrieben und wird, so der Wunsch der Gemeinde, baldmöglichst im Lauf des kommenden Jahres wieder besetzt werden.

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Er ist der neue Geschäftsführer des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes

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